Contracting nach Objekttyp · Industrie

    Energie-Contracting für Industrie und Produktion

    Produktionsbetriebe brauchen viel Wärme, Dampf und Strom, oft im Schichtbetrieb. Wir bauen und betreiben Ihre Energiezentrale und liefern Prozesswärme und Strom zu festen Bedingungen. Sie investieren nicht selbst, und Fördermittel aus der EEW rechnen wir in den Preis ein.

    • Keine Investition (CAPEX)

      Energiezentrale, BHKW, Dampferzeuger und Modernisierung finanziert und errichtet der Contractor. Ihr Kapital bleibt frei für Maschinen, Kapazität und Wachstum.

    • Planbare, niedrigere Energiekosten

      Kraft-Wärme-Kopplung und effiziente Wärmeerzeugung senken die Energiekosten. Sie zahlen einen transparenten Energiepreis, statt ein schwankendes Beschaffungsrisiko zu tragen.

    • Prozesswärme & Dampf gesichert

      Liefermenge und -qualität für Wärme, Prozessdampf und Strom sind vertraglich zugesichert. Dazu gehören Wartung, 24/7-Störungsdienst und ein definierter Versorgungsstandard.

    • EEW-gefördert & klimaneutraler

      Wir managen EEW-, KWKG- und weitere Förderung. Wir erneuern emissionsärmer und verbessern so Ihre CO₂-Bilanz und ESG-Kennzahlen.

    Symbolbild: Flachdach eines Gewerbegebäudes mit Photovoltaik und Wärmepumpen-Außeneinheiten

    Warum Energie in der Produktion der ideale Fall für Contracting ist

    Kaum ein anderer Immobilientyp verbraucht so viel Energie wie ein Industrie- oder Produktionsbetrieb. Und kaum ein anderer hat ein so gut planbares Lastprofil, also einen so vorhersehbaren Verbrauch über Tag und Jahr.

    Prozesswärme und Prozessdampf sind Wärme und Dampf, die direkt in der Fertigung gebraucht werden. Zusammen mit Druckluft, Trocknung und Lüftung laufen sie im Schichtbetrieb häufig rund um die Uhr und über das ganze Jahr. Dazu kommt eine hohe Strom-Grundlast, also ein Strombedarf, der ständig anfällt.

    In vielen Branchen ist Energie einer der größten Kostenblöcke nach Material und Personal. Zugleich ist sie einer der volatilsten, weil Strom- und Gaspreise stark schwanken.

    Genau dieses energieintensive, gleichmäßige Profil ist die perfekte Voraussetzung für ein wirtschaftliches Contracting-Modell. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt Wärme und Strom gleichzeitig. Das nennt man Kraft-Wärme-Kopplung.

    In der Produktion erreicht ein BHKW sehr hohe Vollbenutzungsstunden, läuft also rechnerisch viele Stunden im Jahr unter voller Last. Die anfallende Wärme wird direkt im Prozess genutzt, statt ungenutzt zu verpuffen.

    Wo höhere Temperaturen oder Dampf gebraucht werden, ergänzen Hochtemperatur-Wärmepumpen, Biomasse-Dampferzeuger oder Hybridkonzepte die Lösung. Der gemeinsame Nenner: maximale Effizienz aus jeder eingesetzten Kilowattstunde.

    Contracting: Effizienz und Modernisierung ohne eigene Investition

    Beim Energie-Contracting übernimmt ein spezialisierter Contractor die komplette Energie- und Wärmeversorgung Ihres Betriebs. Er plant, finanziert, errichtet und betreibt die Anlage, vom BHKW über Dampf- und Prozesswärme-Erzeuger bis zur Großwärmepumpe. Er liefert Ihnen vertraglich zugesicherte Wärme, Prozessdampf und Strom.

    Eine hohe sechs- bis siebenstellige Investition müssen Sie nicht selbst stemmen. Stattdessen zahlen Sie einen transparenten, planbaren Energiepreis.

    Für Geschäftsführung, Werkleitung und kaufmännische Leitung bedeutet das einen doppelten Vorteil. Erstens bleibt das Investitionsbudget dort, wo es die höchste Rendite bringt: in Maschinen, Kapazität und Produktentwicklung, nicht in der Heizzentrale.

    Zweitens wandern Planung, Brennstoffbeschaffung, Wartung, Störungsdienst und das technische Ausfallrisiko vollständig zum Contractor. Ihr Instandhaltungsteam wird entlastet und muss kein eigenes Energie-Know-how vorhalten. Die Energiekosten werden zur fest planbaren Größe in Ihrer Kalkulation.

    Prozesswärme und Prozessdampf zuverlässig gesichert

    In der Produktion ist die Energieversorgung kein Komfortthema, sondern produktionskritisch. Fällt der Dampf oder die Prozesswärme aus, steht die Linie. Deshalb steht Versorgungssicherheit in jedem Contracting-Konzept an erster Stelle.

    Der Contractor sichert Ihnen die vereinbarte Liefermenge und -qualität vertraglich zu. Definierte Temperaturniveaus, Dampfdrücke und Verfügbarkeiten sind eingeschlossen. Die Anlage wird mehrstufig ausgelegt, mit redundanten Erzeugern, die sich gegenseitig absichern.

    Hinzu kommen Wartung, ein rund um die Uhr verfügbarer Störungsdienst und garantierte Reaktionszeiten. So laufen Ihre Prozesse ohne Unterbrechung.

    Wirtschaftlichkeit: selbst erzeugter Strom als Hebel

    Der entscheidende wirtschaftliche Hebel in der Industrie ist der selbst genutzte Strom. Jede im BHKW erzeugte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzbezug. Die Abwärme fließt als Nebenprodukt nahezu kostenlos in den Prozess.

    Wie stark die Kraft-Wärme-Kopplung die Energiekosten senkt, lässt sich nicht pauschal beziffern. Das hängt von Lastprofil, Bestandstechnik, Eigenstromanteil und Preisniveau ab und wird im Energieaudit mit Ihren realen Lastgängen gerechnet. Hinzu kommt der KWK-Zuschlag nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz für den erzeugten Strom.

    Als grobe Orientierung wird Contracting ab einem Wärme- bzw. Prozesswärmebedarf von etwa 500.000 bis 1.000.000 kWh pro Jahr interessant. Viele Produktionsbetriebe liegen deutlich darüber.

    Welche Anlagenleistung und welches Gesamtkonzept zu Ihrem Betrieb passen, entscheidet die Auslegung für Ihr konkretes Objekt. Genau hier setzt unser kostenloses Energieaudit an. Wir rechnen mit Ihren realen Lastgängen (dem gemessenen Verbrauch im Zeitverlauf), nicht mit Pauschalen.

    Fördermittel: EEW als zentraler Baustein

    Für die industrielle Wärmeversorgung ist die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) das zentrale Programm. Sie bezuschusst Investitionen in Prozesswärme aus erneuerbaren Energien und in Effizienz.

    Im EEW-Förderwettbewerb sind bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, maximal 20 Millionen Euro je Vorhaben. In den übrigen Modulen hängen die Sätze von Modul und Unternehmensgröße ab. KMU (kleine und mittlere Unternehmen) erhalten höhere Quoten als große Unternehmen.

    Maßgeblich ist immer der zum Antragszeitpunkt gültige Förderaufruf. Ergänzend kommt der KWK-Zuschlag nach dem KWKG infrage, ein Zuschlag auf den erzeugten Strom. Je nach Konzept eignen sich außerdem weitere Bundes- und Landesprogramme.

    Im Contracting müssen Sie sich um diese Anträge nicht selbst kümmern. Green Contracting übernimmt das komplette Fördermittel-Management, von der Auswahl der passenden Programme über die Antragstellung bis zur Nachweisführung.

    Die Förderwirkung lassen wir in einen attraktiven Energiepreis einfließen. So profitiert Ihr Betrieb von der Förderung, ohne den bürokratischen Aufwand zu tragen.

    Dekarbonisierung: CO₂-Kosten und ESG im Griff

    Steigende CO₂-Preise, der EU-Emissionshandel, Anforderungen aus der Lieferkette und die eigene Klimastrategie erhöhen den Druck. Die Produktion soll dekarbonisiert werden, also weniger CO₂ ausstoßen.

    Wer hier nur den alten Kessel ersetzt, behandelt Symptome. Wer die Energieversorgung strategisch modernisiert, senkt dauerhaft Kosten und Emissionen zugleich.

    Im Contracting setzt der Contractor eine emissionsärmere, effizientere Erzeugung um und betreibt sie über die gesamte Laufzeit. Ihre CO₂-Bilanz verbessert sich messbar, ohne dass die Investition Ihren CAPEX-Rahmen (Ihr Budget für Investitionen) belastet. Das stärkt zugleich Ihre ESG-Kennzahlen (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) gegenüber Banken, Kunden und Investoren.

    So läuft Ihr Einstieg ins Contracting

    Der Weg beginnt mit einem kostenlosen Energieaudit. Wir nehmen Anlagen, Energiezentrale, Lastprofile und Verbrauchswerte auf und ermitteln das Einsparpotenzial. Daraus entwickeln wir das wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Konzept für Ihre Produktion.

    Anschließend erhalten Sie ein transparentes Contracting-Angebot mit klar definiertem Energiepreis, Liefermengen und Versorgungsstandard. Stimmen Sie zu, übernimmt Green Contracting Planung, Förderung, Bau und den laufenden Betrieb. Ihr Betrieb konzentriert sich weiter auf das Kerngeschäft: die Fertigung.

    Häufige Fragen zum Energie-Contracting in der Industrie

    Was bedeutet Energie-Contracting für einen Industriebetrieb?

    Beim Energie-Contracting plant, finanziert, errichtet und betreibt ein Contractor Ihre Energie- und Wärmeerzeugung. Das kann ein Blockheizkraftwerk sein, eine Dampfkessel- oder Prozesswärme-Anlage, eine Großwärmepumpe oder eine Kombination daraus. Der Contractor liefert Ihnen vertraglich zugesicherte Wärme, Prozessdampf und Strom. Ihr Betrieb zahlt dafür einen transparenten Energiepreis, statt selbst in eine neue Energiezentrale zu investieren. Planung, Investition (CAPEX), Wartung, Brennstoffbeschaffung und das technische Ausfallrisiko liegen beim Contractor.

    Ab welchem Verbrauch lohnt sich Contracting in der Produktion?

    Als grobe Orientierung wird ein Wärme- oder Prozesswärmebedarf ab etwa 500.000 bis 1.000.000 kWh pro Jahr interessant. Viele Produktionsbetriebe liegen deutlich darüber. Entscheidend ist aber weniger die absolute Menge als das Lastprofil, also der Verlauf des Verbrauchs über Tag und Jahr. Ein gleichmäßiger, ganzjähriger Bedarf an Wärme und Strom im Zwei- oder Dreischichtbetrieb sorgt für hohe Vollbenutzungsstunden (Stunden, in denen die Anlage rechnerisch unter voller Last läuft). Damit arbeitet die Anlage sehr wirtschaftlich. Wo Ihr Betrieb steht, zeigt ein kostenloses Energieaudit auf Basis Ihrer realen Verbrauchsdaten.

    Kann ein Contractor auch Prozesswärme und Prozessdampf liefern?

    Ja. Neben Raumwärme und Warmwasser lässt sich auch die Wärme für Ihre Prozesse im Contracting abbilden. Das reicht von Heißwasser über Prozessdampf (Dampf, der direkt in der Fertigung eingesetzt wird) bis zu definierten Temperaturniveaus für einzelne Fertigungsschritte. Je nach Bedarf kommen Kraft-Wärme-Kopplung, Hochtemperatur-Wärmepumpen, Biomasse-Dampferzeuger oder Hybridlösungen zum Einsatz. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt eine Anlage Strom und nutzt die dabei entstehende Wärme mit. Der Contractor garantiert die vereinbarte Liefermenge und -qualität. Er trägt auch das Verfügbarkeitsrisiko.

    Wie viel Energiekosten lassen sich in der Industrie einsparen?

    Die Einsparung hängt vom Lastprofil, der Bestandstechnik und den Energiepreisen ab. Pauschal versprechen lässt sie sich nicht. Kraft-Wärme-Kopplung kann die Energiekosten spürbar senken. Der Grund: Selbst erzeugter Strom ersetzt teuren Netzbezug, und die Abwärme wird im Prozess genutzt. Wie hoch das Potenzial in Ihrem Betrieb konkret ist, ermitteln wir im kostenlosen Energieaudit.

    Welche Fördermittel gibt es für die industrielle Wärmeversorgung?

    Zentral ist die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW). Sie bezuschusst Investitionen in Prozesswärme aus erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen. Im EEW-Förderwettbewerb sind bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, maximal 20 Millionen Euro je Vorhaben. In den übrigen Modulen richten sich die Sätze nach Modul und Unternehmensgröße. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten dabei höhere Quoten als große. Die konkreten Sätze ergeben sich aus der zum Antragszeitpunkt gültigen Richtlinie bzw. dem aktuellen Förderaufruf. Hinzu kommt der KWK-Zuschlag nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), ein Zuschlag auf den erzeugten Strom. Je nach Konzept eignen sich weitere Programme. Im Contracting übernimmt Green Contracting das komplette Fördermittel-Management. Die Förderwirkung fließt in einen attraktiven Energiepreis ein.

    Hilft Contracting bei der Dekarbonisierung und ESG-Zielen?

    Ja. Steigende CO₂-Kosten, das EU-Emissionshandelssystem, Anforderungen aus der Lieferkette und die eigene Klimastrategie erhöhen den Druck. Die Produktion soll dekarbonisiert werden, also weniger CO₂ ausstoßen. Im Contracting setzt der Contractor eine emissionsärmere, effizientere Wärme- und Stromerzeugung um. Er betreibt sie über die gesamte Laufzeit und verbessert so messbar Ihre CO₂-Bilanz. Die Investition muss dabei nicht aus dem eigenen Budget finanziert werden. Das entlastet den CAPEX-Rahmen (Ihr Budget für Investitionen) und stärkt Ihre ESG-Kennzahlen.

    Wie viel kann Ihr Betrieb sparen?

    Wir prüfen die Lastgänge Ihrer Produktion, legen BHKW, Prozesswärme und Energiezentrale passend aus und zeigen transparent, wie viel Energie-Contracting in Ihrem Betrieb an Kosten und CO₂ einspart – ohne eigene Investition und mit vertraglich gesicherter Versorgung.

    Kostenloses Energieaudit starten

    Kostenlose Schnellrechner · ohne Anmeldung

    Für Ihren Standort durchrechnen

    Einspar-Contracting, Eigeninvestition oder Wärmelieferung – der Vergleich in belastbaren Größenordnungen.

    Alle Contracting-Rechner ansehen