Rangliste · Stand: 10. Oktober 2026

    Die größten Messdienstleister für die Heizkostenabrechnung 2026

    Welche Messdienstleister erstellen die meisten Heizkostenabrechnungen? Diese Rangliste ordnet die großen Messdienstleister für Ablesung sowie Heiz- und Wasserkostenabrechnung in Deutschland nach der Zahl der betreuten Wohnungen bzw. Nutzeinheiten, die sie selbst veröffentlichen. Weil die Unternehmen ihre Zahlen unterschiedlich abgrenzen – weltweit oder nur Deutschland, Wohnungen oder Nutzeinheiten –, steht die Abgrenzung je Zeile in der Tabelle.

    Sortiert nach
    Betreute Wohnungen bzw. Nutzeinheiten laut Eigenangabe
    Unternehmen
    5 in der Rangliste
    Datenstand
    10. Oktober 2026

    Datenbasis: Eigenangaben der Unternehmen; Umsätze ista Geschäftsjahr 2025, Techem Geschäftsjahr 1.10.2024–30.9.2025.

    So haben wir bewertet →

    Die größten Messdienstleister: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Messdienstleister mit Sitz in Deutschland, die bundesweit Verbrauchserfassung und Heizkostenabrechnung für Mehrfamilienhäuser anbieten und bis zum 10. Oktober 2026 eine Zahl betreuter Wohnungen, Nutzeinheiten oder Abrechnungen veröffentlicht haben. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Essen

      Wohnungen / Nutzeinheiten
      14,5 Mio.
      Abgrenzung laut Angabe
      Nutzeinheiten weltweit (Wohnen und Gewerbe), 20 Länder
      Umsatz
      1.279 Mio. € (2025)

      Messdienstleister für Verbrauchserfassung, Heiz- und Betriebskostenabrechnung, Rauchwarnmelder- und Energiedienstleistungen mit nach eigenen Angaben mehr als 470.000 Kunden und 7.300 Mitarbeitenden.

      Quelle: ista, Über uns (Kennzahlen)
    2. Eschborn

      Wohnungen / Nutzeinheiten
      13,7 Mio.
      Abgrenzung laut Angabe
      Wohnungen weltweit, 18 Länder
      Umsatz
      1.173,4 Mio. € (GJ 2024/25)

      Energiedienstleister für Immobilien mit Verbrauchserfassung und -abrechnung, Rauchwarnmelderservice und Wärmelieferung; nach eigenen Angaben 59 Mio. Messgeräte im Einsatz. 2025 übernahm ein Konsortium um Partners Group das Unternehmen.

      Quelle: Techem, Unternehmensseite (Kennzahlen)
    3. Hamburg, Köln und München

      Wohnungen / Nutzeinheiten
      3 Mio.
      Abgrenzung laut Angabe
      Nutzeinheiten Deutschland
      Umsatz
      nicht veröffentlicht

      Unternehmensgruppe aus drei rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Häusern in Hamburg, Köln und München mit zusammen rund 2.200 Mitarbeitenden und 25 Mio. Geräten.

      Quelle: BRUNATA-METRONA, Wer wir sind
    4. Hamburg

      Wohnungen / Nutzeinheiten
      rund 2 Mio.
      Abgrenzung laut Angabe
      Wohneinheiten Deutschland
      Umsatz
      nicht veröffentlicht

      Messdienstleister für Verbrauchserfassung, Heiz- und Betriebskostenabrechnung, Rauchwarnmelderservice und Smart Metering; gehört zur noventic group, zu der auch der Gerätehersteller QUNDIS zählt.

      Quelle: Lobbyregister des Deutschen Bundestags, Eintrag KALORIMETA GmbH
    5. Leinfelden-Echterdingen

      Wohnungen / Nutzeinheiten
      über 1,7 Mio.
      Abgrenzung laut Angabe
      Heiz- und Betriebskostenabrechnungen pro Jahr in Deutschland (160.000 Liegenschaften)
      Umsatz
      nicht veröffentlicht

      Messdienstleister der familiengeführten Minol-ZENNER-Gruppe mit 19 Niederlassungen in Deutschland; nach eigenen Angaben werden jährlich über 11,6 Mio. Geräte abgelesen oder gewartet.

      Quelle: Brunata Minol, Über uns

    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Rangfolge nach der veröffentlichten Zahl betreuter Wohnungen bzw. Nutzeinheiten. Die Abgrenzungen unterscheiden sich: ista nennt Nutzeinheiten (Wohn- und Gewerbeeinheiten) weltweit, Techem Wohnungen weltweit, Brunata-Metrona und KALO Nutzeinheiten bzw. Wohneinheiten in Deutschland, Brunata Minol die Zahl der jährlichen Heiz- und Betriebskostenabrechnungen in Deutschland.
    • Der Abstand zwischen ista (14,5 Mio. Nutzeinheiten) und Techem (13,7 Mio. Wohnungen) liegt innerhalb der unterschiedlichen Abgrenzung und ist nicht belastbar. Beide Unternehmen liegen nach jeder veröffentlichten Kennzahl deutlich vor den übrigen Anbietern.
    • Die vom Bundestag-Lobbyregister erfasste Branchenvertretung bved nennt ista, Techem, die Brunata-Metrona-Gruppe, Minol und Kalorimeta (KALO) als Beitragszahler mit jeweils mehr als 10 % der Mitgliedsbeiträge. Diese fünf Unternehmen bilden die Liste.
    • Nicht aufgenommen wurden regionale Messdienste (z. B. BFW Werner Völk, Delta-t, Messdienst Schmidt) und Energieversorger mit Messdienstangebot (z. B. MONTANA, Qivalo), weil sie keine Zahl betreuter Einheiten veröffentlichen. Softwareplattformen wie KUGU, deren Abrechnungssystem nach eigenen Angaben für über 500.000 Nutzeinheiten jährlich genutzt wird, sind keine Messdienstleister im engeren Sinn und würden Einheiten doppelt zählen.
    • Ein Ranking der Top 10 ist mit belegten Zahlen nicht möglich; nach Schätzungen aus Branchenvergleichen sind in Deutschland 200 bis 300 überwiegend regionale Messdienstleister aktiv. Die Liste umfasst deshalb fünf Einträge.
    • Umsätze sind nur angegeben, wenn das Unternehmen sie veröffentlicht; sie beziehen sich auf den Gesamtkonzern inklusive Auslandsgeschäft und Energiedienstleistungen.

    Betreute Wohnungen bzw. Nutzeinheiten

    100 %

    Vom Unternehmen veröffentlichte Zahl der betreuten Wohnungen, Nutzeinheiten oder jährlich erstellten Nutzerabrechnungen (Website, Geschäftsbericht, Lobbyregister des Bundestags). Keine Schätzungen.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting bietet im Rahmen des Betriebsführungs-Contractings auch Heizkostenabrechnungen für betreute Anlagen an und ist deshalb nicht Teil dieser Rangliste. Green Contracting steht mit keinem der genannten Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst; die Rangfolge beruht ausschließlich auf den veröffentlichten Kennzahlen.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 10. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Der Markt für Heizkostenabrechnung in Deutschland ist stark konzentriert. ista und Techem betreuen jeweils weit über zehn Millionen Einheiten und liegen damit um ein Vielfaches vor den nächstgrößeren Anbietern. Das Bundeskartellamt hat die Branche bereits 2017 in einer Sektoruntersuchung analysiert und dabei vor allem die langen Vertragslaufzeiten und die Kopplung von Gerätemiete und Abrechnung als Wechselhindernis beschrieben.

    Die Heizkostenverordnung verlangt seit Dezember 2021, dass neu installierte Zähler und Heizkostenverteiler fernablesbar sind; bestehende Geräte müssen bis Ende 2026 nachgerüstet oder ersetzt werden. Zugleich haben Bewohner bei fernablesbaren Geräten Anspruch auf monatliche Verbrauchsinformationen. Für die Messdienstleister bedeutet das einen großen Gerätetausch – und für Eigentümer die Gelegenheit, Verträge und Preise neu zu verhandeln.

    Der Trend geht zu Funk- und LoRaWAN-Netzen, digitalen Abrechnungsplattformen und gebäudeübergreifenden Messdiensten für Strom, Gas und Wärme. Mehrere Anbieter bieten inzwischen auch Energiemanagement und Wärmelieferung an; der Übergang zwischen Messdienst und Energiedienstleistung wird fließender.

    Für Hausverwaltungen und Eigentümer lohnt sich ein Blick auf die Kosten je Nutzeinheit, die Laufzeit der Gerätemiete und die Datenhoheit. Wer die Heizungsanlage per Contracting betreiben lässt, sollte zudem klären, wer die Wärmemengen misst und wie die Daten in die Heizkostenabrechnung und die CO₂-Kostenaufteilung einfließen.

    Häufige Fragen

    Welcher ist der größte Messdienstleister in Deutschland?

    Nach veröffentlichten Kennzahlen liegen ista (14,5 Mio. Nutzeinheiten weltweit) und Techem (13,7 Mio. Wohnungen weltweit) an der Spitze. Weil beide Zahlen unterschiedlich abgegrenzt sind, lässt sich nicht belastbar sagen, welcher der beiden größer ist; mit Abstand folgen Brunata-Metrona, KALO und Brunata Minol.

    Was kostet eine Heizkostenabrechnung pro Wohnung?

    Die Kosten setzen sich aus der Gerätemiete für Heizkostenverteiler und Wasserzähler, der Ablesung und der eigentlichen Abrechnung zusammen. Branchenvergleiche nennen je nach Ausstattung und Digitalisierungsgrad Gesamtkosten von etwa 50 bis über 150 € pro Wohnung und Jahr. Die Kosten können als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden.

    Kann man den Messdienstleister wechseln?

    Ja, nach Ablauf der Vertrags- und Mietlaufzeit der Geräte ist ein Wechsel möglich. Bei gemieteten Geräten müssen diese meist ausgetauscht werden, bei gekauften Geräten kann ein neuer Dienstleister die Ablesung und Abrechnung übernehmen. Die Pflicht zu fernablesbaren Geräten bis Ende 2026 ist ein typischer Anlass für einen Anbietervergleich.

    Müssen alle Zähler bis 2027 fernablesbar sein?

    Nach der Heizkostenverordnung müssen Zähler und Heizkostenverteiler, die vor dem 1. Dezember 2021 eingebaut wurden und nicht fernablesbar sind, bis zum 31. Dezember 2026 nachgerüstet oder ersetzt werden. Ab 2027 sind damit grundsätzlich alle Geräte fernablesbar.

    Wer erstellt die Heizkostenabrechnung beim Wärmecontracting?

    Beim Wärmecontracting rechnet der Contractor die gelieferte Wärme gegenüber dem Eigentümer ab. Die Verteilung auf die einzelnen Wohnungen nach Heizkostenverordnung übernimmt weiterhin ein Messdienstleister oder der Contractor selbst, wenn er diese Leistung anbietet.