Contracting · Kraft-Wärme-Kopplung

    BHKW-Contracting: Strom und Wärme aus einer Anlage – ohne Investition

    Mit BHKW-Contracting nutzen Sie Kraft-Wärme-Kopplung ohne Eigeninvestition: gleichzeitig Wärme und Strom – effizient, dezentral und förderfähig. Wir planen, finanzieren, bauen und betreiben das Blockheizkraftwerk.

    Kauf oder Contracting?
    • Projekt-Check kostenfrei & unverbindlich
    • Auslegung, Lieferung, Einbau, Inbetriebnahme
    • Optional: Betrieb & Wartung aus einer Hand

    Unsere Förderpartner

    Konventionelle Heizungen verschenken Energie

    Viele Bestandsanlagen erzeugen nur Wärme. Ein großer Teil des Energiepotenzials bleibt ungenutzt – während Strom vollständig aus dem Netz bezogen wird.

    0%Wirkungsgrad alter Kessel
    0 kWhEigenstrom ohne BHKW
    0%Abhängigkeit vom Stromnetz

    Die tatsächlichen Werte hängen von Anlage, Gebäudelast und Betriebsweise ab – wir prüfen das im Projekt-Check.

    ZWEI MODELLE

    Zwei Wege zum BHKW: Kauf oder Contracting

    Je nach Strategie und Budget bieten wir Ihnen zwei Umsetzungsmodelle. In beiden Fällen gilt: Das BHKW erzeugt Wärme und Strom – die wirtschaftliche Logik entsteht durch optimale Auslegung, Eigenstromnutzung und saubere Betriebsführung.

    BHKW kaufen (Eigentum)

    • •Sie investieren in die Anlage und profitieren direkt von Strom- und Wärmeerzeugung.
    • •Ideal, wenn Sie selbst Eigentümer bleiben und langfristig planen.
    • •Wir übernehmen Auslegung, Lieferung, Einbau, Inbetriebnahme – auf Wunsch inkl. Wartungsvertrag.
    Ohne Investition

    BHKW Contracting (ohne Investition)

    • •Wir finanzieren/stellen die Anlage – Sie beziehen Wärme (und je nach Modell auch Strom) planbar über Vertrag.
    • •Instandhaltung, Betrieb, Monitoring und Wartung können vollständig bei uns liegen.
    • •Besonders attraktiv, wenn Sie Modernisierung ohne Kapitalbindung umsetzen wollen.

    Welches Modell besser passt, hängt von Verbrauch, Lastprofil, Heizraum, Laufzeit und Eigentümerstruktur ab – das klären wir im kostenlosen Projekt-Check.

    So funktioniert ein BHKW

    Gas (oder ein anderer geeigneter Brennstoff) treibt im BHKW einen Motor oder eine Turbine an. Dabei entsteht Strom. Die entstehende Wärme wird über Wärmetauscher abgegriffen und für Heizung und Warmwasser genutzt. Der Strom wird entweder direkt im Objekt verwendet (Eigenstrom) oder – je nach Anschluss- und Messkonzept – ins Netz eingespeist.

    BHKW Schema: Gas → Wärme + Strom → Gebäude / Netz

    Wichtig für die Wirtschaftlichkeit:

    • Möglichst gleichmäßiger Wärmebedarf (lange Laufzeiten)
    • Hohe Eigenstromnutzung (z. B. Allgemeinstrom, Gewerbelasten, Technik)
    • Passende Dimensionierung – nicht zu groß, sondern passend

    Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) gehört zu den effizientesten Wärmeerzeugungstechnologien überhaupt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme aus einem Brennstoff – Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – erreicht ein BHKW Gesamtwirkungsgrade von bis zu 95 Prozent. Der größte Nachteil bisher: hohe Investitionskosten von 30.000 bis über 200.000 Euro. BHKW-Contracting löst dieses Problem vollständig.

    Was ist BHKW-Contracting?

    Beim BHKW-Contracting übernimmt ein Contractor die Investition, den Einbau und den Betrieb des Blockheizkraftwerks. Er plant die Anlage passend zum Gebäude, beschafft alle notwendigen Genehmigungen, kümmert sich um die KWK-Registrierung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und betreibt das BHKW professionell.

    Der Eigentümer erhält Wärme und optional Mieterstrom – ohne eigene Investition, ohne Betriebsaufwand, ohne technisches Risiko. BHKW-Contracting ist eine Form des Wärmecontractings; alle Modelle im Überblick zeigt die Seite Contracting.

    Wie funktioniert ein BHKW im Detail?

    Ein Blockheizkraftwerk besteht aus einem Verbrennungsmotor, der mit Erdgas, Biomethan oder in Zukunft Wasserstoff betrieben wird. Der Motor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die Motorabwärme – Wasser- und Abgaswärme – wird über Wärmetauscher in das Heizungssystem des Gebäudes eingespeist.

    Typische Leistungsklassen für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe:

    • Mini-BHKW (bis 15 kWel): Für kleinere MFH (6–15 WE), Arztpraxen, kleine Hotels
    • BHKW (15–50 kWel): Für mittlere MFH (15–40 WE), Gewerbeobjekte
    • Groß-BHKW (50–400 kWel): Für Wohnanlagen, Pflegeheime, Industriebetriebe

    Wann lohnt sich BHKW-Contracting?

    Ein BHKW im Contracting lohnt sich besonders dann, wenn:

    Hoher Jahresbetriebsbedarf: BHKW arbeiten wirtschaftlich, wenn sie mindestens 4.000 Vollbetriebsstunden pro Jahr erreichen. Das erfordert einen kontinuierlichen Wärme- und Strombedarf – gegeben bei Mehrfamilienhäusern, Pflegeheimen, Hotels, Schwimmbädern.

    Mieterstrom-Potenzial vorhanden: Der selbst erzeugte Strom kann als Mieterstrom an die Bewohner verkauft werden – günstiger als der Netzstrom, aber einträglich für den Contractor (was sich in günstigeren Wärmepreisen für den Eigentümer niederschlägt). Die rechtlichen Lieferwege dafür beschreibt die Seite Strom-Contracting.

    Bestandsgebäude mit hoher Vorlauftemperatur: Anders als Wärmepumpen liefert ein BHKW problemlos Vorlauftemperaturen von 70–90 °C, ideal für alte Heizungssysteme.

    Schnelle CO₂-Reduktion angestrebt: Mit zertifiziertem Biomethan ist ein BHKW sofort nahezu CO₂-neutral und übertrifft schon heute die Bio-Treppe, die das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, seit 29.07.2026 anstelle des GEG) für neue Gasanlagen vorsieht (10 Prozent ab 2029 bis 60 Prozent ab 2040).

    KWK-Förderung: Was bringt das KWKG?

    Viele kennen BHKW vor allem als „Heizung“. Tatsächlich kann ein BHKW durch Stromerzeugung, Eigenstromnutzung und – je nach Projekt – Einspeisung wirtschaftlich besonders interessant sein. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) fördert Blockheizkraftwerke mit einer Einspeisevergütung für den ins Netz gelieferten Strom sowie Steuervergünstigungen auf den selbst verbrauchten Strom. Für neue Anlagen bis 50 kWel gilt aktuell:

    • Einspeisevergütung: ca. 8 Cent/kWh für ins Netz eingespeisten KWK-Strom (10 Jahre)
    • Steuerbefreiung Eigenverbrauch: Keine Energiesteuer auf selbst genutzten Strom
    • Investitionszuschuss: Für hocheffiziente KWK-Anlagen über die BEG möglich

    Beim BHKW-Contracting beantragt und verwaltet der Contractor alle KWK-Förderungen. Die Erträge fließen in günstigere Contracting-Preise für den Eigentümer. Förderfähigkeit und Vergütung hängen von Gesetzeslage, Anlagentyp, Netzbetreiberanforderungen und Projektparametern ab.

    Ablauf BHKW-Contracting bei Green Contracting

    1. Kostenlose Erstanalyse: Prüfung des Jahres-Wärme- und Strombedarfs, Lastprofil, Gebäudestruktur, vorhandene Heizzentrale
    2. Technische Machbarkeitsstudie: Dimensionierung des BHKW und Betriebsstrategie, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Fördermittelcheck
    3. Angebot und Vertrag: Transparentes Angebot mit Grund- und Arbeitspreis, klare Vertragsbedingungen
    4. Genehmigungen: BAFA-Registrierung, KWK-Anmeldung, Netzbetreiberanmeldung – alles durch Green Contracting
    5. Installation: Einbau inklusive Peripherie und Messkonzept in 2–4 Wochen, Unterbrechung des laufenden Heizbetriebs auf ein Minimum reduziert
    6. Inbetriebnahme und Monitoring: Einregulierung und Dokumentation, 24/7-Fernüberwachung, automatische Störungsmeldung, regelmäßige Wartung

    BHKW-Contracting: Typische Kosten

    Als Orientierung für ein BHKW im Contracting bei einem mittleren Mehrfamilienhaus (15–25 WE):

    • Grundpreis: ca. 600–1.200 €/Monat
    • Wärme-Arbeitspreis: ca. 0,08–0,12 €/kWh
    • Strom: Je nach Mieterstrommodell entweder Einsparung über Mieterstrom oder Direktabrechnung

    Im Vergleich zum Eigenbetrieb eines vergleichbaren BHKW (Investition + Betrieb + Wartung) liegt Contracting in der Regel auf ähnlichem oder günstigerem Niveau – ohne Kapitalbindung und ohne Risiko. Weiterführend: BHKW vs. Wärmepumpe im Vergleich und Contracting vs. Eigeninvestition (CAPEX oder OPEX).

    Vorteile eines BHKW

    Bis zu 90% Wirkungsgrad

    Durch gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung wird ein sehr hoher Gesamtwirkungsgrad erreicht.

    Bis zu 40% weniger CO₂

    Je nach Ausgangsanlage können Emissionen deutlich sinken – insbesondere durch effiziente KWK und Eigenstromnutzung.

    Stromproduktion vor Ort

    Eigener Strom für Allgemeinstrom, Techniklasten oder Einspeisung – je nach Konzept.

    Versorgungssicherheit

    Dezentrale Erzeugung reduziert Abhängigkeit vom Stromnetz (im Rahmen der technischen Möglichkeiten).

    BHKW-Anlage im Technikraum
    EIGNUNGS-CHECK

    Für wen eignet sich ein BHKW?

    Ideal für

    • Mehrfamilienhäuser ab ca. 6 Wohneinheiten
    • Wohnquartiere und Siedlungen
    • Hotels mit konstantem Wärmebedarf
    • Gewerbeobjekte mit hohem Energiebedarf
    • Pflegeheime und Krankenhäuser

    Weniger geeignet, wenn

    • Sehr geringer oder stark saisonaler Wärmebedarf
    • Keine langen Laufzeiten erreichbar
    • Fehlender Platz / Heizraumrestriktionen (prüfbar)
    • Wärmelastprofil passt nicht zur KWK-Betriebsweise (prüfbar)
    FAQ

    Häufige Fragen zu BHKWs

    Wie funktioniert ein BHKW?

    Ein Blockheizkraftwerk nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Aus Erdgas oder Biogas wird gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Der Gesamtwirkungsgrad liegt bei über 90%, weil die Abwärme direkt zum Heizen und für Warmwasser genutzt wird.

    Welche Brennstoffe kann ein BHKW nutzen?

    Unsere BHKWs werden primär mit Erdgas betrieben. Für noch höhere CO₂-Einsparungen ist auch der Betrieb mit Biogas möglich. Welcher Brennstoff wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, prüfen wir objektbezogen im Projekt-Check.

    Was passiert mit dem erzeugten Strom?

    Der Strom wird vor Ort genutzt – für Allgemeinstrom, Techniklasten oder andere Verbraucher. Überschüssiger Strom kann je nach Anschluss- und Messkonzept ins Netz eingespeist werden.

    Wie laut ist ein BHKW?

    Die Lautstärke hängt von Leistung, Schallschutzkapselung und Aufstellraum ab. Moderne BHKWs werden standardmäßig schallgedämmt. In üblichen Heizräumen ist die Geräuschentwicklung im Wohnbereich nicht wahrnehmbar.

    Wie groß muss das Gebäude sein?

    Entscheidend ist nicht nur die Gebäudegröße, sondern der Wärmebedarf und das Lastprofil. Als Richtwert: Ab ca. 6 Wohneinheiten bzw. einem Wärmebedarf von mindestens 50.000 kWh/Jahr kann sich ein BHKW lohnen.

    Wer wartet das BHKW?

    Im Contracting-Modell übernehmen wir die komplette Wartung und Instandhaltung über die Vertragslaufzeit. Beim Kauf bieten wir optionale Wartungsverträge an.

    Welche Förderungen gibt es für BHKWs?

    Je nach Anlagengröße, Brennstoff und Einsatzbereich können verschiedene Förder- und Vergütungsmechaniken greifen. Wir prüfen im Projekt-Check objektbezogen, welche Optionen bestehen.

    Kann ein BHKW mit einer Wärmepumpe kombiniert werden?

    Ja, die Kombination ist oft ideal: Das BHKW deckt die Grundlast und erzeugt Strom für die Wärmepumpe. Die Wärmepumpe übernimmt bei milden Temperaturen.
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