Technik · Wärme erzeugen

    Blockheizkraftwerk: Strom und Wärme zugleich

    Stand: 6. November 2026

    Interaktiv: Aufbau abspielen, durch die Energie-Reise fliegen, einzelne Bauteile anklicken. Hell-/Dunkelmodus und Touch werden unterstützt.

    Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk?

    Ein Motor treibt einen Generator und erzeugt Strom. Seine Abwärme aus Kühlwasser und Abgas wird über Wärmetauscher als Heizwärme genutzt. Durch diese Kraft-Wärme-Kopplung wird der Brennstoff doppelt verwertet, der Gesamtwirkungsgrad erreicht bis zu rund 90 Prozent.

    • ~90 %Gesamtwirkungsgrad (Strom + Wärme)
    • 30–40 %elektrischer Wirkungsgrad
    • 50–55 %thermischer Wirkungsgrad

    Kraft-Wärme-Kopplung Schritt für Schritt

    Ein BHKW ist im Kern ein Motor mit Generator, der zusätzlich seine Abwärme nutzt. Weil Strom dort entsteht, wo die Wärme gebraucht wird, entfallen die großen Übertragungsverluste zentraler Kraftwerke.

    1. Motor: Verbrennt Gas (oder Biomethan) und treibt den Generator an.
    2. Generator: Erzeugt Strom, der im Gebäude verbraucht oder eingespeist wird.
    3. Abgas- und Kühlwasser-Wärmetauscher: Entziehen dem Motor die Abwärme und übertragen sie ans Heizwasser.
    4. Pufferspeicher: Entkoppelt Wärmeerzeugung und -verbrauch, damit das BHKW gleichmäßig läuft.

    Wann sich ein BHKW lohnt

    Ein BHKW wird wärmegeführt betrieben: Es lohnt sich dort, wo über viele Stunden im Jahr gleichzeitig Wärme und Strom gebraucht werden – etwa in Mehrfamilienhäusern, Pflegeheimen, Schwimmbädern oder Quartieren. Je mehr Betriebsstunden, desto wirtschaftlicher.

    Green Contracting plant, finanziert und betreibt BHKW im Contracting; häufig in Kombination mit einer Wärmepumpe als Hybrid-System und einem Pufferspeicher.

    Häufige Fragen

    Was heißt wärmegeführter Betrieb?

    Das BHKW läuft nach dem Wärmebedarf des Gebäudes, nicht nach dem Strombedarf. Der erzeugte Strom ist dann ein Nebenprodukt, das selbst genutzt oder eingespeist wird. Ein Pufferspeicher sorgt dafür, dass das BHKW nicht ständig takten muss.

    Womit wird ein BHKW betrieben?

    Meist mit Erdgas, zunehmend auch mit Biomethan oder perspektivisch mit Wasserstoff-Beimischung. Der Brennstoff bestimmt die CO₂-Bilanz; mit Biomethan läuft ein BHKW weitgehend klimaneutral.

    Wie unterscheidet sich ein BHKW von einer Wärmepumpe?

    Eine Wärmepumpe verbraucht Strom, um Umweltwärme nutzbar zu machen. Ein BHKW verbrennt Brennstoff und erzeugt dabei Strom und Wärme. Beide ergänzen sich: In Hybrid-Systemen deckt die Wärmepumpe die Grundlast, das BHKW Spitzen und den Strombedarf.

    Ab welcher Größe lohnt sich ein BHKW?

    Als Orientierung braucht es einen hohen, gleichmäßigen Wärmebedarf über viele Stunden im Jahr. Einzelne Gebäude erreichen das oft erst als Mehrfamilienhaus; kleinere Objekte lassen sich zu einem Nahwärme-Quartier bündeln.

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