Wie funktioniert eine Luft-Wärmepumpe?
Ein Ventilator saugt Außenluft durch den Verdampfer, in dem ein Kältemittel verdampft und Umweltwärme aufnimmt. Der Verdichter hebt Druck und Temperatur, der Verflüssiger gibt die Wärme ans Heizwasser ab, das Expansionsventil schließt den Kreis. So werden aus 1 kWh Strom rund 3 bis 4 kWh Wärme.
- 3–4,5COP bei A2/W35 (Luft 2 °C, Vorlauf 35 °C)
- 3–4typische Jahresarbeitszahl (JAZ) im Bestand
- bis −20 °CBetrieb auch bei tiefen Außentemperaturen
Der Kältekreis Schritt für Schritt
Die Luft-Wärmepumpe nutzt denselben Kreisprozess wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt: Sie macht Umweltwärme nutzbar, statt Innenraum zu kühlen. Vier Bauteile bilden den geschlossenen Kältekreis.
- Verdampfer: Die angesaugte Außenluft gibt Wärme an das flüssige Kältemittel ab, das dabei schon bei tiefen Temperaturen verdampft.
- Verdichter: Er komprimiert das Gas, wodurch Druck und Temperatur stark steigen – das ist der einzige Schritt, der nennenswert Strom verbraucht.
- Verflüssiger: Das heiße Kältemittel gibt die Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig.
- Expansionsventil: Es senkt den Druck schlagartig, Temperatur und Druck fallen, und der Kreis beginnt von vorn.
Was COP und JAZ bedeuten
Der COP ist das Verhältnis aus abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom im Prüfpunkt, die JAZ derselbe Wert über das ganze Jahr im realen Betrieb. Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto höher beide Werte – Flächenheizungen und gut gedämmte Gebäude sind deshalb im Vorteil.
In der animierten Darstellung oben spiegelt das Manometer die Vorlauftemperatur: Steigt sie, sinkt der COP, weil der Verdichter mehr leisten muss.
Luft-Wärmepumpe im Wärmepumpen-Abo
Beim Wärmepumpen-Abo von Green Contracting planen, finanzieren, bauen und betreiben wir die Anlage. Sie zahlen eine monatliche Rate statt einer hohen Anfangsinvestition und müssen sich um Wartung und Störungsdienst nicht kümmern.
Die Luft-Wärmepumpe ist der Standard beim Heizungstausch, weil sie ohne Bohrung oder Erdarbeiten auskommt. Wo Platz und Untergrund es zulassen, erreicht die Erdwärme-Wärmepumpe noch höhere Jahresarbeitszahlen.
Häufige Fragen
Funktioniert eine Luft-Wärmepumpe auch im Winter?
Ja. Moderne Geräte arbeiten bis etwa −20 °C Außentemperatur. Bei Kälte sinkt der Wirkungsgrad, weil die Temperaturdifferenz größer wird, aber die Wärmepumpe liefert weiter Wärme. Ein Pufferspeicher und eine passende Auslegung glätten die kalten Tage.
Welches Kältemittel wird verwendet?
Zunehmend natürliche Kältemittel wie Propan (R290) mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial. Sie erreichen hohe Vorlauftemperaturen und sind zukunftssicher gegenüber den F-Gas-Regeln.
Wie laut ist eine Luft-Wärmepumpe?
Die Außeneinheit erzeugt Geräusche vor allem durch den Ventilator. Drehzahlgeregelte Geräte laufen im Teillastbetrieb leise; mit richtiger Aufstellung und Abstand werden die nachts geltenden Immissionsrichtwerte in der Regel eingehalten.
Braucht die Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?
Nicht zwingend, aber niedrige Vorlauftemperaturen erhöhen die Effizienz. Oft genügen größere Heizkörper in einzelnen Räumen. In der Planung prüfen wir, welche Vorlauftemperatur Ihr Gebäude braucht.