Technik · Wärme erzeugen

    Solarthermie: Wärme direkt aus der Sonne

    Stand: 6. November 2026

    Interaktiv: Aufbau abspielen, durch die Energie-Reise fliegen, einzelne Bauteile anklicken. Hell-/Dunkelmodus und Touch werden unterstützt.

    Wie funktioniert eine Solarthermie-Anlage?

    Ein Kollektor auf dem Dach erwärmt einen Wärmeträger, der über einen Wärmetauscher den Speicher auflädt. Die Solarthermie deckt vor allem Warmwasser und unterstützt die Heizung – ganz ohne Strom für die Wärmeerzeugung. Typisch sind Erträge von 350 bis 500 kWh je Quadratmeter Kollektorfläche und Jahr.

    • 350–500kWh je m² Kollektorfläche und Jahr
    • Flach / RöhreFlachkollektor oder Vakuumröhre
    • 0 kWh Stromfür die Wärmeerzeugung selbst

    Vom Sonnenlicht in den Speicher

    Solarthermie wandelt Strahlung direkt in Wärme – anders als die Photovoltaik, die Strom erzeugt. Ein geschlossener, frostsicherer Kreislauf transportiert die Wärme vom Dach in den Speicher.

    1. Kollektor: Die Glasabdeckung lässt Licht auf den dunklen Absorber, der sich stark erhitzt.
    2. Absorber und Solarkreis: Der Wärmeträger nimmt die Wärme auf und wird von der Solarpumpe umgewälzt.
    3. Wärmetauscher: Er überträgt die Wärme auf das Speicherwasser.
    4. Schichtspeicher: Oben sammelt sich das heiße Wasser für Warmwasser und Heizungsunterstützung.

    Solarthermie als Ergänzung zur Wärmepumpe

    Im Sommer deckt Solarthermie oft den kompletten Warmwasserbedarf und entlastet so die Wärmepumpe, die dann weniger Strom zieht. In der Übergangszeit unterstützt sie die Heizung.

    Ein ausreichend großer Pufferspeicher ist dabei entscheidend, weil Sonnenangebot und Wärmebedarf zeitlich auseinanderfallen.

    Häufige Fragen

    Solarthermie oder Photovoltaik – was ist besser?

    Beides nutzt die Sonne, aber unterschiedlich: Solarthermie erzeugt Wärme, Photovoltaik Strom. Wo der Strom vielseitig genutzt wird (Wärmepumpe, Haushalt, E-Auto), ist PV oft flexibler. Solarthermie punktet bei hohem Warmwasserbedarf auf begrenzter Dachfläche.

    Deckt Solarthermie den ganzen Wärmebedarf?

    In der Regel nicht. Sie liefert im Sommer viel, im Winter wenig Wärme. Deshalb ist sie eine Ergänzung zu einem Hauptwärmeerzeuger wie Wärmepumpe, BHKW oder Kessel, nicht dessen Ersatz.

    Was passiert bei zu viel Sonne im Sommer?

    Erreicht der Speicher seine Höchsttemperatur, geht die Anlage in Stagnation: Die Pumpe schaltet ab, der Wärmeträger im Kollektor verdampft kontrolliert. Richtig ausgelegte Anlagen halten das problemlos aus.

    Flachkollektor oder Vakuumröhre?

    Flachkollektoren sind günstiger und robust, Vakuumröhren liefern bei gleicher Fläche etwas mehr Ertrag, vor allem im Winter und bei diffusem Licht. Die Wahl hängt von Dachfläche, Budget und Einsatzzweck ab.

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