Heizen & Sparen

    Duschen oder Baden: Was verbraucht wirklich mehr Wasser?

    Verbraucht Duschen weniger Wasser als Baden?

    Duschen ist meist sparsamer, aber nicht immer. Ein Vollbad braucht im Schnitt etwa 150 Liter. Ein normaler Duschkopf mit 10 bis 12 Litern pro Minute kommt in 8 Minuten auf rund 96 Liter. Eine Regendusche mit bis zu 20 Litern pro Minute erreicht die 150 Liter dagegen schon nach 7,5 Minuten.

    Duschen oder Baden: Was braucht mehr Wasser?0:53 Min.
    Transkript lesen

    Duschen ist immer sparsamer als Baden? Nicht unbedingt! Ein Vollbad braucht im Schnitt etwa 150 Liter. Ein normaler Duschkopf: zehn bis zwölf Liter pro Minute. Acht Minuten – 96 Liter. Die Dusche liegt noch vorn. Aber mit Regendusche? Bis zu zwanzig Liter pro Minute! Nach siebeneinhalb Minuten: 150 Liter. Eine ganze Badewanne! Die Lösung: ein Sparduschkopf mit unter neun Litern pro Minute. Das ist bis zu halb so viel Wasser – und halb so viel Energie fürs Warmwasser. Mach den Eimer-Test: Zehn-Liter-Eimer drunter. Ist er in unter einer Minute voll, ist dein Duschkopf zu durstig. Wie lange duschst du? Schreib's in die Kommentare!

    Im Video stehen eine Badewanne und eine Dusche nebeneinander, darüber laufen Literanzeige und Stoppuhr. Zuerst läuft ein normaler Duschkopf, dann eine Regendusche, die nach 7,5 Minuten so viel Wasser verbraucht hat wie das Vollbad. Zum Schluss zeigen ein Sparduschkopf und der Eimer-Test, wie Sie den Verbrauch deutlich senken.

    Wie viel Wasser braucht ein Vollbad?

    Ein Vollbad braucht laut co2online im Schnitt etwa 150 Liter Wasser. Fast alles davon wird erwärmt. Deshalb kostet ein Bad nicht nur Wasser, sondern vor allem Energie für das Warmwasser. Die genaue Menge hängt von der Größe der Wanne und davon ab, wie voll Sie sie laufen lassen.

    Bei der Frage „Duschen oder Baden?“ geht es also vor allem um warmes Wasser. Kaltes Wasser ist vergleichsweise günstig, das Aufheizen dagegen kostet Strom, Gas oder Öl – je nachdem, wie Ihr Warmwasser erzeugt wird. Aktuelle Preise finden Sie in unserem Energiepreis-Überblick. Ein Vollbad ist ein guter Maßstab: Wer weiß, wie viel Wasser seine Dusche pro Minute verbraucht, kann einfach ausrechnen, nach wie vielen Minuten die Menge einer Badewanne erreicht ist. Das Ergebnis überrascht viele, denn es hängt stark vom Duschkopf ab.

    Wie viel Liter verbraucht eine Dusche pro Minute?

    Einfache Duschköpfe verbrauchen laut Verbraucherzentrale 10 bis 12 Liter pro Minute, das Umweltbundesamt nennt für herkömmliche Brausen 12 bis 15 Liter. Regenduschen kommen auf bis zu 20 Liter pro Minute. Sparduschköpfe liegen unter 9 Litern, nach Angaben des Umweltbundesamts bei 6 bis 9 Litern.

    Bei 8 Minuten Duschzeit mit einem normalen Duschkopf und 12 Litern pro Minute fließen rund 96 Liter. Damit liegt die Dusche noch klar unter dem Vollbad. Der Abstand schmilzt aber schnell, wenn Sie länger duschen oder eine Brause mit hohem Durchfluss haben. Die Werte gelten für jede Minute, in der das Wasser tatsächlich läuft. Wer beim Einseifen das Wasser abstellt, verbraucht entsprechend weniger. Wer dagegen gern ausgiebig unter der warmen Brause steht, sollte den Durchfluss seines Duschkopfs kennen.

    Verbraucht eine Regendusche mehr Wasser als ein Bad?

    Eine Regendusche kann tatsächlich so viel verbrauchen wie ein Bad. Mit bis zu 20 Litern pro Minute sind nach 7,5 Minuten 150 Liter durchgelaufen – so viel wie ein durchschnittliches Vollbad. Wer länger unter der Regendusche steht, verbraucht sogar mehr Wasser als in der Badewanne.

    Regenduschen sind beliebt, weil sich der breite Strahl angenehm anfühlt. Dieser Komfort braucht aber viel Wasser und damit viel Energie zum Erwärmen. Die Aussage „Duschen ist immer sparsamer als Baden“ stimmt deshalb nicht. Sie gilt nur, solange Duschkopf und Duschzeit im Rahmen bleiben. Wer auf seine Regendusche nicht verzichten möchte, kann bewusst kürzer duschen. Inzwischen gibt es auch große Kopfbrausen mit wassersparender Technik. Achten Sie beim Kauf auf die Angabe des Durchflusses in Litern pro Minute.

    Lohnt sich ein Sparduschkopf?

    Ein Sparduschkopf mit weniger als 9 Litern pro Minute verbraucht bis zu halb so viel Wasser wie eine herkömmliche Brause. Weil fast das ganze Duschwasser erwärmt wird, sinkt auch die Energie für das Warmwasser im gleichen Maß. Sparduschköpfe sind günstig zu haben und schnell montiert.

    Sparduschköpfe mischen dem Wasser oft Luft bei oder bündeln den Strahl. Dadurch fühlt sich das Duschen kaum anders an, obwohl weniger Wasser fließt. Der Austausch ist meist ohne Werkzeug möglich: alten Kopf abschrauben, neuen aufschrauben. Wichtig ist ein Blick auf Ihre Warmwasserbereitung. Ältere hydraulische Durchlauferhitzer brauchen einen gewissen Mindestdurchfluss, um anzuspringen. Prüfen Sie in diesem Fall die Herstellerangaben oder fragen Sie einen Fachbetrieb, ob der Sparduschkopf passt. Bei Warmwasserspeichern und elektronischen Durchlauferhitzern gibt es dieses Problem in der Regel nicht.

    Wie funktioniert der Eimer-Test für den Duschkopf?

    Stellen Sie einen 10-Liter-Eimer unter die aufgedrehte Dusche und stoppen Sie die Zeit. Ist der Eimer in weniger als einer Minute voll, verbraucht Ihr Duschkopf mehr als 10 Liter pro Minute und ist zu durstig. Beispiel der Verbraucherzentrale: 10 Liter in 50 Sekunden entsprechen 12 Litern pro Minute.

    Der Test dauert höchstens eine Minute und zeigt schwarz auf weiß, wie viel Wasser Ihre Dusche durchlässt. Drehen Sie das Wasser so weit auf, wie Sie es beim Duschen normalerweise tun – sonst ist das Ergebnis geschönt. Ein Eimer mit Literskala macht das Ablesen einfacher. Liegt Ihr Ergebnis deutlich über dem Wert eines Sparduschkopfs, lohnt sich der Tausch. Wiederholen Sie den Test nach der Montage: So sehen Sie direkt, wie viel Wasser und damit Warmwasser-Energie Sie bei jedem Duschen sparen.

    Wie spare ich beim Duschen Wasser und Energie?

    Die drei wichtigsten Hebel sind ein Duschkopf mit niedrigem Durchfluss, eine kürzere Duschzeit und das Abstellen des Wassers beim Einseifen. Wer eine Regendusche hat, sollte sie gezielt einsetzen. So sinken Wasserverbrauch und Warmwasserkosten gleichzeitig, ohne dass Sie auf eine warme Dusche verzichten müssen.

    Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Je heißer Sie duschen, desto mehr Energie steckt in jedem Liter. Eine Thermostat-Armatur hält die Temperatur konstant, sodass beim Nachregeln kein Wasser ungenutzt in den Abfluss läuft. Wie teuer Warmwasser bei Ihnen ist, hängt von Ihrer Heizungsart und den Energiepreisen ab. Wer ohnehin über eine neue Heizung nachdenkt, die auch das Warmwasser bereitet, findet beim WärmeAbo von Green Contracting eine Wärmepumpe ohne eigene Investition.

    Duschen ist nur sparsamer, solange der Duschkopf mitspielt: Füllt er den 10-Liter-Eimer in unter einer Minute, ist er zu durstig.

    Ihre eigene Zahl statt Durchschnitt: Rechnen Sie es gratis nach.