Heizen & Sparen

    Richtig lüften: Stoßlüften statt Fenster auf Kipp

    Wie lüftet man im Winter richtig?

    Im Winter lüften Sie am besten per Stoßlüften: Thermostat zudrehen, Fenster ganz öffnen und nach etwa 5 Minuten wieder schließen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt das mindestens 3- bis 4-mal täglich. Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht dagegen kaum Luft aus, kühlt die Wand aus und erhöht die Schimmelgefahr.

    Fenster auf Kipp? Richtig lüften im Winter0:34 Min.
    Transkript lesen

    Fenster auf Kipp? Das kostet dich jeden Winter richtig Geld! Beim Kippen gibt's kaum Luftaustausch. Die Wand am Fenster kühlt aus – und Schimmel wird wahrscheinlicher. Besser: Thermostat zu, Fenster ganz auf – im Winter reichen etwa fünf Minuten. Drei- bis viermal am Tag. Danach Fenster zu und Thermostat wieder auf. Stoß- statt Kipplüften spart laut co2online rund achtzig Euro im Jahr! Und wie lüftest du? Schreib's in die Kommentare!

    Das Video startet mit einem gekippten Fenster und zeigt, was dabei passiert: kaum Luftaustausch, eine auskühlende Wand und steigende Schimmelgefahr. Danach führen vier Schritte durchs Stoßlüften – Thermostat zu, Fenster ganz auf, mehrmals am Tag wiederholen, Thermostat wieder auf. Zum Schluss erscheint die Ersparnis von rund 80 Euro pro Jahr.

    Warum ist Kipplüften im Winter schlecht?

    Ein gekipptes Fenster tauscht nur wenig Luft aus, lässt aber stundenlang Wärme entweichen. Laut Umweltbundesamt erhöhen Kippfenster den Energieverbrauch drastisch. Die Wand rund ums Fenster kühlt aus, warme Raumluft kondensiert an der kalten Fläche, und das Schimmelrisiko steigt. Frische Luft kommt trotzdem kaum herein.

    Das Problem ist der schmale Spalt: Durch ihn strömt wenig Frischluft herein, die verbrauchte, feuchte Luft bleibt größtenteils im Raum. Gleichzeitig zieht ständig kalte Luft an Laibung, Sturz und Fensterbank entlang. Diese Bauteile kühlen über Stunden aus. Trifft feuchte Raumluft auf solche kalten Oberflächen, schlägt sich Wasser nieder – genau dort bildet sich später gern Schimmel. Läuft darunter auch noch der Heizkörper, heizen Sie gewissermaßen direkt nach draußen. Die Wärme geht verloren, und der Raum wird trotzdem nicht richtig frisch.

    Wie funktioniert Stoßlüften richtig?

    Stoßlüften geht in vier Schritten: Thermostat zudrehen, Fenster ganz öffnen, im Winter etwa 5 Minuten lüften, dann Fenster schließen und Thermostat wieder aufdrehen. In kurzer Zeit wird die feuchte, verbrauchte Raumluft weitgehend ausgetauscht, während Wände und Möbel ihre gespeicherte Wärme behalten.

    Der Trick liegt in der Geschwindigkeit. Bei weit geöffnetem Fenster strömt kalte, trockene Außenluft schnell herein und verdrängt die feuchte, warme Luft. Wände, Böden und Möbel speichern dagegen viel Wärme und kühlen in den wenigen Minuten kaum ab. Nach dem Schließen erwärmt sich die frische Luft deshalb rasch wieder. Noch wirksamer ist Querlüften: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster oder Türen gleichzeitig, damit ein Durchzug entsteht. Das Thermostat drehen Sie vorher herunter, wie es auch co2online empfiehlt, damit der Heizkörper nicht gegen die kalte Luft anheizt.

    Wie lange und wie oft sollte man im Winter lüften?

    Im Winter reichen pro Lüftung etwa 3 bis 5 Minuten, so die Verbraucherzentrale (Stand September 2026). Sie empfiehlt mindestens 3 bis 4 Lüftungen am Tag. Das Umweltbundesamt nennt 2 bis 3 Mal täglich etwa 5 Minuten. Von Dezember bis Februar genügen laut co2online rund 5 Minuten.

    Je kälter es draußen ist, desto schneller tauscht sich die Luft aus. Deshalb ist die Lüftungszeit im Winter kürzer als im Frühjahr oder Herbst. Wie oft Sie lüften sollten, hängt davon ab, wie viel Feuchtigkeit in Ihrem Haushalt entsteht. Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und auch das Atmen in der Nacht geben viel Wasserdampf an die Raumluft ab. Lüften Sie deshalb gezielt nach dem Aufstehen, nach dem Kochen und nach dem Duschen. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, lüftet morgens und abends besonders gründlich.

    Wie viel spart Stoßlüften statt Kipplüften?

    Stoß- statt Kipplüften spart laut co2online rund 80 Euro im Jahr. Die Zahl gilt für einen Durchschnittshaushalt und beruht auf Energiepreisen von 2020. Bei heutigen Preisen kann der Betrag anders ausfallen. Hinzu kommt der Vorteil, dass Wände trocken bleiben und Schimmel seltener entsteht.

    Die Ersparnis entsteht, weil beim Stoßlüften viel weniger Wärme verloren geht. Beim Kippfenster entweicht über Stunden warme Luft, während der Heizkörper ständig nachliefert. Beim Stoßlüften dauert der Wärmeverlust nur wenige Minuten, und das Thermostat ist in dieser Zeit zu. Wie groß der Effekt bei Ihnen ist, hängt von Ihrer Heizart, der Wohnungsgröße und Ihrem bisherigen Lüftungsverhalten ab. Wer bisher stundenlang gekippt hat, spart mehr. Was Energie für Ihre Heizung aktuell kostet, zeigen unsere Energiepreise.

    Sollte man beim Lüften die Heizung ausmachen?

    Drehen Sie das Thermostat vor dem Lüften zu und danach wieder auf. Sonst misst es die kalte Luft am offenen Fenster und öffnet das Ventil ganz – die Wärme geht dann direkt nach draußen. Nach dem Schließen wird der Raum schnell wieder warm, weil Wände und Möbel ihre Wärme behalten haben.

    Das Thermostatventil reagiert auf die Lufttemperatur in seiner Nähe. Strömt beim Lüften kalte Luft darüber, „denkt“ es, der Raum sei ausgekühlt, und lässt so viel Heizwasser wie möglich durch. Für die wenigen Minuten ist es sinnvoller, das Ventil zu schließen. Wichtig ist, es danach nicht zu vergessen: Bleibt das Thermostat zu, kühlt der Raum aus, und es entstehen genau die kalten Wandflächen, die Schimmel begünstigen. Die zentrale Heizungsanlage im Keller müssen und sollten Sie zum Lüften nicht ausschalten.

    Wie verhindert richtiges Lüften Schimmel?

    Schimmel braucht Feuchtigkeit. Regelmäßiges Stoßlüften bringt den Wasserdampf aus Kochen, Duschen und Atmen nach draußen, bevor er sich an kalten Wänden niederschlägt. Ebenso wichtig ist, alle Räume ausreichend zu heizen. Kalte Wände und feuchte Luft zusammen sind das größte Risiko.

    Achten Sie besonders auf Außenecken, Fensterlaibungen und Wände hinter großen Schränken. Dort ist die Oberfläche oft kühler und die Luft zirkuliert schlecht. Stellen Sie Möbel deshalb mit etwas Abstand zur Außenwand auf. Wäsche trocknen Sie möglichst nicht in der Wohnung, oder Sie lüften dabei häufiger. Ein einfaches Hygrometer zeigt Ihnen, wie feucht die Raumluft ist, und erinnert ans Lüften. Wer dauerhaft Probleme hat oder eine automatische Lösung sucht, findet in unserem Markt Informationen zu Klima- und Lüftungsgeräten.

    Kurz und kräftig statt lang und gekippt: Thermostat zu, Fenster ganz auf, nach etwa 5 Minuten wieder zu.

    Ihre eigene Zahl statt Durchschnitt: Rechnen Sie es gratis nach.