Kostenloser Online-Rechner · ohne Anmeldung · Stand: September 2026

    Wärmepreis-Rechner: Wärmepreis berechnen und Preisgleitklausel simulieren

    Der Wärmepreis-Rechner fasst Grundpreis, Arbeitspreis und Mess- und Abrechnungspreis zu einem einzigen Vollkostenpreis in Cent je Kilowattstunde zusammen und schreibt ihn mit einer gewichteten Preisgleitklausel über zehn Jahre fort. So können Sie den Wärmepreis eines Contracting- oder Wärmeliefer-Angebots berechnen, mit anderen Angeboten vergleichen und sehen, wie stark die Preisgleitklausel den Preis in den kommenden Jahren bewegt – kostenlos, ohne Anmeldung und ohne dass eine Eingabe Ihren Browser verlässt.

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    Wärmepreis-Rechner: Vollkosten und Preisgleitklausel simulieren

    Grundpreis, Arbeitspreis und Messpreis sind einzeln nicht vergleichbar. Der Rechner macht daraus einen Vollkostenpreis je Kilowattstunde – und schreibt ihn mit Ihrer Preisgleitformel über zehn Jahre fort.

    Ohne Anmeldung · Ergebnis sofort · Regler verschieben und live vergleichen

    Eingaben

    Das Preisblatt

    60€/kW·a
    200kW
    11ct/kWh
    850€/a
    300.000kWh/a
    0%

    Dämmung, Fensterwechsel oder mildere Winter senken den Verbrauch – der Grundpreis bleibt. Der Regler zeigt, wie stark Ihr kWh-Preis dadurch steigt.

    Die Preisgleitformel

    60%

    Rest auf 100 %: Lohn 25 %, Investitionsgüter 15 %.

    25%
    4% p. a.

    Inklusive steigender CO₂-Bepreisung – der Treiber der kommenden Jahre bei fossilen Anlagen.

    3% p. a.
    2% p. a.
    Live-Ergebnis

    Vollkosten heute: 15,28 ct/kWh

    Der Fixkostenanteil liegt bei 28 % – eine ausgewogene Struktur. Ein sinkender Verbrauch schlägt damit weitgehend auf Ihre Rechnung durch.

    Jahreskosten heute

    45.850 €

    15,28 ct/kWh

    Fixkostenanteil

    28 %

    Grund- und Messpreis

    In 10 Jahren

    21,45 ct/kWh

    3.5 % p. a. gewichtet

    Summe 10 Jahre

    555.150 €

    Ihr Szenario, nominal

    Wärmepreis-Entwicklung über 10 Jahre

    Pneu = Palt × (60 % Brennstoff + 25 % Lohn + 15 % Investitionsgüter)

    J0J1J2J3J4J5J6J7J8J9J100 ct8 ct16 ct24 ct32 ct
    Rechenweg: Vollkosten = (Grundpreis × Anschlussleistung + Wärmebedarf × Arbeitspreis + Messpreis) ÷ Wärmebedarf. Die Fortschreibung nutzt eine gewichtete Preisgleitformel nach dem Muster des § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV: Die Summe der gewichteten Indexveränderungen ergibt die jährliche Steigerungsrate. Reale Klauseln verwenden konkrete Indexreihen des Statistischen Bundesamtes und Anpassungsstichtage – die Simulation ersetzt die Prüfung des Vertragstextes nicht.

    Ergebnis als PDF-Report

    Ihre Angaben und Ergebnisse übersichtlich als PDF – zum Ablegen, Weiterleiten oder für die nächste Besprechung. Wir senden Ihnen den Report zusätzlich per E-Mail.

    Ihr Angebot gegenprüfen lassen

    So funktioniert der Wärmepreis-Rechner

    Der Wärmepreis-Rechner ist in zwei Blöcke gegliedert: links das Preisblatt des Angebots, darunter die Preisgleitformel. Alle Werte stellen Sie mit Schiebereglern ein, das Ergebnis rechts aktualisiert sich sofort. Die Voreinstellungen sind Beispielwerte, keine Marktpreise – ersetzen Sie sie durch die Zahlen aus Ihrem Preisblatt.

    Grundpreis (€/kW·a)
    Der leistungsabhängige Festpreis je Kilowatt Anschlussleistung und Jahr. Beim Contracting deckt er typischerweise Investition, Kapitaldienst und Bereitstellung der Anlage und fällt unabhängig vom Verbrauch an.
    Anschlussleistung (kW)
    Die vertraglich vereinbarte Leistung aus Wärmeliefervertrag oder Preisblatt. Eine großzügig bemessene Leistung erhöht den festen Kostenblock dauerhaft.
    Arbeitspreis (ct/kWh)
    Der verbrauchsabhängige Preis je gelieferter Kilowattstunde Wärme – im Kern die Energie- und Brennstoffkosten.
    Mess- und Abrechnungspreis (€/a)
    Fester Jahresbetrag für Zähler, Ablesung und Abrechnung.
    Wärmebedarf (kWh/a)
    Die jährlich gelieferte Wärmemenge. Setzen Sie den Durchschnitt mehrerer Jahre an, nicht ein einzelnes besonders kaltes oder mildes Jahr.
    Erwarteter Verbrauchsrückgang (%)
    Simuliert Dämmung, Fenstertausch oder mildere Winter. Steht der Regler auf 0, rechnet das Tool beispielhaft mit 20 % Rückgang, um die Wirkung des Fixanteils sichtbar zu machen.
    Gewichte der Preisgleitformel (%)
    Anteil des Brennstoff- und des Lohnindex an der Formel. Der Rest auf 100 % entfällt automatisch auf den Investitionsgüterindex. Die tatsächlichen Gewichte stehen in Ihrer Preisänderungsklausel.
    Entwicklung der Indizes (% p. a.)
    Ihre Annahme, wie stark Brennstoffpreise, Löhne und Investitionsgüter jährlich steigen oder fallen. Der Brennstoffregler reicht von −4 bis +12 % pro Jahr.

    Die Formel: so rechnet der Wärmepreis-Rechner

    Der Wärmepreis-Rechner arbeitet mit wenigen, offengelegten Rechenschritten. Sie lassen sich mit jeder Tabellenkalkulation nachrechnen.

    GrößeRechenweg
    JahreskostenGrundpreis × Anschlussleistung + Wärmebedarf × Arbeitspreis + Messpreis
    VollkostenpreisJahreskosten ÷ Wärmebedarf (in ct/kWh)
    Fixkostenanteil(Grundpreis × Anschlussleistung + Messpreis) ÷ Jahreskosten
    Jährliche AnpassungsrateGewicht Brennstoff × Index Brennstoff + Gewicht Lohn × Index Lohn + Gewicht Investitionsgüter × Index Investitionsgüter
    Wärmepreis im Jahr nVollkostenpreis heute × (1 + Anpassungsrate)ⁿ
    Summe 10 JahreΣ Jahr 1 bis 10: Wärmepreis im Jahr n × Wärmebedarf

    Zum Vergleich zeichnet die Grafik zwei weitere Pfade: „Ruhige Märkte“ mit 40 % und „Angespannte Märkte“ mit dem Doppelten der gewichteten Rate. Reale Preisgleitklauseln passen Grund- und Arbeitspreis oft mit getrennten Formeln an, verwenden konkrete Indexreihen des Statistischen Bundesamts und feste Anpassungsstichtage. Der Rechner vereinfacht das bewusst auf eine gemeinsame Rate für den Vollkostenpreis – er zeigt die Größenordnung, nicht die exakte Abrechnung.

    Beispielrechnung mit dem Wärmepreis-Rechner

    Annahmen (Beispielwerte)

    • Grundpreis 60 €/kW·a bei 200 kW Anschlussleistung
    • Arbeitspreis 11 ct/kWh, Wärmebedarf 300.000 kWh/a
    • Mess- und Abrechnungspreis 850 €/a
    • Preisgleitformel: 60 % Brennstoff (+4 % p. a.), 25 % Lohn (+3 % p. a.), 15 % Investitionsgüter (+2 % p. a.)

    Rechenschritte

    1. Grundpreisanteil: 60 € × 200 kW = 12.000 €
    2. Arbeitspreisanteil: 300.000 kWh × 0,11 € = 33.000 €
    3. Jahreskosten: 12.000 € + 33.000 € + 850 € = 45.850 €
    4. Vollkostenpreis: 45.850 € ÷ 300.000 kWh = 15,28 ct/kWh
    5. Fixkostenanteil: 12.850 € ÷ 45.850 € = 28 %
    6. Anpassungsrate: 0,60 × 4 % + 0,25 × 3 % + 0,15 × 2 % = 3,45 % p. a.
    7. Wärmepreis in zehn Jahren: 15,28 ct × 1,0345¹⁰ ≈ 21,45 ct/kWh

    Sinkt der Verbrauch um 20 % auf 240.000 kWh, bleiben Grund- und Messpreis gleich: Die Jahresrechnung fällt von 45.850 € auf 39.250 €, der Preis je Kilowattstunde steigt aber von 15,28 auf rund 16,35 ct. Genau diese Werte zeigt der Rechner mit seinen Voreinstellungen – es sind Beispielannahmen, keine Marktpreise.

    So interpretieren Sie das Ergebnis

    Der Vollkostenpreis ist die einzige Zahl, die sich zwischen Angeboten fair vergleichen lässt. Ein niedriger Arbeitspreis kann durch einen hohen Grundpreis mehr als aufgezehrt werden – im Preisblatt fällt das kaum auf, im Vollkostenpreis sofort. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer mit demselben Wärmebedarf und derselben Anschlussleistung.

    Der Fixkostenanteil zeigt, wie stark eigene Einsparungen auf der Rechnung ankommen. Liegt er über 45 %, markiert der Rechner das Ergebnis gelb: Sinkt der Verbrauch, verteilt sich der feste Block auf weniger Kilowattstunden und der Preis je kWh steigt. Das ist kein Mangel des Angebots, sollte aber vor Sanierungsmaßnahmen bekannt sein – und ist ein Verhandlungspunkt, wenn die Anschlussleistung großzügig bemessen wurde. Die 45-%-Schwelle ist eine Orientierung des Rechners, keine rechtliche Grenze.

    Der Zehnjahrespfad ist eine Szenariorechnung, keine Prognose. Er zeigt, wie empfindlich der Wärmepreis auf die Gewichtung reagiert: Je höher das Gewicht des Brennstoffindex, desto direkter schlagen Energiepreisschwankungen – in beide Richtungen – auf Ihren Wärmepreis durch. Die gestrichelten Linien für ruhige und angespannte Märkte geben eine Bandbreite, in der sich der Preis bewegen kann.

    Für Wohnraummieter entscheidet nicht der absolute Wärmepreis, sondern der Vergleich mit den bisherigen Kosten der Eigenversorgung nach § 556c BGB. Dafür gibt es den Kostenneutralitäts-Rechner.

    Häufige Fehler bei der Eingabe

    • Nur Arbeitspreise vergleichen und den Grundpreis übersehen.
    • Die Anschlussleistung vom Kesseltypenschild übernehmen statt aus dem Vertrag – maßgeblich ist die vereinbarte Leistung.
    • Ein einzelnes Abrechnungsjahr als Wärmebedarf ansetzen; witterungsbedingte Schwankungen verzerren den Preis je kWh.
    • Gewichte der Preisgleitformel schätzen, statt sie aus der Klausel abzulesen.
    • Netto- und Bruttopreise mischen – alle Eingaben müssen einheitlich sein.

    Rechtsgrundlage

    Preisänderungsklauseln in Wärmelieferverträgen auf Basis der AVBFernwärmeV müssen nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV sowohl die Kostenentwicklung bei Erzeugung und Bereitstellung der Wärme (Kostenelement) als auch die Verhältnisse auf dem Wärmemarkt (Marktelement) angemessen berücksichtigen. Die maßgeblichen Berechnungsfaktoren müssen vollständig und allgemein verständlich ausgewiesen sein.

    Die Erstlaufzeit von AVB-Verträgen ist nach § 32 AVBFernwärmeV auf höchstens zehn Jahre begrenzt; im B2B-Bereich sind individuell ausgehandelte Abweichungen möglich. Der Rechner bildet das Kostenelement vereinfacht über drei Indizes ab. Ob eine konkrete Klausel wirksam ist, beantwortet nur die Prüfung des Vertragstextes.

    Überschlägige Orientierung ohne Gewähr; ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung.

    Häufige Fragen zum Wärmepreis-Rechner

    Wie berechnet man den Wärmepreis?

    Addieren Sie Grundpreis × Anschlussleistung, Arbeitspreis × Wärmemenge und den Mess- und Abrechnungspreis zu den Jahreskosten und teilen Sie diese durch die Wärmemenge. Das Ergebnis ist der Vollkostenpreis in ct/kWh – die Zahl, mit der sich Angebote untereinander und mit der Eigenversorgung vergleichen lassen.

    Was ist eine Preisgleitklausel?

    Eine Vertragsklausel, die den Wärmepreis in festen Abständen an die Entwicklung vereinbarter Indizes anpasst, meist an Brennstoff-, Lohn- und Investitionsgüterpreise. Bei Verträgen nach AVBFernwärmeV muss sie ein Kosten- und ein Marktelement enthalten und transparent sein (§ 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV).

    Kann ich mit dem Rechner meine Preisgleitklausel prüfen?

    Sie können die Wirkung der Gewichtung simulieren: Welche jährliche Rate ergibt sich, und wie reagiert der Preis auf steigende Brennstoffkosten? Ob die Klausel rechtlich wirksam ist, hängt von Wortlaut, Indexreihen und Marktelement ab – diese Prüfung ersetzt der Rechner nicht.

    Welcher Fixkostenanteil ist angemessen?

    Eine allgemeingültige Grenze gibt es nicht; der Anteil hängt von Technik und Investitionsvolumen ab. Der Rechner markiert Werte über 45 % als Hinweis, weil Verbrauchseinsparungen dann nur noch teilweise auf der Rechnung ankommen.

    Warum steigt mein Preis je kWh, wenn ich Energie spare?

    Weil Grund- und Messpreis fest sind. Sinkt die Wärmemenge, verteilen sich diese Kosten auf weniger Kilowattstunden. Die Jahresrechnung sinkt trotzdem – nur weniger stark als der Verbrauch.

    Werden meine Eingaben gespeichert?

    Nein. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert.

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