Contracting & Energiecontracting

    Contracting mit kurzer Laufzeit: Modelle unter zehn Jahren

    Gibt es Contracting-Angebote mit kurzer Laufzeit unter zehn Jahren?

    Ja, es gibt Contracting-Angebote mit Laufzeiten unter zehn Jahren, etwa fünf bis acht Jahre, vor allem beim Betriebsführungs- und Einspar-Contracting. Beim Energieliefer-Contracting mit Anlageninvestition sind kürzere Laufzeiten möglich, treiben aber den Wärmepreis, weil die Investition über weniger Jahre refinanziert wird.

    Die typische Laufzeit beim Wärmecontracting liegt bei zehn bis fünfzehn Jahren, weil der Contractor seine Investition in die Anlage über diesen Zeitraum refinanziert. Kürzere Laufzeiten sind möglich, haben aber einen Preis: Je weniger Jahre für die Refinanzierung bleiben, desto höher fällt der Grund- oder Arbeitspreis aus. Die Laufzeit ist damit kein Detail, sondern ein zentraler Hebel der Wirtschaftlichkeit.

    Welche Laufzeit sinnvoll ist, hängt vom Modell und vom Ziel ab. Einen Überblick über die Vertragsgestaltung gibt der Beitrag Contracting-Vertrag.

    Welche Contracting-Modelle erlauben kurze Laufzeiten?

    Kurze Laufzeiten unter zehn Jahren sind vor allem beim Betriebsführungs- und beim Einspar-Contracting üblich, weil dort keine oder geringe Anlageninvestitionen refinanziert werden. Beim Energieliefer-Contracting mit Neubau sind fünf bis acht Jahre möglich, führen aber zu höherem Wärmepreis als zwölf Jahre.

    Beim Betriebsführungs-Contracting übernimmt der Dienstleister nur Betrieb und Wartung einer vorhandenen Anlage; hier sind Verträge von drei bis fünf Jahren gängig. Beim Einspar-Contracting richtet sich die Laufzeit nach der Amortisation der Effizienzmaßnahmen. Nur wenn der Contractor selbst eine teure Erzeugungsanlage baut, braucht er längere Laufzeiten.

    Wie wirkt sich eine kurze Laufzeit auf den Preis aus?

    Je kürzer die Laufzeit, desto weniger Jahre hat der Contractor, um seine Investition zu refinanzieren; der Kapitaldienst steigt und damit der Grundpreis. Eine Anlage, die sich über zwölf Jahre rechnet, wird bei sechs Jahren teurer. Kurze Laufzeit bedeutet höhere Wärmekosten.

    Ein kurzer Vertrag kann sinnvoll sein, wenn ohnehin eine spätere Umstellung geplant ist oder nur eine Übergangslösung benötigt wird. Für die dauerhafte Wärmeversorgung ist eine mittlere Laufzeit meist wirtschaftlicher. Die Abwägung gelingt mit einem Vergleich der Gesamtkosten je Laufzeitvariante.

    Was das für Ihr Objekt bedeutet, rechnen wir im kostenlosen Energieaudit durch.

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