Rangliste · Stand: 15. Oktober 2026

    Die größten Pumpspeicherkraftwerke Deutschlands 2026

    Welches sind die größten Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland? Diese Rangliste ordnet die 20 leistungsstärksten deutschen Pumpspeicherwerke nach ihrer elektrischen Nettonennleistung im Turbinenbetrieb. Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26. Juni 2026), ergänzt um Angaben der Betreiber zur Speicherdauer und Speicherkapazität. Gezählt werden nur Anlagen in Deutschland, die tatsächlich in Betrieb sind. Pumpspeicher sind bis heute die größten Stromspeicher des Landes: Allein die beiden Spitzenreiter Goldisthal und Markersbach kommen zusammen auf mehr als 2.000 MW.

    Sortiert nach
    Nettonennleistung im Turbinenbetrieb je Kraftwerk (MW)
    Unternehmen
    20 in der Rangliste
    Datenstand
    15. Oktober 2026

    Datenbasis: Leistung: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026; Speicherangaben und Betriebsstatus: Websites und Publikationen der Betreiber, geprüft am 15.10.2026.

    So haben wir bewertet →

    Die 20 größten Pumpspeicherkraftwerke: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Pumpspeicherkraftwerke auf deutschem Staatsgebiet, die in der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit dem Energieträger „Pumpspeicher“ und dem Status „in Betrieb“ geführt werden und laut Betreiber im Oktober 2026 tatsächlich betrieben werden. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Goldisthal

      Nettonennleistung (MW)
      1.052
      Speicher laut Betreiber
      ca. 9 h Volllast
      Bundesland
      Thüringen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      2003/2004

      Pumpspeicherkraftwerk im Thüringer Schiefergebirge mit vier Maschinensätzen zu je 263 MW netto. Das Oberbecken fasst laut Vattenfall rund 13 Mio. m³ Arbeitswasser.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    2. Raschau-Markersbach

      Nettonennleistung (MW)
      1.045,2
      Speicher laut Betreiber
      ca. 4 h Volllast
      Bundesland
      Sachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      1979–1981

      Pumpspeicherkraftwerk im Erzgebirge mit sechs Maschinensätzen zu je 174,2 MW netto und einer Fallhöhe von 290 m. Das Oberbecken fasst laut Vattenfall rund 6,6 Mio. m³ Arbeitswasser.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    3. Wehr

      Nettonennleistung (MW)
      910
      Speicher laut Betreiber
      6.561 MWh (Hornbergbecken), ca. 7 h Volllast
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Schluchseewerk AG
      Inbetriebnahme
      1975/1976

      Kavernenkraftwerk im Südschwarzwald mit vier Maschinensätzen zu je 227,5 MW. Oberbecken ist das Hornbergbecken; eine zusätzliche Schwarzstartmaschine erlaubt den Netzwiederaufbau nach einem Stromausfall.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    4. Edertal

      Nettonennleistung (MW)
      480
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Hessen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1974

      In den Berg gebautes Pumpspeicherkraftwerk am Edersee mit zwei Maschinensätzen zu je 240 MW. Es pumpt Wasser aus dem Affolderner See in ein über 300 m höher gelegenes Becken auf dem Peterskopf.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    5. Bad Säckingen

      Nettonennleistung (MW)
      360
      Speicher laut Betreiber
      2.167 MWh (Eggbergbecken), bis 6 h Volllast
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Schluchseewerk AG
      Inbetriebnahme
      1966/1967

      Kavernenkraftwerk mit vier Maschinensätzen zu je 90 MW, Oberbecken ist das Eggbergbecken. Als Unterbecken dienen die Rheinstauräume der Rheinkraftwerke Säckingen und Ryburg-Schwörstadt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    6. Hohenwarte

      Nettonennleistung (MW)
      317,6
      Speicher laut Betreiber
      ca. 7 h Volllast
      Bundesland
      Thüringen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      1965/1966

      Pumpspeicherkraftwerk an der oberen Saale mit acht Maschinensätzen zu je 39,7 MW netto. Das künstlich angelegte Oberbecken fasst laut Vattenfall rund 3 Mio. m³ Wasser.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    7. Witznau (Südschwarzwald)

      Nettonennleistung (MW)
      220
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Schluchseewerk AG
      Inbetriebnahme
      1943

      Mittelstufe der dreistufigen Schluchseegruppe mit vier Maschinensätzen zu je 55 MW. Es arbeitet zwischen dem Schwarzabecken und dem Witznaubecken.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    8. Einbeck-Erzhausen

      Nettonennleistung (MW)
      200
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Niedersachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Statkraft Markets GmbH
      Inbetriebnahme
      1964

      Pumpspeicherkraftwerk zwischen Hannover und Göttingen, 1998 komplett erneuert und seit 2009 im Besitz von Statkraft. Statkraft gibt die installierte Leistung mit 220 MW an, die Kraftwerksliste führt 200 MW netto.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    9. Waldshut-Tiengen

      Nettonennleistung (MW)
      176
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Schluchseewerk AG
      Inbetriebnahme
      1951

      Unterstufe der Schluchseegruppe mit vier Maschinensätzen zu je 44 MW laut Kraftwerksliste; der Betreiber nennt eine mittlere Generatorleistung von 150 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    10. Gemünden am Main

      Nettonennleistung (MW)
      164
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Donau-Wasserkraft AG
      Inbetriebnahme
      1976

      Einziges Pumpspeicherkraftwerk im Bahnstromnetz der Deutschen Bahn, mit zwei Maschinensätzen zu je 82 MW. Die Betriebsführung liegt bei der Uniper-Kraftwerksgruppe Pumpspeicher, daher der Link auf Uniper.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    11. Herdecke

      Nettonennleistung (MW)
      162
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Generation SE
      Inbetriebnahme
      1989 (Neubau)

      Größtes Pumpspeicherkraftwerk in Nordrhein-Westfalen mit einer Pumpturbine, Unterbecken ist der Hengsteysee an der Ruhr. RWE gibt 162 MW im Turbinen- und 153,6 MW im Pumpbetrieb an.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    12. Finnentrop-Rönkhausen

      Nettonennleistung (MW)
      138
      Speicher laut Betreiber
      ca. 5 h Volllast
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Mark-E Aktiengesellschaft
      Inbetriebnahme
      1969

      Pumpspeicherwerk im Sauerland mit zwei Francis-Pumpturbinen, 2018/2019 modernisiert. Mark-E betreibt es gemeinsam mit dem Partner STAWAG.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    13. Häusern

      Nettonennleistung (MW)
      120
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Schluchseewerk AG
      Inbetriebnahme
      1931

      Oberstufe der Schluchseegruppe und ältestes Kraftwerk der Schluchseewerk AG, Kopfspeicher ist der Schluchsee. Die Kraftwerksliste führt vier Maschinensätze zu je 30 MW, der Betreiber nennt eine mittlere Leistung von 100 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    14. Geesthacht

      Nettonennleistung (MW)
      119,1
      Speicher laut Betreiber
      ca. 4,5 h Volllast
      Bundesland
      Schleswig-Holstein
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      1958

      Pumpspeicherwerk an der Elbe östlich von Hamburg mit drei Maschinensätzen zu je 39,7 MW netto und 80 m Fallhöhe. Nördlichstes Pumpspeicherkraftwerk der Liste.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    15. Trausnitz (Oberpfalz)

      Nettonennleistung (MW)
      99
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH
      Inbetriebnahme
      1955

      Teil der Kraftwerksgruppe Pfreimd mit drei Pumpspeichersätzen mit jeweils getrennter Pumpe und Turbine. ENGIE nennt 107 MW, die Kraftwerksliste 99 MW netto.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    16. Feldkirchen-Westerham

      Nettonennleistung (MW)
      92
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Stadtwerke München GmbH
      Inbetriebnahme
      1913 (heutige Maschinen 1960/1984)

      Pumpspeicherkraftwerke der Stadtwerke München mit dem Seehamer See als Oberbecken: Leitzach 1 (48 MW) und Leitzach 2 (zwei Maschinen zu je 22 MW). Die SWM erzeugen hier seit 1913 Strom aus Wasserkraft.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    17. Metzingen-Glems

      Nettonennleistung (MW)
      90
      Speicher laut Betreiber
      560 MWh, gut 6 h Volllast
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EnBW Energie Baden-Württemberg AG
      Inbetriebnahme
      1964

      Pumpspeicherwerk am Rand der Schwäbischen Alb mit zwei Francis-Turbinen zu je 45 MW und separaten Speicherpumpen. Gebaut von den Technischen Werken Stuttgart, heute Teil des EnBW-Kraftwerksparks.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    18. Bleilochtalsperre (Saale-Orla-Kreis)

      Nettonennleistung (MW)
      79,8
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Thüringen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      1932

      Pumpspeicherwerk an der Bleilochtalsperre der oberen Saale mit zwei Maschinensätzen zu je 39,9 MW netto. Leistungsgleich mit Wendefurth (Gleichstand, Rang alphabetisch vergeben).

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    19. Thale-Wendefurth

      Nettonennleistung (MW)
      79,8
      Speicher laut Betreiber
      ca. 6,5 h Volllast
      Bundesland
      Sachsen-Anhalt
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      1968

      Pumpspeicherwerk im Harz mit zwei Maschinensätzen zu je 39,9 MW netto; Unterbecken ist die Talsperre Wendefurth. Leistungsgleich mit Bleiloch (Gleichstand, Rang alphabetisch vergeben).

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher
    20. Edertal

      Nettonennleistung (MW)
      75
      Speicher laut Betreiber
      k. A.
      Bundesland
      Hessen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      2009 (Neubau)

      Pumpspeicherkraftwerk am Edersee, das 2009 als Ersatz für zwei stillgelegte Turbinen im alten Kraftwerk Bringhausen in Betrieb ging. Uniper nennt 70 MW, die Kraftwerksliste 75 MW netto.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026), Energieträger Pumpspeicher

    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Rangfolge ausschließlich nach der Nettonennleistung laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur. Betreiber nennen teils abweichende Werte (meist Brutto- oder Mittelwerte), etwa Vattenfall 1.060 MW für Goldisthal, Statkraft 220 MW für Erzhausen, Schluchseewerk 150 MW für Waldshut und 100 MW für Häusern, ENGIE 107 MW für Reisach und Uniper 70 MW für Waldeck 1. Für die Reihenfolge zählt einheitlich der amtliche Nettowert.
    • Die Kraftwerksliste führt einzelne Maschinensätze. Wir haben sie zu einem Kraftwerk zusammengefasst, wenn sie unter demselben Kraftwerksnamen stehen (z. B. „PSW Goldisthal PSS A bis D“). Die Leitzachwerke 1 und 2 der Stadtwerke München nutzen denselben Speichersee (Seehamer See) und sind zusammengezählt; Waldeck 1 und Waldeck 2 sind getrennte Kraftwerke mit eigenen Oberbecken und stehen deshalb einzeln in der Liste. Von der Kraftwerksgruppe Pfreimd ist nur Reisach (Maschinensätze R1 bis R3) gezählt; das Pumpspeicherwerk Tanzmühle (29 MW) liegt unter Platz 20.
    • Ausgeschlossen: das Pumpspeicherkraftwerk Happurg (Uniper, 160 MW). Die Kraftwerksliste führt es zwar als „in Betrieb“, laut Uniper ist der Pumpspeicherbetrieb aber seit 2011 wegen Schäden am Oberbecken eingestellt; die Wiederinbetriebnahme nach der laufenden Sanierung ist für 2028 geplant. Nach der Wiederinbetriebnahme würde es mit 160 MW auf Platz 12 rücken.
    • Ausgeschlossen sind ausländische Pumpspeicherkraftwerke, die direkt in das deutsche Netz einspeisen und deshalb in der Kraftwerksliste stehen: Vianden in Luxemburg (RWE, 1.294 MW) sowie die Vorarlberger Illwerke-Kraftwerke (u. a. Kopswerk II, Rodundwerk II, Obervermuntwerk II, Lünerseewerk) und die Tiroler Werke Kühtai und Silz in Österreich. Die Rangliste betrachtet nur Standorte in Deutschland.
    • Ebenfalls nicht enthalten sind endgültig stillgelegte Anlagen (Niederwartha in Sachsen, Hohenwarte I als Pumpspeicher) sowie Pumpspeicher-Projekte in Planung oder Bau.
    • Langenprozelten speist als einziges Pumpspeicherkraftwerk in das Bahnstromnetz (16,7 Hz) der Deutschen Bahn ein, nicht in das öffentliche 50-Hz-Netz. Es steht in der Kraftwerksliste und ist deshalb enthalten.
    • Die Spalte „Speicher“ gibt die Speicherdauer bei Volllast im Turbinenbetrieb bzw. die Speicherkapazität des Oberbeckens so an, wie der Betreiber sie veröffentlicht. Wo der Betreiber keine Angabe macht oder das Oberbecken mehrere Kraftwerke einer Kaskade versorgt (Schluchseewerk-Gruppe Häusern, Witznau, Waldshut), steht „k. A.“. Diese Spalte fließt nicht in die Rangfolge ein.
    • Bleiloch und Wendefurth haben mit je 79,8 MW exakt dieselbe Nettonennleistung. Sie erhalten fortlaufende Rangnummern in alphabetischer Reihenfolge.
    • Inbetriebnahme: Jahr der ersten Inbetriebnahme laut Betreiber; bei grundlegendem Neubau am alten Standort (Koepchenwerk Herdecke, Waldeck 1) das Jahr des Neubaus. Die Kraftwerksliste weist teilweise das Jahr der letzten Modernisierung aus (z. B. 2019 für Rönkhausen).

    Nettonennleistung im Turbinenbetrieb

    100 %

    Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Maschinensätze eines Pumpspeicherkraftwerks mit dem Status „in Betrieb“ laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026). Keine Schätzungen, keine Bruttowerte, keine Pumpleistung.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting ist in diesem Markt nicht tätig und steht mit keinem der genannten Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst. Die Rangfolge ergibt sich ausschließlich aus den Daten der Bundesnetzagentur.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 15. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur weist für Deutschland rund 6,27 GW Pumpspeicherleistung im Status „in Betrieb“ aus; darin enthalten sind die 160 MW des derzeit stillstehenden Werks Happurg. Die 20 Kraftwerke dieser Rangliste kommen zusammen auf knapp 6,0 GW. Die Leistung ist stark konzentriert: Goldisthal, Markersbach und Wehr stellen allein rund die Hälfte. Zwei Betreiber dominieren, Vattenfall mit sechs Werken in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein und die Schluchseewerk AG mit fünf Werken im Südschwarzwald.

    Hinzu kommen ausländische Pumpspeicher, die direkt in das deutsche Netz einspeisen: Vianden in Luxemburg mit 1,29 GW sowie Werke in Vorarlberg und Tirol mit zusammen rund 2,3 GW laut Kraftwerksliste. Rechnet man sie ein, steht dem deutschen Netz deutlich mehr Pumpspeicherleistung zur Verfügung, als im Inland installiert ist.

    Die meisten deutschen Pumpspeicher sind Jahrzehnte alt; Goldisthal (2003/2004) ist das jüngste große Werk. Große Neubauprojekte sind seither nicht hinzugekommen. Investiert wird vor allem in Modernisierung und Reaktivierung, etwa in Rönkhausen, am Koepchenwerk und mit der für 2028 geplanten Wiederinbetriebnahme von Happurg.

    Pumpspeicher speichern Strom nur für Stunden, nicht für Wochen: Je nach Oberbecken reicht ein voller Speicher für etwa 4 bis 9 Stunden Volllast. Damit konkurrieren sie zunehmend mit Batteriegroßspeichern, die schneller gebaut werden, aber meist kürzere Speicherdauern haben. Beide Technologien glätten die Strompreise in Stunden mit viel Wind und Sonne und in den Abendspitzen.

    Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen ist die Entwicklung indirekt relevant: Mehr Speicher im Netz dämpfen Preisspitzen im Großhandel, die über dynamische Tarife und Beschaffungskosten bei Endkunden ankommen. Wer Strom im eigenen Objekt erzeugt und verbraucht, etwa mit Photovoltaik und Wärmepumpe, nutzt den gleichen Effekt im Kleinen.

    Häufige Fragen

    Welches ist das größte Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands?

    Das größte Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands ist Goldisthal in Thüringen mit 1.052 MW Nettonennleistung laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Vattenfall nennt 1.060 MW). Knapp dahinter folgt Markersbach in Sachsen mit 1.045,2 MW. Beide werden von Vattenfall betrieben.

    Wie viele Pumpspeicherkraftwerke gibt es in Deutschland?

    Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur führt rund zwei Dutzend Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland mit insgesamt 70 Maschinensätzen im Status „in Betrieb“. Dazu kommen einige kleinere Anlagen unter 10 MW, die nur aggregiert erfasst sind. Eines der gelisteten Werke, Happurg in Bayern, steht seit 2011 still und soll 2028 wieder in Betrieb gehen.

    Wie viel Pumpspeicherleistung hat Deutschland insgesamt?

    Laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026) sind in Deutschland rund 6,27 GW Pumpspeicherleistung in Betrieb, einschließlich des derzeit stillstehenden Werks Happurg. Zusätzlich speisen Pumpspeicher in Luxemburg und Österreich mit zusammen rund 3,6 GW direkt in das deutsche Netz ein.

    Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Pumpspeicherkraftwerks?

    Moderne Pumpspeicherkraftwerke erreichen einen Gesamtwirkungsgrad von rund 75 bis 80 Prozent. Vattenfall gibt für Goldisthal 80 Prozent an, RWE für das Koepchenwerk Herdecke 75 Prozent. Rund ein Fünftel bis ein Viertel des eingesetzten Stroms geht also beim Pumpen und Wiedererzeugen verloren.

    Wie lange kann ein Pumpspeicherkraftwerk Strom liefern?

    Das hängt vom Volumen des Oberbeckens ab. Laut Betreiberangaben reicht ein volles Oberbecken in Goldisthal für etwa 9 Stunden Volllast, in Wehr und Hohenwarte II für rund 7 Stunden und in Markersbach für etwa 4 Stunden. Danach muss wieder Wasser hochgepumpt werden.