Rangliste · Stand: 29. Oktober 2026

    Die größten Gaskraftwerke Deutschlands 2026

    Welches sind die größten Gaskraftwerke Deutschlands? Diese Rangliste ordnet die 20 leistungsstärksten Erdgas-Kraftwerksstandorte nach ihrer elektrischen Nettonennleistung. Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026, ausgewertet für den Energieträger „Erdgas“ und den Status „in Betrieb“. Die Leistung aller Gasturbinen, Dampfturbinen und Gasmotoren eines Standorts ist zusammengezählt. Mit 1.877 MW führt das Gaskraftwerk Emsland in Lingen, gefolgt von Irsching und Knapsack. Gaskraftwerke stehen 2026 im Zentrum der Debatte um neue steuerbare Leistung für die Energiewende.

    Sortiert nach
    Summe der Nettonennleistung aller Erdgas-Einheiten eines Standorts (MW)
    Unternehmen
    20 in der Rangliste
    Datenstand
    29. Oktober 2026

    Datenbasis: Leistung, Blöcke, Betreiber und Inbetriebnahmejahr: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026 (veröffentlicht 10.07.2026); Energieträger „Erdgas“, Status „in Betrieb“, ausgewertet am 29.10.2026.

    So haben wir bewertet →

    Die 20 größten Gaskraftwerke: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Gaskraftwerke in Deutschland, deren Blöcke in der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit dem Energieträger „Erdgas“, dem Datensatztyp „Einzelanlage“ (Nettonennleistung ab 10 MW je Standort) und dem Status „in Betrieb“ geführt werden; dargestellt sind die 20 leistungsstärksten Standorte. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Lingen (Ems)

      Nettonennleistung (MW)
      1.877
      Einheiten in Betrieb
      9
      Bundesland
      Niedersachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Generation SE
      Inbetriebnahme
      1974–2011

      Größter Gaskraftwerksstandort Deutschlands mit den Blöcken B und C (Dampfturbinen von 1974/1975, 2011 um Gasturbinen ergänzt) und dem GuD-Block D von 2010. Am Standort betreibt RWE außerdem einen Batteriegroßspeicher.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    2. Vohburg an der Donau

      Nettonennleistung (MW)
      1.422
      Einheiten in Betrieb
      4
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH / Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH
      Inbetriebnahme
      2010 / 2011

      Gaskraftwerksstandort bei Ingolstadt mit Block 4 (576 MW, Uniper) und dem GuD-Block 5 (846 MW, Gemeinschaftskraftwerk Irsching). Der zusätzliche Block 6 ist als besonderes netztechnisches Betriebsmittel nicht mitgezählt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    3. Hürth

      Nettonennleistung (MW)
      1.310
      Einheiten in Betrieb
      4
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Knapsack Power GmbH & Co. KG / Statkraft Markets GmbH
      Inbetriebnahme
      2007 / 2013

      Gaskraftwerke im Chemiepark Knapsack bei Köln: GuD-Anlage Knapsack I (880 MW, 2007) und Knapsack II (430 MW, 2013).

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    4. Hamm

      Nettonennleistung (MW)
      890
      Einheiten in Betrieb
      2
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Trianel Gaskraftwerk Hamm
      Inbetriebnahme
      2007

      GuD-Kraftwerk in Hamm-Uentrop mit zwei Blöcken von je 445 MW. An der Betreibergesellschaft sind zahlreiche Stadtwerke beteiligt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    5. Düsseldorf

      Nettonennleistung (MW)
      826,4
      Einheiten in Betrieb
      4
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Stadtwerke Düsseldorf AG
      Inbetriebnahme
      1974–2016

      Heizkraftwerk der Stadtwerke Düsseldorf am Rheinhafen mit dem GuD-Block F „Fortuna“ (595 MW, 2016), einer weiteren GuD-Anlage und zwei Gasturbinen.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    6. Nürnberg

      Nettonennleistung (MW)
      823
      Einheiten in Betrieb
      3
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1973 / 1975

      Gaskraftwerk von Uniper im Nürnberger Stadtteil Gebersdorf mit zwei Dampfturbinen (383 und 387 MW) und einer Gasturbine (53 MW).

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    7. Ludwigshafen am Rhein

      Nettonennleistung (MW)
      746,5
      Einheiten in Betrieb
      4
      Bundesland
      Rheinland-Pfalz
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      BASF SE
      Inbetriebnahme
      1997 / 2005

      Die GuD-Anlagen Mitte und Süd versorgen den Stammsitz der BASF mit Strom und Dampf. Gezählt sind nur die vier Erdgas-Einheiten des Werks.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    8. Köln

      Nettonennleistung (MW)
      718,9
      Einheiten in Betrieb
      2
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RheinEnergie AG
      Inbetriebnahme
      2005 / 2016

      Heizkraftwerk der RheinEnergie im Kölner Norden mit den GuD-Anlagen Niehl 2 (266 MW) und Niehl 3 (452,9 MW). Es versorgt einen großen Teil des Kölner Fernwärmenetzes.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    9. Mainz

      Nettonennleistung (MW)
      620,3
      Einheiten in Betrieb
      13
      Bundesland
      Rheinland-Pfalz
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG
      Inbetriebnahme
      1977–2020

      Kraftwerksstandort der KMW mit der GuD-Anlage KW3 (431 MW), einer Gasturbine von 1977 und dem Gasmotorenkraftwerk KW5 aus zehn Motoren von je 9,93 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    10. München

      Nettonennleistung (MW)
      615,8
      Einheiten in Betrieb
      5
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      SWM Services GmbH
      Inbetriebnahme
      1980–2021

      Heizkraftwerk der Stadtwerke München an der Isar mit den GuD-Anlagen 1 und 2; die beiden Gasturbinen der GuD 2 wurden 2021 erneuert.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    11. Herne

      Nettonennleistung (MW)
      608
      Einheiten in Betrieb
      1
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      GuD Herne GmbH
      Inbetriebnahme
      2022

      Gas- und Dampfturbinenkraftwerk am früheren Steinkohlestandort Herne, das 2022 in Betrieb ging und neben Strom bis zu 400 MW Fernwärme liefert.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    12. Dormagen

      Nettonennleistung (MW)
      562
      Einheiten in Betrieb
      3
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Generation SE
      Inbetriebnahme
      2000

      GuD-Kraftwerk im Chempark Dormagen mit zwei Gasturbinen und einer Dampfturbine, das Strom und Prozessdampf für den Chemiestandort liefert.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    13. Bremen

      Nettonennleistung (MW)
      444,5
      Einheiten in Betrieb
      1
      Bundesland
      Bremen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH & Co. KG
      Inbetriebnahme
      2014

      GuD-Kraftwerk im Bremer Industriegebiet Mittelsbüren, betrieben von einer Gemeinschaftsgesellschaft, an der swb, Mainova und weitere Stadtwerke beteiligt sind.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    14. Herdecke

      Nettonennleistung (MW)
      423
      Einheiten in Betrieb
      4
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Mark-E Aktiengesellschaft
      Inbetriebnahme
      2004–2014

      Heizkraftwerk an der Ruhr mit dem GuD-Block H6 (417 MW, 2007) und drei kleinen Blockheizkraftwerken.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    15. Frankfurt am Main

      Nettonennleistung (MW)
      418,6
      Einheiten in Betrieb
      11
      Bundesland
      Hessen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
      Inbetriebnahme
      1956–2022

      Erdgas-Einheiten der Energiezentrale im Industriepark Höchst, darunter zwei 2022 in Betrieb gegangene Gasturbinen mit je rund 89 MW. Sie liefern Strom und Dampf für die Chemie- und Pharmabetriebe.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    16. Eschweiler

      Nettonennleistung (MW)
      400
      Einheiten in Betrieb
      2
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Power AG
      Inbetriebnahme
      2006

      Zwei Gasturbinen mit je 200 MW, die den Braunkohleblöcken G und H im Kraftwerk Weisweiler vorgeschaltet sind. Die Braunkohleblöcke selbst sind hier nicht mitgezählt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    17. Unterföhring

      Nettonennleistung (MW)
      333
      Einheiten in Betrieb
      1
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      SWM Services GmbH
      Inbetriebnahme
      1991

      Erdgasblock 2 des Heizkraftwerks Nord der Stadtwerke München. Die abfallbefeuerten Blöcke 1 und 3 desselben Standorts stehen in unserer Rangliste der Müllheizkraftwerke.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    18. Berlin

      Nettonennleistung (MW)
      328
      Einheiten in Betrieb
      2
      Bundesland
      Berlin
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
      Inbetriebnahme
      1997

      Gasturbinen-Heizkraftwerk in Berlin-Mitte mit zwei Gasturbinen von je 164 MW, das Strom und Fernwärme für die Innenstadt erzeugt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    19. Elsfleth

      Nettonennleistung (MW)
      321
      Einheiten in Betrieb
      1
      Bundesland
      Niedersachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1978

      Weltweit erstes Druckluftspeicherkraftwerk: Druckluft aus Salzkavernen treibt beim Ausspeichern eine mit Erdgas befeuerte Gasturbine an.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung
    20. Dresden

      Nettonennleistung (MW)
      260
      Einheiten in Betrieb
      4
      Bundesland
      Sachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH
      Inbetriebnahme
      1995

      GuD-Heizkraftwerk in Dresden mit drei Gasturbinen von je 62 MW und einer Dampfturbine mit 74 MW. Es speist in das Dresdner Fernwärmenetz ein.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Erdgas“, eigene Auswertung

    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Rangfolge ausschließlich nach der Nettonennleistung der in Betrieb befindlichen Erdgas-Einheiten. Nicht mitgezählt sind Anlagen in Netzreserve (§ 13b EnWG), Kapazitätsreserve (§ 13e EnWG), besondere netztechnische Betriebsmittel und vorläufig stillgelegte Anlagen – etwa Staudinger 4 (Netzreserve), Irsching 6 und Leipheim (besondere netztechnische Betriebsmittel), die Gersteinwerk-Blöcke F und G (Kapazitätsreserve) sowie die vorläufig stillgelegten Dampfturbinen in Emden und Landesbergen.
    • Die Kraftwerksliste führt einzelne Gas- und Dampfturbinen bzw. Motoren, keinen Standortnamen. Wir haben Einheiten zu einem Standort zusammengefasst, wenn sie unter demselben Kraftwerksnamen geführt werden, auch wenn sie unterschiedlichen Gesellschaften gehören: In Irsching sind Block 4 (Uniper) und Block 5 (Gemeinschaftskraftwerk Irsching), in Knapsack die Blöcke I (Knapsack Power) und II (Statkraft) zusammengezählt.
    • Bei Betreibern mit mehreren Standorten ist jeder Standort einzeln erfasst, z. B. RWE (Emsland, Dormagen, Weisweiler), Uniper (Irsching, Franken, Huntorf) und die Stadtwerke München (Heizkraftwerk Süd, Heizkraftwerk Nord). Bei den Stadtwerken Dresden sind die vier namenlos geführten GuD-Einheiten von 1995 (drei Gasturbinen, eine Dampfturbine) dem Heizkraftwerk Nossener Brücke zugeordnet; die Gasmotoren in Reick zählen nicht dazu.
    • Nur Einheiten mit dem Energieträger Erdgas. Blöcke desselben Standorts mit Kohle, Abfall oder Heizöl sind nicht enthalten – beim Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke München zählt nur der Erdgasblock 2. Die Vorschaltgasturbinen in Weisweiler arbeiten mit den Braunkohleblöcken G und H zusammen, werden aber mit Erdgas betrieben und daher hier geführt. Das Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf verbrennt beim Ausspeichern Erdgas und ist deshalb in der Kraftwerksliste als Erdgasanlage eingetragen.
    • Nicht aufgenommen sind die Erdgas-Einheiten der Evonik-Tochter SYNEQT GmbH (zusammen 334,8 MW), weil die Kraftwerksliste für diese Einheiten keinen Standort nennt und sie sich nicht eindeutig einem der Chemieparks Marl oder Wesseling zuordnen ließen.
    • Betreiber- und Eigentumsverhältnisse laut Kraftwerksliste; sie können sich nach dem Datenstand geändert haben. Inbetriebnahmejahre beziehen sich auf die einzelnen Einheiten; bei modernisierten Anlagen kann das Jahr der ursprünglichen Inbetriebnahme abweichen.

    Nettonennleistung

    100 %

    Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Einheiten eines Standorts mit dem Energieträger „Erdgas“ und dem Status „in Betrieb“ laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026). Keine Schätzungen, keine Bruttowerte, keine Wärmeleistung.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting betreibt keine Gaskraftwerke und ist in diesem Markt nicht tätig. Mit keinem der genannten Unternehmen besteht eine Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst. Die Rangfolge ergibt sich ausschließlich aus den Daten der Bundesnetzagentur.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 29. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Erdgas ist 2026 nach installierter Leistung der größte konventionelle Energieträger im deutschen Kraftwerkspark. Die Kraftwerksliste führt rund 770 Erdgas-Einzelanlagen mit zusammen gut 26 GW Nettonennleistung im Status „in Betrieb“, dazu knapp 4 GW in kleineren Anlagen. Anders als bei Braun- und Steinkohle verteilt sich diese Leistung auf viele mittelgroße Standorte: Nur drei Standorte überschreiten 1.000 MW.

    Die Liste zeigt drei Typen. Erstens große Kondensations- und GuD-Kraftwerke der Konzerne RWE, Uniper und Statkraft, die vor allem Strom für den Großhandel erzeugen. Zweitens Heizkraftwerke von Stadtwerken in Düsseldorf, Köln, München, Mainz, Berlin oder Dresden, die Strom und Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung liefern. Drittens Industriekraftwerke in Chemieparks wie Ludwigshafen, Dormagen, Knapsack oder Höchst, die neben Strom vor allem Prozessdampf bereitstellen.

    Gaskraftwerke gelten als Rückgrat der Versorgungssicherheit, wenn Kohlekraftwerke vom Netz gehen und Wind und Sonne schwanken. Die Bundesregierung plant deshalb Ausschreibungen für neue, steuerbare Kraftwerke, die später auf Wasserstoff umgestellt werden können. Mehrere Standorte der Liste – etwa Herne, Lausward oder Köln-Niehl – sind bereits moderne GuD-Anlagen mit hohem Wirkungsgrad; ältere Blöcke wie in Franken oder Emsland B und C stammen dagegen aus den 1970er-Jahren.

    Zahlreiche weitere Gaskraftwerke stehen nicht im Markt, sondern in der Netz- oder Kapazitätsreserve und werden nur bei Engpässen eingesetzt. Sie sind in dieser Rangliste bewusst nicht enthalten, weil sie keinen Strom für den regulären Markt erzeugen.

    Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen sind Gaskraftwerke in zweierlei Hinsicht relevant: Sie bestimmen in vielen Stunden den Börsenstrompreis, und als Heizkraftwerke prägen sie Preis und CO₂-Bilanz vieler Fernwärmenetze. Wer langfristig plant, sollte prüfen, ob die Wärmeversorgung im eigenen Objekt vom Gaspreis abhängt – und ob eine Wärmepumpe oder ein Contracting-Modell diese Abhängigkeit verringert.

    Green Contracting

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    Häufige Fragen

    Welches ist das größte Gaskraftwerk Deutschlands?

    Der größte Gaskraftwerksstandort Deutschlands ist das Gaskraftwerk Emsland von RWE in Lingen mit neun Einheiten und zusammen 1.877 MW Nettonennleistung. Es folgen das Kraftwerk Irsching bei Ingolstadt (1.422 MW) und die Gaskraftwerke Knapsack bei Köln (1.310 MW).

    Welches ist der größte einzelne Gaskraftwerksblock?

    Der leistungsstärkste einzelne Erdgasblock in Betrieb ist laut Kraftwerksliste das GuD-Kraftwerk Herne mit 608 MW, knapp vor dem Block „Fortuna“ im Kraftwerk Lausward (595 MW) und Irsching 4 (576 MW). Irsching 5 hat zusammen 846 MW, ist in der Liste aber in drei Einheiten aufgeteilt.

    Wie viele Gaskraftwerke gibt es in Deutschland?

    Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur führt rund 770 Einzelanlagen mit dem Energieträger Erdgas im Status „in Betrieb“; mehrere davon gehören jeweils zu einem Standort. Zusammen kommen sie auf gut 26 GW, dazu knapp 4 GW in kleineren, nur aggregiert erfassten Anlagen.

    Was ist ein GuD-Kraftwerk?

    Ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) nutzt die heißen Abgase einer Gasturbine, um in einem Abhitzekessel Dampf für eine zusätzliche Dampfturbine zu erzeugen. Dadurch erreicht es elektrische Wirkungsgrade von rund 60 Prozent; mit Wärmeauskopplung wird der Brennstoff noch weitergehend genutzt.

    Sind Kraftwerke in der Reserve in der Rangliste enthalten?

    Nein. Gezählt werden nur Einheiten mit dem Status „in Betrieb“. Anlagen in Netzreserve, Kapazitätsreserve, besondere netztechnische Betriebsmittel und vorläufig stillgelegte Anlagen – etwa Staudinger 4, Irsching 6 oder die Dampfturbinen in Emden und Landesbergen – sind nicht enthalten.

    Woher stammen die Daten dieser Rangliste?

    Alle Leistungs-, Block- und Betreiberangaben stammen aus der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026. Ausgewertet wurden alle Einzelanlagen mit dem Energieträger „Erdgas“ und dem Status „in Betrieb“, zusammengefasst je Standort.