Rangliste · Stand: 10. Oktober 2026
Die größten Kraftwerke Deutschlands 2026
Welches sind die größten Kraftwerke Deutschlands? Diese Rangliste ordnet die 20 leistungsstärksten Kraftwerksstandorte nach ihrer elektrischen Nettonennleistung. Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, die aus dem Marktstammdatenregister erstellt wird. Gezählt werden nur Blöcke mit dem Status „in Betrieb“; Anlagen in Netzreserve, Kapazitätsreserve oder vorläufiger Stilllegung bleiben außen vor. Die Liste zeigt: Die größten Standorte sind 2026 noch immer Braunkohlekraftwerke, gefolgt von Gas- und Pumpspeicherkraftwerken.
- Sortiert nach
- Nettonennleistung der in Betrieb befindlichen Blöcke je Standort (MW)
- Unternehmen
- 20 in der Rangliste
- Datenstand
- 10. Oktober 2026
Datenbasis: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026, veröffentlicht am 10. Juli 2026.
So haben wir bewertet →Die 20 größten Kraftwerke: die Tabelle
Grundgesamtheit: Kraftwerksstandorte in Deutschland aus der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Einzelanlagen ab 10 MW je Standort), gezählt mit allen Blöcken im Status „in Betrieb“ zum Datenstand 26.06.2026. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.
Boxberg/O.L.
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 2.470
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 4
- Bundesland
- Sachsen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG)
Braunkohlekraftwerk in der Oberlausitz mit den Blöcken N und P (je 500 MW, 1979/1980), Q (840 MW, 2000) und R (630 MW, 2012). Auf dem Gelände baut LEAG seit 2026 zusätzlich einen Batteriegroßspeicher.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Bergheim
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 2.220
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 3
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- RWE Power AG
Braunkohlekraftwerk im Rheinischen Revier mit den Blöcken G und H (628 und 648 MW, 1974) sowie dem Block K (944 MW, 2003).
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Grevenbroich
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 2.120
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- RWE Power AG
Braunkohlekraftwerk im Rheinischen Revier. In Betrieb sind die 2012 in Betrieb genommenen Blöcke F und G mit je 1.060 MW, die leistungsstärksten Einzelblöcke der Kraftwerksliste.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Lingen (Ems)
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.877
- Energieträger
- Erdgas
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 9
- Bundesland
- Niedersachsen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- RWE Generation SE
Erdgasstandort mit den Blöcken B und C (Dampfturbinen von 1974/1975, ergänzt um Gasturbinen von 2011) und dem GuD-Block D von 2010. Größter Erdgasstandort der Liste.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Neukieritzsch
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.782
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Sachsen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Lausitz Energie Kraftwerke AG (Block R), MIBRAG Kraftwerk Lippendorf GmbH (Block S)
Braunkohlekraftwerk südlich von Leipzig mit zwei Blöcken zu je 891 MW aus den Jahren 1999 und 2000. Die beiden Blöcke gehören laut Kraftwerksliste unterschiedlichen Gesellschaften.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Eschweiler
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.719
- Energieträger
- Braunkohle, Erdgas
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 4
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- RWE Power AG
Braunkohlekraftwerk mit den Blöcken G (663 MW, 1974) und H (656 MW, 1975) sowie zwei vorgeschalteten Erdgasturbinen aus dem Jahr 2006.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Spremberg
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.510
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Brandenburg
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG)
Braunkohlekraftwerk in der Lausitz mit zwei Blöcken zu je 755 MW, in Betrieb genommen 1997 und 1998. Beide Blöcke sind laut Kraftwerksliste mit Wärmeauskopplung (Kraft-Wärme-Kopplung) registriert.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Teichland (bei Peitz)
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.500
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 3
- Bundesland
- Brandenburg
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG)
Braunkohlekraftwerk mit drei in Betrieb befindlichen 500-MW-Blöcken (B, C, D; 1982 bis 1985). Block A befindet sich in der zeitlich gestreckten Stilllegung und ist nicht eingerechnet.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Vohburg an der Donau
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.422
- Energieträger
- Erdgas
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 4
- Bundesland
- Bayern
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Uniper Kraftwerke GmbH (Block 4), Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (Block 5)
Erdgasstandort an der Donau mit Block 4 (576 MW, 2011) und dem GuD-Block 5 (846 MW, 2010). Block 6 ist als besonderes netztechnisches Betriebsmittel registriert und nicht eingerechnet.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Hürth
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.310
- Energieträger
- Erdgas
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 4
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Knapsack Power GmbH & Co. KG (Knapsack I), Statkraft Markets GmbH (Knapsack II)
Zwei Gas-und-Dampf-Kraftwerke im Chemiepark Knapsack: Knapsack I (880 MW, 2007) und Knapsack II (430 MW, 2013). Ein benachbartes Ersatzbrennstoff-Kraftwerk eines anderen Betreibers ist nicht eingerechnet.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Mannheim
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.098
- Energieträger
- Steinkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Baden-Württemberg
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Grosskraftwerk Mannheim AG
Steinkohlekraftwerk am Rhein mit Block 9 (843 MW, 2015) und Block 6 (255 MW, 2005). Die Blöcke 7 und 8 stehen in der Netzreserve und sind nicht eingerechnet.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Datteln
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.052
- Energieträger
- Steinkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 1
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Datteln 4 a.s & Co. KG
Jüngstes Steinkohlekraftwerk Deutschlands, 2020 in Betrieb genommen, mit einem Block von 1.052 MW. Verlinkt ist der öffentliche Eintrag im Marktstammdatenregister.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Goldisthal
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.052
- Energieträger
- Pumpspeicher
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 4
- Bundesland
- Thüringen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Vattenfall Wasserkraft GmbH
Pumpspeicherkraftwerk im Thüringer Schiefergebirge mit vier Maschinensätzen zu je 263 MW (2003/2004). Leistungsgleich mit Datteln 4, daher gleicher Rang.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Raschau-Markersbach
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.045,2
- Energieträger
- Pumpspeicher
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 6
- Bundesland
- Sachsen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Vattenfall Wasserkraft GmbH
Pumpspeicherkraftwerk im Erzgebirge mit sechs Maschinensätzen, in Betrieb genommen zwischen 1979 und 1981.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Ludwigshafen am Rhein
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 1.024,6
- Energieträger
- Erdgas, Prozesswärme, Sonstige
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 13
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- BASF SE
Industriekraftwerke des BASF-Stammwerks, vor allem zwei Gas-und-Dampf-Anlagen (GuD Mitte, 2005, und GuD Süd, 1997), die Strom und Dampf für den Chemiestandort erzeugen.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Wehr
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 910
- Energieträger
- Pumpspeicher
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 4
- Bundesland
- Baden-Württemberg
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Schluchseewerk AG
Pumpspeicherkraftwerk im Südschwarzwald mit vier Maschinensätzen zu je 227,5 MW (1975/1976).
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Schkopau
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 900
- Energieträger
- Braunkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Sachsen-Anhalt
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Saale Energie GmbH
Braunkohlekraftwerk im mitteldeutschen Revier mit zwei Blöcken zu je 450 MW (1995/1996) Beide Blöcke sind laut Kraftwerksliste mit Wärmeauskopplung registriert.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Hamm
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 890
- Energieträger
- Erdgas
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG
Gas-und-Dampf-Kraftwerk mit zwei Blöcken zu je 445 MW (2007). Betreiber ist eine Projektgesellschaft der Stadtwerke-Kooperation Trianel.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Köln
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 865,9
- Energieträger
- Erdgas
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 3
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- RheinEnergie AG
Erdgas-Heizkraftwerk mit der GuD-Anlage Niehl 3 (452,9 MW, 2016) und der Anlage Niehl 2 (Gasturbine 266 MW, Dampfturbine 147 MW). Alle Einheiten sind laut Kraftwerksliste mit Wärmeauskopplung registriert.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)Karlsruhe
- Nettonennleistung in Betrieb (MW)
- 835,8
- Energieträger
- Steinkohle
- Blöcke/Einheiten in Betrieb
- 2
- Bundesland
- Baden-Württemberg
- Betreiber laut Kraftwerksliste
- EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Steinkohleblock RDK 8 (834 MW, 2014) mit einer kleinen Wasserturbine (1,8 MW). Block RDK 7 steht in der Netzreserve und ist nicht eingerechnet.
Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026)
Methodik
So haben wir bewertet
Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.
- Die Kraftwerksliste führt einzelne Blöcke bzw. Erzeugungseinheiten, keinen Standortnamen. Wir haben Einheiten zu einem Standort zusammengefasst, wenn sie unter demselben Kraftwerksnamen geführt werden (z. B. „Boxberg Block N, P, Q, R“), auch wenn einzelne Blöcke unterschiedlichen Gesellschaften gehören (Lippendorf, Irsching, Knapsack). Die Zuordnung ist in der Spalte „Betreiber“ offengelegt.
- Nur der Status „in Betrieb“ zählt. Nicht mitgerechnet sind Blöcke in Netzreserve (§ 13b EnWG bzw. KVBG), in Kapazitätsreserve (§ 13e EnWG), besondere netztechnische Betriebsmittel, vorläufig stillgelegte Blöcke sowie der Block A in Jänschwalde (zeitlich gestreckte Stilllegung nach § 50 KVBG). Dadurch fehlen etwa Heilbronn, Bexbach, Bergkamen und Staudinger, deren größte Blöcke in der Netzreserve stehen.
- Batteriespeicher am selben Standort (z. B. der Batteriespeicher Neurath oder Emsland) sind nicht eingerechnet; sie stehen in unserer Rangliste der größten Batteriespeicher.
- Wind- und Solarparks führt die Kraftwerksliste nicht als Einzelanlagen, sondern nur aggregiert je Bundesland. Sie sind deshalb nicht Teil dieser Liste; dafür gibt es eigene Ranglisten der größten Wind- und Solarparks.
- Pumpspeicherkraftwerke im Ausland, die direkt in das deutsche Netz einspeisen (z. B. Vianden in Luxemburg oder die Vorarlberger Werke), sind ausgeschlossen, weil die Rangliste nur Standorte in Deutschland betrachtet.
- Bei BASF Ludwigshafen sind alle in Betrieb befindlichen Einheiten des Werksstandorts in Rheinland-Pfalz zusammengezählt (zwei GuD-Anlagen und mehrere Dampfturbinen). Beim Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe ist eine 1,8-MW-Wasserturbine von Block 8 enthalten.
- Betreiber- und Eigentumsverhältnisse können sich nach dem Datenstand geändert haben. Beim Kraftwerk Datteln 4 nennt die Kraftwerksliste „Datteln 4 a.s & Co. KG“, das Marktstammdatenregister führt im Oktober 2026 die Onyx Datteln 4 GmbH & Co. KG.
Nettonennleistung
100 %Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Blöcke eines Standorts mit dem Kraftwerksstatus „in Betrieb“ laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026). Keine Schätzungen, keine Bruttowerte.
Unabhängigkeit und Transparenz
Green Contracting ist in diesem Markt nicht tätig und steht mit keinem der genannten Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst. Die Rangfolge ergibt sich ausschließlich aus den Daten der Bundesnetzagentur.
Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 10. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.
Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.
Einordnung
Die 20 größten Standorte kommen zusammen auf rund 27,6 GW Nettonennleistung. Das ist weniger als ein Zehntel der rund 295 GW, die die Kraftwerksliste zum Datenstand Juni 2026 insgesamt ausweist. Der Großteil der installierten Leistung steckt heute in Hunderttausenden Wind- und Solaranlagen, die einzeln klein sind und deshalb in einer Standort-Rangliste nicht auftauchen.
Acht der 20 Standorte sind Braunkohlekraftwerke, darunter die Plätze 1 bis 3 und 5. Ihre Zukunft ist gesetzlich begrenzt: Das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) sieht das Ende der Kohleverstromung spätestens 2038 vor, im Rheinischen Revier ist der Ausstieg für 2030 vereinbart. Die Liste wird sich deshalb in den kommenden Jahren deutlich verändern.
Gaskraftwerke und Pumpspeicher rücken nach. Erdgas-Standorte wie Emsland, Irsching, Knapsack, Hamm und Köln-Niehl liefern flexible Leistung, Pumpspeicher wie Goldisthal, Markersbach und Wehr gleichen kurzfristig Schwankungen von Wind und Sonne aus. Daneben wachsen Batteriegroßspeicher, die teils an alten Kraftwerksstandorten entstehen und deren Netzanschlüsse nutzen.
Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen ist die Liste vor allem ein Hinweis darauf, wie sich der Strommix verschiebt: weg von wenigen Großkraftwerken, hin zu vielen dezentralen Anlagen und Speichern. Wer Wärme und Strom im eigenen Objekt erzeugt, etwa mit Wärmepumpe, Photovoltaik oder Blockheizkraftwerk, macht sich unabhängiger von Großhandelspreisen, die in Stunden ohne Wind und Sonne von Gas- und Kohlekraftwerken bestimmt werden.
Häufige Fragen
Welches ist das größte Kraftwerk Deutschlands?
Nach der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026) ist das Braunkohlekraftwerk Boxberg in Sachsen mit 2.470 MW Nettonennleistung in Betrieb der größte Kraftwerksstandort. Es folgen Niederaußem (2.220 MW) und Neurath (2.120 MW) im Rheinischen Revier. Die größten Einzelblöcke sind die beiden Neurath-Blöcke F und G mit je 1.060 MW.
Was bedeutet Nettonennleistung?
Die Nettonennleistung ist die elektrische Dauerleistung, die ein Kraftwerk unter Nennbedingungen ins Netz abgeben kann, also nach Abzug des Eigenverbrauchs. Die Bruttoleistung liegt darüber, weil sie den Eigenbedarf der Anlage einschließt. Die Bundesnetzagentur weist beide Werte aus, die Rangliste nutzt die Nettowerte.
Warum stehen keine Windparks oder Solarparks in der Liste?
Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur führt Wind- und Solaranlagen nicht als einzelne Standorte, sondern nur zusammengefasst je Bundesland. Ein Vergleich auf derselben Datengrundlage ist deshalb nicht möglich. Die größten Wind- und Solarparks zeigen wir in eigenen Ranglisten.
Wie viel Kraftwerksleistung gibt es in Deutschland?
Die Kraftwerksliste weist zum Datenstand 26. Juni 2026 rund 294,7 GW Erzeugungsleistung aus, davon rund 206,5 GW aus erneuerbaren Energien. Darin sind auch Anlagen in Reserve und ausländische Kraftwerke enthalten, die direkt ins deutsche Netz einspeisen.
Warum fehlen bekannte Kraftwerke wie Heilbronn oder Staudinger?
Diese Standorte haben ihre großen Blöcke in die Netzreserve überführt. Sie dürfen nur auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber laufen und nehmen nicht am Strommarkt teil. Die Rangliste zählt ausschließlich Blöcke mit dem Status „in Betrieb“.