Rangliste · Stand: 26. Oktober 2026

    Die größten Steinkohlekraftwerke Deutschlands 2026

    Welches sind die größten Steinkohlekraftwerke Deutschlands? Diese Rangliste ordnet die noch in Betrieb befindlichen Steinkohlekraftwerke nach ihrer elektrischen Nettonennleistung. Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026, ausgewertet für den Energieträger „Steinkohle“ und den Status „in Betrieb“. Die Leistung aller Blöcke eines Standorts ist zusammengezählt. Anders als bei der Braunkohle sind die Betreiber auf importierte Steinkohle angewiesen; viele der Anlagen sind Heizkraftwerke, die zugleich Fernwärme auskoppeln.

    Sortiert nach
    Summe der Nettonennleistung aller Blöcke eines Standorts (MW)
    Unternehmen
    16 in der Rangliste
    Datenstand
    26. Oktober 2026

    Datenbasis: Leistung, Blöcke, Betreiber und Inbetriebnahmejahr: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026 (veröffentlicht 10.07.2026); Energieträger „Steinkohle“, Status „in Betrieb“, ausgewertet am 26.10.2026.

    So haben wir bewertet →

    Die größten Steinkohlekraftwerke: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Steinkohlekraftwerke in Deutschland, deren Blöcke in der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit dem Energieträger „Steinkohle“, dem Datensatztyp „Einzelanlage“ (Nettonennleistung ab 10 MW je Standort) und dem Status „in Betrieb“ geführt werden; dargestellt sind die 16 leistungsstärksten Standorte. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Mannheim

      Nettonennleistung (MW)
      1.098
      Blöcke in Betrieb
      2
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Großkraftwerk Mannheim AG
      Inbetriebnahme
      2005 / 2015

      Steinkohlekraftwerk am Rhein mit Block 6 (255 MW, 2005) und dem modernen Block 9 (843 MW netto, 2015). Gesellschafter sind RWE, EnBW und MVV. Das Kraftwerk koppelt Fernwärme für Mannheim und die Region aus.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    2. Datteln

      Nettonennleistung (MW)
      1.052
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Datteln 4 a.s & Co. KG (Onyx)
      Inbetriebnahme
      2020

      Jüngstes Steinkohlekraftwerk Deutschlands am Dortmund-Ems-Kanal, 2020 in Betrieb gegangen. Es liefert Bahnstrom, Haushaltsstrom und Fernwärme und ist der leistungsstärkste einzelne Steinkohleblock des Landes.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    3. Karlsruhe

      Nettonennleistung (MW)
      834
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EnBW Energie Baden-Württemberg AG
      Inbetriebnahme
      2014

      Block 8 des Rheinhafen-Dampfkraftwerks der EnBW, 2014 in Betrieb gegangen. Die Anlage versorgt Karlsruhe über eine Fernwärmeschiene mit Wärme und zählt zu den effizientesten Steinkohleblöcken Europas.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    4. Lünen

      Nettonennleistung (MW)
      746
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH
      Inbetriebnahme
      2013

      Steinkohlekraftwerk am Datteln-Hamm-Kanal, getragen von einem Verbund kommunaler Stadtwerke über die Trianel-Gruppe. Es ging 2013 in Betrieb.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    5. Wilhelmshaven

      Nettonennleistung (MW)
      726
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Niedersachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Onyx Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH
      Inbetriebnahme
      2015

      Steinkohlekraftwerk am Jadebusen mit eigenem Importhafen, betrieben von der Onyx-Gruppe. Die Lage an der Küste erleichtert die Anlieferung importierter Steinkohle per Schiff.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    6. Duisburg

      Nettonennleistung (MW)
      725
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      STEAG Power GmbH
      Inbetriebnahme
      2013

      Block 10 des Kraftwerks Walsum am Rhein in Duisburg, 2013 in Betrieb gegangen. Er koppelt Fernwärme aus und wird von der STEAG-Gruppe betrieben.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    7. Berlin

      Nettonennleistung (MW)
      564
      Blöcke in Betrieb
      2
      Bundesland
      Berlin
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
      Inbetriebnahme
      1987 / 1988

      Größtes Steinkohle-Heizkraftwerk Berlins im Ortsteil Spandau mit den baugleichen Dampfturbinen D und E (je 282 MW). Es versorgt einen großen Teil der Berliner Fernwärme.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    8. Rostock

      Nettonennleistung (MW)
      514
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Mecklenburg-Vorpommern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EnBW Energie Baden-Württemberg AG
      Inbetriebnahme
      1994

      Einziges Steinkohlekraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern, im Überseehafen Rostock gelegen. Es liefert Strom und Fernwärme für die Hansestadt; laut Kraftwerksliste ist die EnBW Betreiberin.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    9. Altbach

      Nettonennleistung (MW)
      323
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EnBW Energie Baden-Württemberg AG
      Inbetriebnahme
      1997

      Heizkraftwerk der EnBW am Neckar, das die Region Stuttgart mit Fernwärme versorgt. In Betrieb ist der in der Kraftwerksliste geführte Steinkohleblock mit 323 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    10. Wedel

      Nettonennleistung (MW)
      253
      Blöcke in Betrieb
      2
      Bundesland
      Schleswig-Holstein
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Hamburger Energiewerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1993

      Steinkohle-Heizkraftwerk an der Elbe westlich von Hamburg mit den Blöcken 1 und 2 (137 und 116 MW). Es liefert Fernwärme nach Hamburg; der Ersatz durch andere Erzeugung ist angekündigt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    11. Hamburg

      Nettonennleistung (MW)
      189
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Hamburg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Hamburger Energiewerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1993

      Steinkohle-Heizkraftwerk im Hamburger Osten, das Block 20 mit 189 MW betreibt. Es speist Fernwärme in das Hamburger Netz ein und soll perspektivisch auf andere Energieträger umgestellt werden.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    12. Hannover

      Nettonennleistung (MW)
      136
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Niedersachsen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      enercity AG
      Inbetriebnahme
      1989

      Gemeinschaftskraftwerk Hannover im Stadtteil Stöcken, betrieben von enercity. Es versorgt unter anderem das Volkswagen-Werk und Stadtteile Hannovers mit Strom und Fernwärme.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    13. Frankfurt am Main

      Nettonennleistung (MW)
      123
      Blöcke in Betrieb
      2
      Bundesland
      Hessen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Mainova AG
      Inbetriebnahme
      1990

      Steinkohle-Heizkraftwerk der Mainova im Frankfurter Gutleutviertel mit den Blöcken 2 und 3 (je 61,5 MW). Es liefert Strom und Fernwärme für die Innenstadt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    14. Berlin

      Nettonennleistung (MW)
      89
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Berlin
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
      Inbetriebnahme
      1990

      Steinkohle-Heizkraftwerk im Berliner Ortsteil Moabit mit einer Dampfturbine von 89 MW, betrieben von der BEW. Es versorgt den Berliner Nordwesten mit Fernwärme.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    15. Offenbach am Main

      Nettonennleistung (MW)
      49
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Hessen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Energieversorgung Offenbach AG
      Inbetriebnahme
      1988

      Heizkraftwerk der Energieversorgung Offenbach, das Strom und Fernwärme für die Stadt erzeugt. Laut Kraftwerksliste ist der Steinkohleblock mit 49 MW in Betrieb.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung
    16. Flensburg

      Nettonennleistung (MW)
      33
      Blöcke in Betrieb
      1
      Bundesland
      Schleswig-Holstein
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Stadtwerke Flensburg GmbH
      Inbetriebnahme
      1988

      Heizkraftwerk der Stadtwerke Flensburg mit der in der Kraftwerksliste geführten Steinkohle-Dampfturbine von 32,9 MW. Es versorgt nahezu die gesamte Stadt über ein dichtes Fernwärmenetz.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Steinkohle“, eigene Auswertung

    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Rangfolge ausschließlich nach der Nettonennleistung der in Betrieb befindlichen Steinkohleblöcke laut Kraftwerksliste. Blöcke in Netzreserve, Kapazitätsreserve oder vorläufiger Stilllegung sind nicht mitgezählt; dadurch fehlen Standorte, deren Steinkohleblöcke ausschließlich als Reserve geführt werden.
    • Die Kraftwerksliste führt einzelne Blöcke, keinen Standortnamen. Wir haben Blöcke zu einem Standort zusammengefasst, wenn sie unter demselben Kraftwerksnamen geführt werden (z. B. Großkraftwerk Mannheim Block 6 und 9 oder Reuter West Dampfturbine D und E).
    • Nur Kraftwerke mit Steinkohle als Energieträger. Blöcke desselben Standorts, die mit Braunkohle, Erdgas oder Abfall betrieben werden, sind nicht enthalten; so ist am Standort Weisweiler nur die Steinkohle gezählt, nicht die dortigen Braunkohle- und Gasblöcke.
    • Betreiber laut Kraftwerksliste. Beim Kraftwerk Datteln 4 nennt die Liste die „Datteln 4 a.s & Co. KG“; das Marktstammdatenregister führt den Betrieb im Oktober 2026 unter der Onyx Datteln 4 GmbH & Co. KG. Eigentums- und Betreiberverhältnisse können sich nach dem Datenstand geändert haben.
    • Mehrere Heizkraftwerke der Liste koppeln neben Strom auch Fernwärme aus; die Nettonennleistung bildet nur die elektrische Leistung ab. Industrielle Kleinkraftwerke der Steinkohle unter rund 30 MW, etwa Werksanlagen der Currenta in Leverkusen und Dormagen, sind nicht dargestellt.
    • Die Angaben geben den Status zum Datenstand 26.06.2026 wieder. Einzelne Standorte, deren Stilllegung oder Ersatz durch andere Anlagen angekündigt ist (etwa die Hamburger Heizkraftwerke Wedel und Tiefstack), können inzwischen abweichen.

    Nettonennleistung

    100 %

    Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Blöcke eines Standorts mit dem Energieträger „Steinkohle“ und dem Status „in Betrieb“ laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026). Keine Schätzungen, keine Bruttowerte.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting betreibt keine Steinkohlekraftwerke und ist in diesem Markt nicht tätig. Mit keinem der genannten Unternehmen besteht eine Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst. Die Rangfolge ergibt sich ausschließlich aus den Daten der Bundesnetzagentur.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 26. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Steinkohle spielt in der deutschen Stromerzeugung eine kleinere Rolle als Braunkohle, ist aber über das ganze Land verteilt. Während Braunkohle in den Revieren direkt am Tagebau verstromt wird, sind Steinkohlekraftwerke auf importierten Brennstoff angewiesen. Sie stehen deshalb bevorzugt an Küsten und schiffbaren Flüssen – in Wilhelmshaven und Rostock an der See, in Mannheim, Karlsruhe, Duisburg und Datteln an Rhein und Kanälen.

    Auffällig ist, dass fast alle großen Steinkohlekraftwerke zugleich Heizkraftwerke sind: Sie koppeln Fernwärme aus und versorgen ganze Städte wie Berlin, Hamburg, Mannheim, Hannover oder Flensburg. Das macht den Kohleausstieg hier komplizierter als bei reinen Stromkraftwerken, denn für die Wärme müssen gleichwertige Ersatzlösungen entstehen – Großwärmepumpen, Abwärme, Wärmespeicher oder zunächst Gas-Heizkraftwerke.

    Der Ausstieg aus der Steinkohle läuft über Ausschreibungen: Betreiber geben Gebote ab, um ihre Anlagen gegen eine Prämie stillzulegen. Zahlreiche ältere Blöcke sind dadurch bereits vom Netz gegangen oder in die Netzreserve gewechselt, in der sie nur noch auf Anweisung der Netzbetreiber zur Stabilisierung des Stromnetzes laufen. Das gesetzliche Enddatum für die Kohleverstromung ist 2038, mit der Option eines vorgezogenen Ausstiegs.

    Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen ist das vor allem über die Fernwärme relevant. Wer in einer Stadt mit kohlebasiertem Heizkraftwerk an ein Wärmenetz angeschlossen ist, erlebt in den kommenden Jahren den Umbau der Wärmeerzeugung. Die kommunale Wärmeplanung legt fest, welche Quartiere künftig über das Netz, welche über dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder Contracting versorgt werden.

    Am Strommarkt verlieren Steinkohlekraftwerke an Bedeutung: Steigende CO₂-Preise und der Ausbau von Wind und Sonne drängen sie zunehmend in Zeiten mit wenig erneuerbarer Erzeugung. Für Objekte mit dynamischem Stromtarif heißt das, dass die teuersten Stunden häufig jene sind, in denen Kohle- und Gaskraftwerke den Preis setzen – ein Grund mehr, Verbrauch in günstige, windreiche Stunden zu verschieben.

    Green Contracting

    Ihre eigene Wärmeversorgung prüfen

    Die Rangliste zeigt den Markt – entscheidend ist, was für Ihr Gebäude zählt. Rechnen Sie das Green WärmeAbo durch oder lassen Sie Ihre aktuelle Wärmeversorgung kostenlos prüfen.

    Häufige Fragen

    Welches ist das größte Steinkohlekraftwerk Deutschlands?

    Nach der Nettonennleistung aller in Betrieb befindlichen Blöcke ist das Großkraftwerk Mannheim mit zusammen 1.098 MW (Block 6 und Block 9) der größte Steinkohlestandort. Der leistungsstärkste einzelne Block steht dagegen in Datteln: Datteln 4 erreicht mit einem Block 1.052 MW und ist das jüngste Steinkohlekraftwerk des Landes.

    Wie viele Steinkohlekraftwerke gibt es noch in Deutschland?

    Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur führt zum Datenstand Juni 2026 noch mehrere Dutzend Steinkohle-Einheiten mit dem Status „in Betrieb“. Die großen stromerzeugenden Standorte sind überschaubar; diese Rangliste zeigt die 16 leistungsstärksten. Viele ältere Blöcke sind bereits stillgelegt oder stehen in der Netzreserve.

    Was ist der Unterschied zwischen Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken?

    Braunkohle wird in Deutschland im Tagebau gefördert und direkt vor Ort verstromt; die Kraftwerke sind größer und stehen in den Revieren im Rheinland, in der Lausitz und in Mitteldeutschland. Steinkohle hat einen höheren Energiegehalt, wird aber fast vollständig importiert; die Kraftwerke stehen deshalb an Küsten und Wasserstraßen und sind im Schnitt kleiner.

    Wann werden die Steinkohlekraftwerke abgeschaltet?

    Das Kohleausstiegsgesetz sieht das Ende der Kohleverstromung spätestens 2038 vor. Für Steinkohle läuft der Ausstieg über Stilllegungsausschreibungen, bei denen Betreiber gegen eine Prämie vom Netz gehen. Einzelne Blöcke können nach der Stilllegung noch als Netzreserve vorgehalten werden, um das Stromnetz in Engpässen zu stabilisieren.

    Warum sind viele Steinkohlekraftwerke zugleich Heizkraftwerke?

    Die meisten großen Steinkohlekraftwerke stehen in oder nahe an Städten und nutzen die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme für Fernwärmenetze. Diese Kraft-Wärme-Kopplung erhöht den Brennstoffnutzungsgrad deutlich. Beim Kohleausstieg muss diese Wärme durch andere Quellen ersetzt werden, etwa durch Großwärmepumpen, Abwärme oder Wärmespeicher.

    Woher stammen die Daten dieser Rangliste?

    Alle Leistungs-, Block- und Betreiberangaben stammen aus der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026. Ausgewertet wurden alle Einzelanlagen mit dem Energieträger „Steinkohle“ und dem Status „in Betrieb“, zusammengefasst je Standort.