Technik · Wärme erzeugen

    Pelletheizung: Heizen mit Holz

    Stand: 6. November 2026

    Interaktiv: Aufbau abspielen, durch die Energie-Reise fliegen, einzelne Bauteile anklicken. Hell-/Dunkelmodus und Touch werden unterstützt.

    Wie funktioniert eine Pelletheizung?

    Eine Förderschnecke transportiert Holzpellets aus dem Vorratslager in den Brennraum, die automatische Zündung verbrennt sie, ein Wärmetauscher überträgt die Wärme an das Heizwasser. Weil Holz nachwächst, ist die Verbrennung weitgehend CO₂-neutral; der Wirkungsgrad liegt bei 90 bis 95 Prozent.

    • 90–95 %Wirkungsgrad moderner Kessel
    • CO₂-armnachwachsender Rohstoff Holz
    • automatischFörderung, Zündung und Ascheaustrag

    Von den Pellets zur Heizwärme

    Eine Pelletheizung arbeitet vollautomatisch wie eine herkömmliche Zentralheizung, nur mit festem Brennstoff. Lager, Förderung, Brennraum und Ascheaustrag sind aufeinander abgestimmt.

    1. Lager und Förderschnecke: Pellets werden aus dem Silo in den Brennraum transportiert.
    2. Brennraum: Die automatische Zündung entfacht die Pellets, es entsteht Glut.
    3. Wärmetauscher: Die heißen Rauchgase geben ihre Wärme an das Heizwasser ab.
    4. Ascheaustrag und Pufferspeicher: Die Asche wird in eine Box ausgetragen, der Speicher glättet den Betrieb.

    Wann eine Pelletheizung sinnvoll ist

    Die Pelletheizung ist eine Alternative dort, wo eine Wärmepumpe nicht passt – etwa bei sehr hohem Wärmebedarf, hohen nötigen Vorlauftemperaturen in unsanierten Altbauten oder fehlendem Platz für Außeneinheiten.

    Sie braucht ein Lager für die Pellets und einen Pufferspeicher. Der Brennstoffpreis ist unabhängig vom Strompreis, schwankt aber mit dem Holzmarkt.

    Häufige Fragen

    Ist Heizen mit Pellets klimafreundlich?

    Holz setzt bei der Verbrennung nur so viel CO₂ frei, wie der Baum beim Wachsen gebunden hat, daher gilt es als weitgehend CO₂-neutral. Wichtig sind kurze Transportwege und zertifizierte Pellets aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

    Wie viel Platz braucht eine Pelletheizung?

    Neben dem Kessel wird ein Lagerraum oder ein Pellettank benötigt. Für ein Einfamilienhaus reicht oft ein kleiner Raum oder ein Gewebetank; die Größe richtet sich nach dem Jahresverbrauch und der gewünschten Lieferhäufigkeit.

    Wie oft muss man Asche entleeren?

    Moderne Kessel tragen die Asche automatisch in eine Box aus, die je nach Verbrauch nur wenige Male pro Heizsaison geleert werden muss. Reinigung und Wartung übernimmt beim Contracting der Betreiber.

    Lässt sich eine Pelletheizung mit Solar kombinieren?

    Ja. Solarthermie deckt im Sommer das Warmwasser, sodass der Pelletkessel in der warmen Jahreszeit ausgeschaltet bleiben kann. Beide zahlen auf denselben Pufferspeicher ein.

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