Strom & Mobilität

    E-Auto oder Benziner: Ab wann holt das E-Auto den Aufpreis rein?

    Ab wann lohnt sich ein E-Auto gegenüber einem Benziner?

    Wer zu Hause an der Wallbox lädt, hat den Aufpreis des E-Autos im Beispiel nach rund 87.000 Kilometern wieder drin – bei 15.000 Kilometern im Jahr nach knapp 6 Jahren. Auf 100 Kilometer zahlt das E-Auto 7,16 Euro, der Benziner 11,67 Euro (Stand Oktober 2026). Wer nur am Schnelllader lädt, liegt nach 10 Jahren noch hinten.

    E-Auto oder Benziner: Wann rechnet es sich?1:12 Min.
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    E-Auto oder Benziner? Das E-Auto kostet rund viertausend Euro mehr. Ab wann hat es das wieder drin? Drei gleiche Kompaktwagen, je fünfzehntausend Kilometer im Jahr. Der Benziner tankt E10 für zwei Euro acht. E-Auto eins lädt zu Hause an der Wallbox. E-Auto zwei nur unterwegs am Schnelllader – mit Ladevertrag. Der Benziner braucht 5,6 Liter, das E-Auto 19 Kilowattstunden auf hundert Kilometer. Strom kostet zu Hause 37 Cent, am Schnelllader 52. Los geht's! Der Benziner startet mit viertausend Euro Vorsprung. Auf hundert Kilometern zahlt er 11,67 Euro – das Wallbox-Auto nur 7,16! Nach knapp sechs Jahren und 87.000 Kilometern: Das Wallbox-Auto überholt! Das Schnelllader-Auto liegt nach zehn Jahren immer noch hinten. Und ohne Ladevertrag kostet Strom an der Autobahn sogar 84 Cent – teurer als Benzin! Wo lädst du – zu Hause oder unterwegs? Schreib's in die Kommentare!

    Das Video zeigt drei Kompaktwagen auf der Autobahn: einen Benziner, ein E-Auto mit Wallbox und ein E-Auto am Schnelllader. Jedes startet mit seinem Kaufpreis als Preisschild, Info-Karten blenden Spritpreis, Verbrauch und Strompreise ein. Ein Zähler für Kilometer und Jahre läuft mit, bis das Wallbox-Auto den Benziner überholt.

    Wie viel teurer ist ein E-Auto als ein Benziner?

    Im Beispiel kostet das E-Auto rund 4.000 Euro mehr. Der ADAC nennt für den VW ID.3 Pure 33.330 Euro und für den Golf 1.5 TSI 29.395 Euro (Stand April 2026). Die Differenz beträgt 3.935 Euro. Diesen Rückstand muss das E-Auto über günstigere Energiekosten aufholen.

    Der Vergleich nutzt zwei ähnlich große Kompaktwagen, damit Platz und Nutzung vergleichbar sind. Alle Autos fahren 15.000 Kilometer im Jahr. Kfz-Steuer und Wartung sind in der Rechnung nicht enthalten. Beides spricht eher für das E-Auto: Elektroautos sind bei Erstzulassung bis zum 31.12.2030 von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis zum 31.12.2035. Die Rechnung ist also eher vorsichtig. Wer Steuer und Wartung mit einrechnet, erreicht den Gleichstand eher früher.

    Was kosten 100 Kilometer mit E-Auto und Benziner?

    Der Benziner braucht 5,6 Liter E10 auf 100 Kilometer, bei 2,084 Euro pro Liter sind das 11,67 Euro. Das E-Auto braucht 19,2 Kilowattstunden. Zu Hause an der Wallbox kostet das bei 37,3 Cent 7,16 Euro, am Schnelllader mit Ladevertrag bei 52 Cent 9,98 Euro.

    Die Verbrauchswerte stammen aus dem ADAC Ecotest: 5,6 Liter für den Golf 1.5 TSI, 19,2 Kilowattstunden für den ID.3 Pro S. Der Spritpreis ist der ADAC-Wert vom 28.10.2026 und enthält den Tankrabatt, der von Oktober bis Dezember 2026 gilt. Der Strompreis zu Hause ist der Durchschnitt laut BDEW-Strompreisanalyse vom Oktober 2026. Ändert sich einer dieser Preise, ändern sich auch die Kosten pro 100 Kilometer. Aktuelle Werte zeigt unser Strompreis-Überblick.

    Wann hat das E-Auto den Aufpreis wieder drin?

    Mit Wallbox spart das E-Auto 4,51 Euro auf jede 100 Kilometer. Teilt man den Aufpreis von 3.935 Euro durch diese Ersparnis, ergeben sich rund 87.250 Kilometer. Bei 15.000 Kilometern im Jahr liegt das E-Auto nach etwa 5,8 Jahren vorn. Danach spart es mit jedem Kilometer weiter.

    Wer mehr fährt, erreicht den Gleichstand früher, wer weniger fährt, später. Die Kilometerzahl bleibt dabei gleich, nur die Zahl der Jahre ändert sich. Auch der Strompreis zählt: Mit einem günstigeren Tarif oder Strom vom eigenen Dach sinken die Kosten pro 100 Kilometer weiter. Die Rechnung hält alle Preise konstant. Steigt der Spritpreis nach dem Ende des Tankrabatts, kommt das E-Auto schneller nach vorn. Ladestationen für zu Hause finden Sie im Bereich Wallbox.

    Lohnt sich ein E-Auto, wenn ich nur am Schnelllader lade?

    Wer nur am Schnelllader lädt, holt den Aufpreis im Beispiel auch nach 10 Jahren nicht herein. Mit Ladevertrag kosten 100 Kilometer 9,98 Euro, nur wenig günstiger als der Benziner mit 11,67 Euro. Ohne Ladevertrag zahlen Sie an der Autobahn rund 84 Cent pro Kilowattstunde – das sind 16,13 Euro pro 100 Kilometer.

    Spontanes Laden ohne Vertrag ist damit teurer als Benzin. Die Preise stammen aus dem ADAC-Vergleich der Ladesäulenpreise 2026 und beziehen sich auf Schnellladesäulen an der Autobahn. An anderen Ladesäulen können die Preise anders liegen. Wer viel unterwegs lädt, sollte die Tarife vergleichen und einen passenden Ladevertrag abschließen. Für Langstrecken bleibt der Schnelllader unverzichtbar, im Alltag sollte er aber die Ausnahme sein. Einen Überblick über die Anbieter gibt die Rangliste der Ladesäulenbetreiber.

    Welche Kosten fehlen im Vergleich E-Auto gegen Benziner?

    Nicht eingerechnet sind Kfz-Steuer, Wartung, Versicherung und Wertverlust. Die Kfz-Steuer spricht klar für das E-Auto, weil es bei Erstzulassung bis Ende 2030 steuerfrei ist. Auch die Wartung ist beim E-Auto meist einfacher, da Ölwechsel und viele Verschleißteile entfallen. Versicherung und Wiederverkaufswert hängen stark vom Modell ab.

    Ein Punkt wird oft vergessen: Auch Anschaffung und Installation einer Wallbox sind in der Rechnung nicht enthalten. Wer keine eigene Lademöglichkeit hat, etwa in einer Mietwohnung ohne Stellplatz, ist eher auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Ein Ladeplatz beim Arbeitgeber kann die Rechnung dagegen deutlich verbessern. Dann verschiebt sich die Rechnung deutlich zugunsten des Benziners. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf ehrlich, wo Sie im Alltag laden werden.

    E-Auto oder Benziner: Für wen lohnt sich was?

    Das E-Auto lohnt sich vor allem, wenn Sie zu Hause günstig laden können. Bei 15.000 Kilometern im Jahr ist der Gleichstand mit Wallbox nach knapp 6 Jahren erreicht, wer mehr fährt, kommt früher dorthin. Wer fast nur am Schnelllader lädt, hat finanziell kaum einen Vorteil gegenüber dem Benziner.

    Besonders günstig wird es, wenn das E-Auto mit Strom vom eigenen Dach lädt. Eine Photovoltaikanlage liefert tagsüber Strom, den Sie direkt ins Auto laden können, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Das senkt die Kosten pro 100 Kilometer in der Regel unter den Wert für Netzstrom. Wie viel das ausmacht, hängt von der Größe der Anlage ab und davon, wann das Auto zu Hause steht. Mehr dazu finden Sie im Bereich Photovoltaik.

    Ein E-Auto spart dort, wo es geladen wird: an der Wallbox nach knapp sechs Jahren, am Schnelllader ohne Vertrag gar nicht.

    Ihre eigene Zahl statt Durchschnitt: Rechnen Sie es gratis nach.