Rangliste · Stand: 29. Oktober 2026

    Die größten Müllheizkraftwerke Deutschlands 2026

    Welches sind die größten Müllheizkraftwerke Deutschlands? Diese Rangliste ordnet die 20 leistungsstärksten Standorte der thermischen Abfallverwertung nach ihrer elektrischen Nettonennleistung. Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026, ausgewertet für den Energieträger „Abfall“ und den Status „in Betrieb“. Erfasst sind Müllheizkraftwerke für Siedlungsabfälle ebenso wie Ersatzbrennstoff-Kraftwerke für aufbereitete Gewerbe- und Industrieabfälle. Wichtig: Die Rangfolge misst die Stromerzeugungsleistung, nicht die verbrannte Abfallmenge in Tonnen pro Jahr. An der Spitze steht das Müllheizkraftwerk Rothensee in Magdeburg mit 96,3 MW.

    Sortiert nach
    Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Abfall-Turbinen eines Standorts (MW)
    Unternehmen
    20 in der Rangliste
    Datenstand
    29. Oktober 2026

    Datenbasis: Leistung, Blöcke, Betreiber, Hauptbrennstoff und Inbetriebnahmejahr: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026 (veröffentlicht 10.07.2026); Energieträger „Abfall“, Status „in Betrieb“, ausgewertet am 29.10.2026.

    So haben wir bewertet →

    Die 20 größten Müllheizkraftwerke: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Abfallkraftwerke in Deutschland, deren Turbinen in der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit dem Energieträger „Abfall“, dem Datensatztyp „Einzelanlage“ (Nettonennleistung ab 10 MW je Standort) und dem Status „in Betrieb“ geführt werden; dargestellt sind die 20 leistungsstärksten Standorte. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Magdeburg

      Nettonennleistung (MW)
      96,3
      Turbinen in Betrieb
      3
      Bundesland
      Sachsen-Anhalt
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH
      Inbetriebnahme
      2005–2024

      Müllheizkraftwerk im Magdeburger Norden mit den Blöcken 1 und 2 (2005/2006) und dem 2024 in Betrieb gegangenen Block 3. Es liefert Strom und Fernwärme für Magdeburg.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    2. Frankfurt am Main

      Nettonennleistung (MW)
      72,5
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Hessen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH
      Inbetriebnahme
      1986 / 2005

      Müllheizkraftwerk in der Frankfurter Nordweststadt mit den Turbinen 3 (26 MW) und 7 (46,5 MW). Die Wärme speist in das Frankfurter Fernwärmenetz ein.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    3. Frankfurt am Main

      Nettonennleistung (MW)
      71
      Turbinen in Betrieb
      1
      Bundesland
      Hessen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle / Ersatzbrennstoffe
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
      Inbetriebnahme
      2014

      Ersatzbrennstoff-Kraftwerk im Industriepark Höchst, das Strom und Prozessdampf für die Chemie- und Pharmabetriebe am Standort erzeugt. Mit einer Turbine von 71 MW ist es die größte einzelne Abfallturbine der Liste.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    4. Herten

      Nettonennleistung (MW)
      65,5
      Turbinen in Betrieb
      4
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH / RZR II Herten GmbH
      Inbetriebnahme
      1981–2019

      Abfallverwertungsstandort der AGR-Gruppe in Herten mit zwei Turbinen im RZR I (je 14,88 MW, 1981) und zwei Turbinen im RZR II (23,5 und 12,26 MW).

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    5. Bremen

      Nettonennleistung (MW)
      65,1
      Turbinen in Betrieb
      3
      Bundesland
      Bremen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      swb Entsorgung GmbH & Co. KG
      Inbetriebnahme
      1984–2013

      Müllheizkraftwerk der swb-Gruppe in Bremen-Findorff mit drei Generatoren, darunter der 2013 in Betrieb gegangene Generator 4 mit 49,2 MW. Es versorgt Teile Bremens mit Fernwärme.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    6. Köln

      Nettonennleistung (MW)
      64
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
      Inbetriebnahme
      1998 / 2017

      Restmüllverbrennungsanlage der AVG im Kölner Norden mit Turbosatz 1 (46 MW, 1998) und Turbosatz 2 (18 MW, 2017). Für Turbosatz 2 nennt die Kraftwerksliste keinen Hauptbrennstoff.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    7. Oberhausen

      Nettonennleistung (MW)
      61,5
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH
      Inbetriebnahme
      1991 / 2006

      Abfallverbrennungsanlage in Oberhausen für Abfälle aus mehreren Städten und Kreisen am Niederrhein, mit zwei Turbosätzen von 40,4 und 21,1 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    8. Schwandorf

      Nettonennleistung (MW)
      50
      Turbinen in Betrieb
      3
      Bundesland
      Bayern
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Zweckverband Müllverwertung Schwandorf
      Inbetriebnahme
      1982 / 1992

      Müllkraftwerk des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf, der Abfälle aus großen Teilen Ost- und Nordbayerns verwertet. Drei Turbinen mit 10, 10 und 30 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    9. Wuppertal

      Nettonennleistung (MW)
      49,4
      Turbinen in Betrieb
      3
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EkoCity (Betrieb: AWG Wuppertal)
      Inbetriebnahme
      1976 / 2017

      Müllheizkraftwerk auf dem Korzert in Wuppertal, das seit 1976 Restabfälle aus dem Verbandsgebiet von EKOCity verwertet. Es erzeugt Strom, Fernwärme und an einem Elektrolyseur auch Wasserstoff.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    10. Unterföhring

      Nettonennleistung (MW)
      40
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Bayern
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      SWM Services GmbH
      Inbetriebnahme
      1984 / 1991

      Die Blöcke 1 und 3 des Heizkraftwerks Nord der Stadtwerke München verbrennen Münchner Restmüll. Gezählt sind nur diese beiden Abfallturbinen mit 18 und 22 MW.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    11. Stapelfeld

      Nettonennleistung (MW)
      38,4
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Schleswig-Holstein
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EEW Energy from Waste Stapelfeld GmbH
      Inbetriebnahme
      1979 / 2025

      Müllheizkraftwerk am östlichen Stadtrand von Hamburg, an dem EEW 2025 eine neue Anlage mit 27 MW in Betrieb genommen hat. Daneben ist eine ältere Turbine mit 11,4 MW gelistet.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    12. Mannheim

      Nettonennleistung (MW)
      38,2
      Turbinen in Betrieb
      4
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      MVV Umwelt Asset GmbH
      Inbetriebnahme
      2010–2020

      Müllheizkraftwerk der MVV auf der Friesenheimer Insel mit der Hauptturbine T60 (25,6 MW) und drei kleineren Generatoren. Es liefert Fernwärme und Prozessdampf.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    13. Essen

      Nettonennleistung (MW)
      38
      Turbinen in Betrieb
      1
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Generation SE
      Inbetriebnahme
      1987

      Müllheizkraftwerk von RWE im Essener Norden, das Abfälle aus dem Ruhrgebiet verwertet und Fernwärme auskoppelt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    14. Helmstedt

      Nettonennleistung (MW)
      37,5
      Turbinen in Betrieb
      1
      Bundesland
      Niedersachsen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EEW Energy from Waste Helmstedt GmbH
      Inbetriebnahme
      2014

      Abfallverbrennungsanlage am Standort Buschhaus bei Helmstedt, eine der größten Anlagen der EEW-Gruppe. Die Turbine arbeitet ohne Wärmeentnahme und erzeugt überwiegend Strom.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    15. Premnitz

      Nettonennleistung (MW)
      33,7
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Brandenburg
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EEW Energy from Waste Premnitz GmbH
      Inbetriebnahme
      2005 / 2021

      Abfallkraftwerk im Industriepark Premnitz mit dem 2021 in Betrieb gegangenen Turbosatz 5 (32,3 MW) und einer kleineren Turbine.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    16. Leuna

      Nettonennleistung (MW)
      32,5
      Turbinen in Betrieb
      2
      Bundesland
      Sachsen-Anhalt
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      MVV Umwelt Asset GmbH
      Inbetriebnahme
      2005 / 2007

      Abfallverwertungsanlage der MVV im Chemiestandort Leuna mit zwei Linien von je 16,2 MW. Sie liefert Strom und Dampf an Unternehmen des Chemieparks.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    17. Hameln

      Nettonennleistung (MW)
      32,4
      Turbinen in Betrieb
      4
      Bundesland
      Niedersachsen
      Hauptbrennstoff
      Siedlungsabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Enertec Hameln GmbH
      Inbetriebnahme
      1952–2009

      Abfallkraftwerk in Hameln, das Strom und Prozessdampf erzeugt. Die Kraftwerksliste führt vier Turbinen mit zusammen 32,4 MW, die älteste mit Inbetriebnahmejahr 1952.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    18. Bremen

      Nettonennleistung (MW)
      32
      Turbinen in Betrieb
      1
      Bundesland
      Bremen
      Hauptbrennstoff
      Industrieabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      swb Entsorgung GmbH & Co. KG
      Inbetriebnahme
      2009

      Kraftwerk am swb-Standort Hafen, das mittelkalorische Abfälle wie Gewerbe- und Sortierreste verwertet. Es ist neben dem Müllheizkraftwerk die zweite Abfallverwertungsanlage der swb in Bremen.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    19. Eisenhüttenstadt

      Nettonennleistung (MW)
      32
      Turbinen in Betrieb
      1
      Bundesland
      Brandenburg
      Hauptbrennstoff
      Industrieabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Progroup Power 1 GmbH
      Inbetriebnahme
      2009

      Ersatzbrennstoff-Kraftwerk neben der Papierfabrik der Progroup in Eisenhüttenstadt, das Strom und Prozessdampf für die Papierproduktion erzeugt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung
    20. Rüdersdorf bei Berlin

      Nettonennleistung (MW)
      30
      Turbinen in Betrieb
      1
      Bundesland
      Brandenburg
      Hauptbrennstoff
      Industrieabfälle
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      IKW Rüdersdorf GmbH
      Inbetriebnahme
      2007

      Ersatzbrennstoff-Kraftwerk neben dem Zementwerk Rüdersdorf, das aufbereitete Gewerbe- und Siedlungsabfälle verwertet. Es gehört heute zur Iqony-Gruppe.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Abfall“, eigene Auswertung

    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Rangfolge ausschließlich nach der elektrischen Nettonennleistung. Die Verbrennungskapazität in Tonnen pro Jahr und die ausgekoppelte Fernwärme- oder Prozessdampfleistung sind nicht berücksichtigt, weil es dafür keine einheitliche, öffentlich zugängliche Primärquelle für alle Anlagen gibt. Eine Anlage mit hohem Durchsatz und starker Wärmeauskopplung kann deshalb weiter hinten stehen als eine Anlage mit kleinerem Durchsatz, die überwiegend Strom erzeugt.
    • Die Kraftwerksliste führt einzelne Turbinen, keinen Standortnamen. Wir haben Turbinen zu einem Standort zusammengefasst, wenn sie demselben Betreiber und derselben Anlage zuzuordnen sind. Beim Rohstoffrückgewinnungszentrum Ruhr (RZR) in Herten sind RZR I (AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet) und RZR II (RZR II Herten GmbH, eine Gesellschaft der AGR-Gruppe) zusammengezählt.
    • Betreiber mit mehreren Standorten sind getrennt erfasst: swb Entsorgung mit dem Müllheizkraftwerk Bremen und dem Mittelkalorik-Kraftwerk (MKK) am Kraftwerksstandort Hafen, MVV Umwelt mit Mannheim und Leuna, EEW mit den jeweiligen Standortgesellschaften.
    • Die Turbinen mit dem Betreibernamen „EkoCity“ (Generatoren A und B, 1976, sowie C, 2017) haben wir dem Müllheizkraftwerk Wuppertal zugeordnet: Die Anlage ging 1976 in Betrieb und verwertet die Restabfälle des Abfallwirtschaftsverbands EKOCity; betrieben wird sie von der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal.
    • Beim SWM-Heizkraftwerk Nord in Unterföhring sind nur die beiden mit Abfall befeuerten Turbinen (Block 1 und 3) gezählt, nicht der erdgasgefeuerte Block 2. Bei Mannheim sind die Hauptturbine T60 und drei kleinere Generatoren enthalten, beim Müllheizkraftwerk Bremen auch der kleine Generator 1 (2,6 MW).
    • Gleichstand: Das Mittelkalorik-Kraftwerk Bremen und das Kraftwerk Progroup Power 1 in Eisenhüttenstadt haben jeweils 32 MW; sie sind in alphabetischer Reihenfolge des Standorts mit fortlaufenden Rängen aufgeführt.
    • Nicht berücksichtigt sind Notstromaggregate mit Heizöl an Abfallstandorten (Energieträger „Mineralölprodukte“) sowie Biomasse- und Altholzkraftwerke, die in der Kraftwerksliste unter „Biomasse“ geführt werden. Betreiber- und Eigentumsverhältnisse können sich nach dem Datenstand geändert haben.

    Elektrische Nettonennleistung

    100 %

    Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Turbinen bzw. Generatoren eines Standorts mit dem Energieträger „Abfall“ und dem Status „in Betrieb“ laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026). Keine Schätzungen, keine Bruttowerte, keine Wärmeleistung.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting betreibt keine Abfallverbrennungsanlagen und ist in diesem Markt nicht tätig. Mit keinem der genannten Unternehmen besteht eine Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst. Die Rangfolge ergibt sich ausschließlich aus den Daten der Bundesnetzagentur.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 29. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Die thermische Abfallverwertung ist ein kleiner, aber stabiler Baustein der deutschen Stromerzeugung. Laut Kraftwerksliste sind rund 108 Abfall-Einzelanlagen mit zusammen knapp 1,8 GW elektrischer Nettonennleistung in Betrieb, dazu kleinere Anlagen mit gut 0,1 GW. Die größten Standorte erreichen keine 100 MW – zum Vergleich: Ein einzelner Gas- oder Kohleblock hat oft 400 bis 1.000 MW. Der Hauptzweck der Anlagen ist die Entsorgung von Restabfall; Strom und Wärme sind Koppelprodukte.

    Die Anlagen lassen sich in zwei Gruppen teilen. Klassische Müllheizkraftwerke verbrennen kommunalen Restmüll und gehören häufig Zweckverbänden, Stadtwerken oder kommunalen Entsorgern. Ersatzbrennstoff-Kraftwerke (EBS) nutzen aufbereitete, heizwertreiche Gewerbe- und Sortierreste und stehen oft direkt neben Industriebetrieben wie Chemieparks, Papierfabriken oder Zementwerken, die den Prozessdampf abnehmen. Unter den privaten Betreibern ist EEW Energy from Waste mit mehreren Standorten vertreten, dazu MVV, swb, RWE, Remondis und PreZero.

    Für die Wärmewende spielen die Anlagen eine wachsende Rolle: Sie laufen das ganze Jahr, ihre Abwärme ist planbar und gilt im Wärmeplanungsgesetz anteilig als unvermeidbare Abwärme. Viele Städte binden Müllheizkraftwerke deshalb fest in ihre kommunale Wärmeplanung ein. Gleichzeitig unterliegen Abfallverbrennungsanlagen seit 2024 dem nationalen Brennstoffemissionshandel, was die Entsorgungsentgelte beeinflusst.

    Die elektrische Leistung allein sagt wenig über den Durchsatz: Anlagen mit hoher Fernwärme- oder Dampfauskopplung erzeugen bei gleicher Abfallmenge weniger Strom als reine Kondensationsanlagen. Eine Rangliste nach verbrannten Tonnen würde deshalb anders aussehen; dafür fehlt jedoch eine einheitliche, öffentlich zugängliche Primärquelle mit gleichem Stichtag für alle Anlagen.

    Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen ist die Abfallverwertung vor allem über die Fernwärme relevant: Wo ein Müllheizkraftwerk einspeist, hat das Wärmenetz eine erneuerbare oder abwärmebasierte Grundlast. Wer prüft, ob ein Fernwärmeanschluss, eine eigene Wärmepumpe oder ein Contracting-Modell wirtschaftlicher ist, sollte den Anteil solcher Quellen im Netz und die Preisformel des Versorgers kennen.

    Green Contracting

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    Häufige Fragen

    Welches ist das größte Müllheizkraftwerk Deutschlands?

    Nach elektrischer Nettonennleistung ist das Müllheizkraftwerk Rothensee in Magdeburg mit drei Blöcken und zusammen 96,3 MW das größte, gefolgt vom Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main (72,5 MW) und dem EBS-Kraftwerk im Industriepark Höchst (71 MW). Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand 26.06.2026.

    Wie viele Müllverbrennungsanlagen gibt es in Deutschland?

    Die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur führt rund 108 Einzelanlagen mit dem Energieträger Abfall im Status „in Betrieb“; mehrere davon gehören zu einem Standort. Dazu kommen kleinere Anlagen unter 10 MW, die nur je Bundesland zusammengefasst sind. Die Zahl der Verbrennungsstandorte ist daher kleiner als die Zahl der gelisteten Turbinen.

    Warum ist die Rangliste nach Megawatt und nicht nach Tonnen sortiert?

    Für die elektrische Leistung gibt es mit der Kraftwerksliste eine amtliche, einheitliche Quelle mit festem Stichtag. Genehmigte Verbrennungskapazitäten und tatsächliche Durchsätze in Tonnen pro Jahr werden dagegen uneinheitlich und zu verschiedenen Zeitpunkten veröffentlicht. Eine Sortierung nach Tonnen wäre deshalb nicht für alle Anlagen gleich belegbar.

    Was ist der Unterschied zwischen Müllheizkraftwerk und EBS-Kraftwerk?

    Ein Müllheizkraftwerk verbrennt unaufbereiteten kommunalen Restmüll und erzeugt daraus Strom und Fernwärme. Ein Ersatzbrennstoff-Kraftwerk nutzt vorher aufbereitete, heizwertreiche Abfälle aus Gewerbe und Sortierung und liefert meist Prozessdampf an einen benachbarten Industriebetrieb.

    Ist Strom aus Müllverbrennung erneuerbar?

    Nur teilweise. Der biogene Anteil des Abfalls, etwa Papier, Holz und Speisereste, gilt als erneuerbar; in der Statistik wird dafür üblicherweise rund die Hälfte der Energie aus Siedlungsabfall angesetzt. Der fossile Anteil, vor allem Kunststoffe, ist nicht erneuerbar und unterliegt seit 2024 dem nationalen CO₂-Preis.

    Woher stammen die Daten dieser Rangliste?

    Alle Leistungs-, Turbinen- und Betreiberangaben stammen aus der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026. Ausgewertet wurden alle Einzelanlagen mit dem Energieträger „Abfall“ und dem Status „in Betrieb“, zusammengefasst je Standort.