Rangliste · Stand: 10. Oktober 2026

    Die größten Solarparks Deutschlands 2026 nach installierter Leistung

    Welche sind die größten Solarparks Deutschlands? Diese Rangliste erfasst Freiflächen-Solarparks, die als zusammenhängendes Projekt an einem Standort mindestens 150 Megawatt-Peak (MWp) installierte Leistung erreichen und vollständig in Betrieb sind. Jede Leistungsangabe stammt vom Betreiber, Projektentwickler oder Netzbetreiber. An der Spitze steht mit großem Abstand der Energiepark Witznitz südlich von Leipzig mit 650 MWp.

    Sortiert nach
    Installierte Leistung (MWp)
    Unternehmen
    7 in der Rangliste
    Datenstand
    10. Oktober 2026

    Datenbasis: Betreiberangaben, abgerufen am 10.10.2026.

    So haben wir bewertet →

    Die größten Solarparks Deutschlands: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Freiflächen-Solarparks in Deutschland mit mindestens 150 MWp installierter Leistung an einem Standort, die am Stichtag vollständig in Betrieb sind und deren Leistung der Betreiber, Projektentwickler oder Netzbetreiber veröffentlicht hat. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Neukieritzsch, Böhlen und Rötha (Sachsen)

      Leistung (MWp)
      650
      Betreiber / Eigentümer
      Move On Energy (Entwicklung, Bau, Betrieb); Eigentümer Signal Iduna
      Inbetriebnahme
      12/2023 bis 2024 (eingeweiht 03.07.2024)

      Solarpark auf rund 500 Hektar ehemaliger Braunkohle-Tagebaufläche südlich von Leipzig. Er speist als erste Freiflächen-PV-Anlage Deutschlands direkt ins 380-kV-Übertragungsnetz von 50Hertz ein und stellt Blindleistung zur Spannungshaltung bereit.

      Quelle: 50Hertz: Pressemitteilung „Größte Photovoltaikanlage Europas eingeweiht“ (03.07.2024)
    2. Werneuchen, Landkreis Barnim (Brandenburg)

      Leistung (MWp)
      187
      Betreiber / Eigentümer
      EnBW
      Inbetriebnahme
      11/2020

      Rund 26 Kilometer nordöstlich von Berlin gelegener Solarpark mit über 460.000 Modulen. Er wurde ohne Vergütung nach dem EEG gebaut.

      Quelle: EnBW: Solarpark Weesow-Willmersdorf
    3. Boitzenburger Land, Landkreis Uckermark (Brandenburg)

      Leistung (MWp)
      180,3
      Betreiber / Eigentümer
      SEBG Energiepark GmbH (Gesellschafter u. a. Mainova)
      Inbetriebnahme
      in Betrieb (Jahr vom Betreiber nicht angegeben)

      Solarpark auf rund 170 Hektar mit 321.000 Modulen und rund 198 GWh Jahreserzeugung. Errichtet von GP JOULE als Generalunternehmer in elf Monaten Bauzeit.

      Quelle: GP JOULE: Referenz Solarpark Boitzenburger Land
    4. Tramm, Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern)

      Leistung (MWp)
      172
      Betreiber / Eigentümer
      Luxcara (Eigentümer); Bau durch Belectric
      Inbetriebnahme
      Anfang 2022

      Solarpark zwischen Ludwigslust und Schwerin mit rund 420.000 Modulen. Der Strom wird über einen Liefervertrag an Volkswagen abgenommen.

      Quelle: Volkswagen: Sonnenstrom für E-Autos (Solarpark Tramm-Göthen)
    5. Schipkau, Landkreis Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg)

      Leistung (MWp)
      170
      Betreiber / Eigentümer
      Terravent Investments, Steinbock EE und GP JOULE
      Inbetriebnahme
      05/2022 (Nord) und 10/2022 (Süd)

      Solarpark auf einer früheren Braunkohle-Abraumhalde in der Lausitz, zusammengesetzt aus den Abschnitten Klettwitz Nord (rund 90 MW) und Klettwitz Süd (80 MW). Ein Teil des Stroms dient der Wasserstofferzeugung in der Region.

      Quelle: GP JOULE: Referenz Energiepark Lausitz (Klettwitz)
    6. Altfriedland, Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg)

      Leistung (MWp)
      153
      Betreiber / Eigentümer
      EnBW
      Inbetriebnahme
      02/2022

      Förderfrei gebauter Solarpark rund 60 Kilometer östlich von Berlin. Wie im benachbarten Park Alttrebbin setzte die EnBW hier erstmals einen Batteriespeicher im Solarpark ein.

      Quelle: EnBW: Solarpark Gottesgabe
    7. Neutrebbin, Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg)

      Leistung (MWp)
      150
      Betreiber / Eigentümer
      EnBW
      Inbetriebnahme
      02/2022

      Förderfrei gebauter Solarpark mit rund 345.000 Modulen und etwa 168 GWh Jahreserzeugung. Der Strom fließt über ein eigenes Umspannwerk ins 110-kV-Netz.

      Quelle: EnBW: Solarpark Alttrebbin

    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Gewertet wird das Projekt, nicht die Registereinheit: Im Marktstammdatenregister sind große Solarparks oft in mehrere Einheiten aufgeteilt (Witznitz erscheint dort z. B. mit einer Einzeleinheit von 162,3 MW in Böhlen). Wir fassen die Abschnitte eines Projekts zusammen, wenn der Betreiber sie als ein Projekt ausweist.
    • Benachbarte, aber eigenständige Projekte werden getrennt gezählt, auch wenn sie demselben Betreiber gehören (z. B. die EnBW-Parks Gottesgabe und Alttrebbin).
    • Beim Energiepark Lausitz zählen nur die beiden in Betrieb befindlichen Abschnitte Klettwitz Nord (rund 90 MW) und Klettwitz Süd (80 MW); der geplante Abschnitt Hochkippe Sallgast mit bis zu 120 MW ist nicht enthalten.
    • Nicht aufgenommen: Projekte im Bau (z. B. der LEAG-Energiepark Bohrau mit 133 MWp, Fertigstellung laut LEAG für September 2026 geplant, sowie der 268-MWp-Park Schafhöfen in Bayern), Parks unter 150 MWp (z. B. Neuhardenberg mit 145 MWp aus dem Jahr 2012, dessen Leistung auf mehrere Investoren verteilt ist) und Parks, deren aktuelle Gesamtleistung wir nicht beim Betreiber belegen konnten.
    • Statt der angestrebten 20 Einträge umfasst die Liste sieben Solarparks, weil nur diese die Schwelle von 150 MWp erreichen und mit einer Betreiberquelle belegt sind. Eine längere Liste wäre nur mit Registereinheiten statt Projekten oder mit unbelegten Leistungsangaben möglich.

    Installierte Leistung

    100 %

    Installierte Modulleistung in Megawatt-Peak (MWp) laut Betreiber, Projektentwickler oder Übertragungsnetzbetreiber; bei mehreren Bauabschnitten zählt die Summe der in Betrieb befindlichen Abschnitte.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting baut und betreibt keine Freiflächen-Solarparks und ist in diesem Markt nicht tätig. Mit keinem der genannten Betreiber besteht eine Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 10. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Die Größenordnung von Solarparks in Deutschland hat sich in wenigen Jahren vervielfacht. Die größten Parks der 2010er-Jahre lagen knapp unter 150 MWp; mit Weesow-Willmersdorf (187 MWp) begann die Phase förderfreier Großprojekte, die ihren Strom über langfristige Lieferverträge (PPA) statt über die EEG-Vergütung vermarkten. Der Energiepark Witznitz mit 650 MWp ist mehr als dreimal so groß wie der nächstgrößere Park.

    Auffällig ist die räumliche Konzentration: Alle sieben Parks liegen in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, zwei davon (Witznitz und Lausitz) auf ehemaligen Braunkohle-Tagebauflächen. Dort stehen große, zusammenhängende Flächen und ein leistungsfähiges Stromnetz zur Verfügung, an dem früher Kohlekraftwerke angeschlossen waren.

    Der nächste Schritt ist bereits im Bau: Die LEAG baut in der Lausitz den Energiepark Bohrau mit 133 MWp, in Bayern entsteht in Schafhöfen ein Park mit 268 MWp. Zunehmend werden Solarparks mit Batteriespeichern kombiniert, damit der Strom auch nach Sonnenuntergang genutzt und das Netz zur Mittagsspitze entlastet werden kann.

    Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen sind diese Großanlagen vor allem indirekt relevant: Sie drücken in sonnenreichen Stunden die Börsenstrompreise und machen dynamische Tarife sowie Wärmepumpen mit Speicher attraktiver. Für die eigene Liegenschaft bleibt die Dach- oder Fassadenanlage mit Eigenverbrauch der direktere Hebel.

    Häufige Fragen

    Welcher ist der größte Solarpark Deutschlands?

    Der größte Solarpark Deutschlands ist der Energiepark Witznitz südlich von Leipzig mit 650 MWp. Er wurde am 3. Juli 2024 offiziell eingeweiht und speist direkt ins Übertragungsnetz von 50Hertz ein.

    Wie viele Haushalte versorgt ein großer Solarpark?

    Das hängt von Leistung und Standort ab. Für den Solarpark Alttrebbin mit 150 MWp nennt die EnBW rund 168 GWh Jahreserzeugung, rechnerisch genug für etwa 58.000 Haushalte.

    Warum stehen die größten Solarparks vor allem in Ostdeutschland?

    In Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es große zusammenhängende Flächen, darunter ehemalige Tagebau- und Militärflächen, zu vergleichsweise niedrigen Pachtpreisen. Zudem ist dort Netzinfrastruktur vorhanden, an der früher Kohlekraftwerke hingen.

    Was bedeutet MWp?

    MWp steht für Megawatt-Peak, die Nennleistung der Solarmodule unter Standard-Testbedingungen. Die tatsächlich ins Netz eingespeiste Leistung liegt meist darunter, weil Wechselrichter und Netzanschluss oft kleiner ausgelegt sind und die Sonne selten mit voller Stärke scheint.

    Werden Solarparks in Deutschland noch über das EEG gefördert?

    Kleinere Parks nehmen weiterhin an den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur teil. Viele der größten Parks wie Weesow-Willmersdorf, Gottesgabe und Alttrebbin wurden dagegen ohne EEG-Vergütung gebaut und vermarkten ihren Strom über langfristige Lieferverträge.