Rangliste · Stand: 10. Oktober 2026
Photovoltaik-Anbieter 2026: Die größten Komplettanbieter für Eigenheime
Wer sind die größten Photovoltaik-Anbieter für Eigenheime in Deutschland? Diese Rangliste ordnet die bundesweit tätigen PV-Komplettanbieter mit Sitz in Deutschland nach ihrem zuletzt veröffentlichten Jahresumsatz. Grundlage ist der Unternehmensmonitor 2025 des Zentrums Nachhaltige Transformation (zNT) an der Quadriga Hochschule Berlin, der Umsatz- und Installationszahlen der großen Anbieter erhoben hat. Wo die Unternehmen Installationszahlen veröffentlichen, zeigen wir diese zusätzlich.
- Sortiert nach
- Jahresumsatz, zuletzt veröffentlichtes Jahr (Mio. Euro)
- Unternehmen
- 6 in der Rangliste
- Datenstand
- 10. Oktober 2026
Datenbasis: Umsätze 2024 bzw. 2023 laut zNT-Unternehmensmonitor 2025, Bestandsangaben der Websites abgerufen am 10.10.2026.
So haben wir bewertet →Die größten Photovoltaik-Anbieter: die Tabelle
Grundgesamtheit: Anbieter von Photovoltaik-Komplettlösungen für Privathaushalte mit Hauptsitz in Deutschland, die der zNT-Unternehmensmonitor 2025 mit mindestens 100 Mio. Euro Jahresumsatz in 2023 oder 2024 erfasst. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.
Berlin
- Umsatz (Mio. €, Jahr)
- 860 (2024)
- Neu installierte PV-Anlagen 2024
- über 25.000
- Bestandsangabe des Anbieters (Stand 10/2026)
- über 140.000 Kunden (Solar und Wärmepumpen)
2017 gegründeter Anbieter von Solaranlagen, Stromspeichern, Wärmepumpen und Wallboxen mit Kauf- und Mietmodellen. 2024 installierte Enpal nach eigenen Angaben neben über 25.000 Solaranlagen auch über 25.000 Speicher und über 4.000 Wärmepumpen.
Quelle: zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)Essen
- Umsatz (Mio. €, Jahr)
- 600 (2024)
- Neu installierte PV-Anlagen 2024
- keine Angabe
- Bestandsangabe des Anbieters (Stand 10/2026)
- keine Angabe
Der Energiekonzern installiert Solaranlagen, Speicher und Wärmepumpen für Privatkunden und übernahm Ende 2023 den Komplettanbieter Klarsolar. Der Umsatzwert umfasst laut zNT das Geschäft mit Solaranlagen, Wärmepumpen und Gebäudeeffizienz; Installationszahlen nennt E.ON nicht.
Quelle: zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)Hamburg
- Umsatz (Mio. €, Jahr)
- 520 (2024)
- Neu installierte PV-Anlagen 2024
- keine Angabe
- Bestandsangabe des Anbieters (Stand 10/2026)
- über 300.000 Energiesysteme, über 100.000 Kunden (Europa und Australien)
2021 gegründetes Unternehmen, das vor allem durch die Übernahme regionaler Fachbetriebe gewachsen ist und Solaranlagen, Speicher, Wärmepumpen und ein Energiemanagement-System anbietet. Neben Deutschland ist es in mehreren europäischen Ländern und in Australien tätig.
Quelle: zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)Leipzig
- Umsatz (Mio. €, Jahr)
- 310 (2024)
- Neu installierte PV-Anlagen 2024
- 12.000
- Bestandsangabe des Anbieters (Stand 10/2026)
- über 45.000 PV-Anlagen seit 2018
2018 gegründeter Solaranbieter, der 2024 laut Unternehmensangabe 12.000 Solaranlagen, etwa ebenso viele Stromspeicher und 2.500 Wallboxen installierte. Seit März 2025 gehört EKD zu Fonds des Vermögensverwalters Pemberton.
Quelle: zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)Regensburg
- Umsatz (Mio. €, Jahr)
- 280 (2023)
- Neu installierte PV-Anlagen 2024
- keine Angabe
- Bestandsangabe des Anbieters (Stand 10/2026)
- über 50.000 Photovoltaik-Systeme seit 2007
Als Franchise-System organisierte Kette eigenständiger Fachbetriebe für Photovoltaik und Wärmepumpen in Deutschland und Österreich. Der Umsatz 2023 schließt Wärmepumpen ein.
Quelle: zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)Gütersloh
- Umsatz (Mio. €, Jahr)
- 220 (2023)
- Neu installierte PV-Anlagen 2024
- keine Angabe
- Bestandsangabe des Anbieters (Stand 10/2026)
- über 528.000 montierte Module, 20.000 Speicher
2010 gegründeter Anbieter für Privat- und Gewerbekunden, der zur EnBW-Gruppe gehört und bislang nur in Deutschland tätig ist. Der Umsatz schließt Geschäftskunden ein.
Quelle: zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)
Methodik
So haben wir bewertet
Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.
- Ursprünglich war eine Rangfolge nach installierten Anlagen geplant. Neu installierte PV-Anlagen für 2024 veröffentlichen aber nur Enpal und EKD; die übrigen Anbieter nennen keine oder nur Schätzwerte. Deshalb sortieren wir nach dem Umsatz und zeigen Installationszahlen nur, wo sie vom Unternehmen stammen.
- Die Umsätze enthalten teilweise weitere Geschäftsfelder: bei Enpal auch Wärmepumpen und Gewerbekunden, bei E.ON das Segment Solar, Wärmepumpen und Gebäudeeffizienz, bei 1KOMMA5° auch Gewerbe, Wärmepumpen und das Geschäft in Australien und anderen Ländern. Eine Abgrenzung des reinen Eigenheim-Solargeschäfts veröffentlicht keiner der Anbieter.
- Für enerix und Energieversum liegt kein Umsatz 2024 vor; verwendet wird der im Unternehmensmonitor genannte Umsatz 2023. Die vom zNT geschätzten Installationszahlen 2024 übernehmen wir nicht.
- Die Bestandsangaben stammen von den Websites der Anbieter und sind nicht einheitlich definiert (Kunden, Energiesysteme oder Solaranlagen); sie fließen nicht in die Rangfolge ein.
- Nicht aufgenommen: Anbieter mit Sitz im Ausland (z. B. EDF ENR, Svea, Otovo), Anbieter unter 100 Mio. Euro Umsatz, Anbieter ohne veröffentlichte Zahlen sowie Unternehmen, die das Endkundengeschäft eingestellt haben (z. B. Zolar, DZ-4, Wegatech). Lokale Handwerksbetriebe, die laut zNT rund 80 Prozent der Anlagen installieren, sind einzeln zu klein für diese Liste.
- Statt der angestrebten 20 Einträge umfasst die Liste sechs Anbieter, weil nur für diese belastbare Unternehmenszahlen vorliegen.
Jahresumsatz
100 %Umsatz 2024 laut zNT-Unternehmensmonitor 2025; liegt für 2024 kein Wert vor, der dort genannte Umsatz 2023 (Jahr in der Tabelle angegeben). Geschätzte Werte werden nicht verwendet.
Unabhängigkeit und Transparenz
Green Contracting bietet selbst PV-Contracting für Wohn- und Gewerbegebäude an und ist deshalb nicht Teil dieser Rangliste. Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus den veröffentlichten Umsatzzahlen; mit keinem der genannten Unternehmen besteht eine Geschäftsbeziehung, die sie beeinflusst.
Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 10. Oktober 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.
Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.
Einordnung
Der Markt für Solaranlagen auf Eigenheimen ist trotz einiger großer Namen stark zersplittert. Das zNT verweist auf Schätzungen von 6.300 bis 8.000 PV-Betrieben in Deutschland; rund 80 Prozent aller Anlagen installieren lokale Handwerksunternehmen. Die sechs größten bundesweiten Komplettanbieter dieser Liste kommen zusammen auf einen Umsatz von knapp 2,8 Mrd. Euro, der allerdings auch Wärmepumpen, Gewerbe- und Auslandsgeschäft enthält.
Nach dem Boom 2022 und 2023 befindet sich der Markt in der Konsolidierung. Gesunkene Strompreise, höhere Zinsen und eine schwache Konjunktur haben die Nachfrage gedämpft. Mehrere bekannte Anbieter haben sich zurückgezogen: Zolar hat das Endkundengeschäft eingestellt, DZ-4 und Wegatech sind vom Markt verschwunden. Enpal installierte 2024 mit über 25.000 Solaranlagen weniger als 2023 (31.000), EKD 12.000 nach 16.000.
Die großen Anbieter verbreitern ihr Angebot: Solaranlage, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und Energiemanagement werden zunehmend als Paket verkauft, oft mit Finanzierungs- oder Mietmodell. Für Eigentümer bedeutet das mehr Komfort aus einer Hand, aber auch längere Vertragsbindungen, deren Kosten man mit einem Kauf vergleichen sollte.
Für Hausverwaltungen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern sind diese Endkundenanbieter meist nicht die erste Adresse: Dort geht es um Mieterstrom, gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und die Kombination mit der Heizung. Hier spielen Contracting-Modelle eine größere Rolle, bei denen ein Dienstleister die Anlage finanziert, betreibt und den Strom an Mieter oder Eigentümer liefert.
Häufige Fragen
Welcher Photovoltaik-Anbieter ist der größte in Deutschland?
Nach Umsatz ist Enpal mit 860 Mio. Euro im Jahr 2024 der größte bundesweite Komplettanbieter für Privathaushalte; das Unternehmen installierte 2024 nach eigenen Angaben über 25.000 Solaranlagen. Es folgen E.ON mit rund 600 Mio. Euro im Segment Solar und Wärmepumpen und 1KOMMA5° mit 520 Mio. Euro.
Ist ein großer PV-Anbieter besser als ein Handwerker vor Ort?
Die Größe sagt nichts über die Qualität einer einzelnen Installation aus. Große Anbieter bieten oft standardisierte Pakete und Finanzierungsmodelle, lokale Betriebe kurze Wege und individuelle Planung. Sinnvoll ist es, mehrere Angebote mit gleichem Leistungsumfang einzuholen und Preis je kWp, Komponenten, Garantien und Service zu vergleichen.
Warum stehen hier nur sechs Anbieter?
Die meisten PV-Anbieter veröffentlichen weder Umsatz noch Installationszahlen. Wir nehmen nur Unternehmen auf, für die belastbare Zahlen vorliegen und die ihren Sitz in Deutschland haben. Ausländische Anbieter wie Svea oder Otovo und Anbieter unter 100 Mio. Euro Umsatz sind nicht enthalten.
Wie viele Solaranlagen installieren die großen Anbieter pro Jahr?
Veröffentlichte Zahlen für 2024 gibt es nur von wenigen Anbietern: Enpal nennt über 25.000 Solaranlagen, EKD 12.000. Andere Anbieter teilen keine Jahreszahlen mit oder nennen nur kumulierte Bestände, die unterschiedlich definiert sind.
Gibt es Photovoltaik auch für Mehrfamilienhäuser ohne eigene Investition?
Ja. Beim PV-Contracting plant, finanziert und betreibt ein Dienstleister die Anlage auf dem Dach; Eigentümer oder Mieter beziehen den Strom zu vertraglich vereinbarten Preisen. Das wird häufig mit Mieterstrom oder der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung kombiniert.
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Weitere Quellen
- zNT – Zentrum Nachhaltige Transformation (Quadriga Hochschule Berlin): Europäischer Solarmarkt – Unternehmensmonitor 2025 (PDF)
- pv magazine: EUPD Research sieht 1Komma5°, Enpal und Eon Solar als führende Installationsunternehmen in Europa (19.08.2025)
- pv magazine: zNT-Marktübersicht – Sechs der elf größten europäischen Anbieter für private Photovoltaik-Anlagen kommen aus Deutschland (31.12.2024)