Rangliste · Stand: 2. November 2026

    Die größten Speicherwasserkraftwerke Deutschlands 2026

    Welches sind die größten Speicherkraftwerke Deutschlands? Diese Rangliste ordnet die Speicherwasserkraftwerke mit Talsperre oder Stausee nach ihrer elektrischen Nettonennleistung. Grundlage ist die Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Datenstand Marktstammdatenregister 26. Juni 2026, ausgewertet für die Technologie „Speicherwasseranlage“ und den Status „in Betrieb“. Mit 124 MW führt das Walchenseekraftwerk in Bayern vor Hohenwarte an der Saale und Roßhaupten am Forggensee. Reine Pumpspeicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke stehen in eigenen Ranglisten.

    Sortiert nach
    Summe der Nettonennleistung aller Speicherwasser-Maschinen eines Standorts (MW)
    Unternehmen
    8 in der Rangliste
    Datenstand
    2. November 2026

    Datenbasis: Leistung, Betreiber und Inbetriebnahmejahre: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur, Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026 (veröffentlicht 10.07.2026); Technologie „Speicherwasseranlage“, Status „in Betrieb“, ausgewertet am 02.11.2026.

    So haben wir bewertet →

    Die größten Speicherwasserkraftwerke: die Tabelle

    Grundgesamtheit: Speicherwasserkraftwerke in Deutschland, die in der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur als „Speicherwasseranlage“ mit dem Status „in Betrieb“ geführt werden und deren Maschinen am Standort zusammen mindestens 10 MW Nettonennleistung haben; es sind alle acht Standorte erfasst. Jede Zeile nennt die Quelle der Kennzahl; die Namen führen auf die Website des Unternehmens.

    1. Kochel am See

      Nettonennleistung (MW)
      124
      Maschinen
      8
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1924

      Das Kraftwerk nutzt das Gefälle zwischen Walchensee und Kochelsee. Die Kraftwerksliste führt acht Maschinen, vier der Stufe D (je 18 MW) und vier der Stufe E (je 13 MW).

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    2. Hohenwarte (Thüringen)

      Nettonennleistung (MW)
      63,7
      Maschinen
      3
      Bundesland
      Thüringen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Vattenfall Wasserkraft GmbH
      Inbetriebnahme
      1941–1959

      Speicherkraftwerk an der Saale mit zwei Maschinen von je 29,9 MW (1959) und einer kleineren Maschine von 3,88 MW (1941). Das Pumpspeicherwerk Hohenwarte II ist nicht mitgezählt.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    3. Roßhaupten (Ostallgäu)

      Nettonennleistung (MW)
      45,5
      Maschinen
      2
      Bundesland
      Bayern
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1954

      Kraftwerk mit zwei Maschinen von je 22,75 MW, die in der Kraftwerksliste als Speicherwasseranlage geführt werden.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    4. Forbach

      Nettonennleistung (MW)
      43,5
      Maschinen
      6
      Bundesland
      Baden-Württemberg
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      EnBW Energie Baden-Württemberg AG
      Inbetriebnahme
      1918–1926

      Wasserkraftwerksgruppe im Murgtal mit fünf Maschinen des Murgwerks (je 4,4 MW) und einer Maschine des Pumpspeicherwerks Schwarzenbach (21,5 MW), die in der Liste als Speicherwasseranlage geführt wird.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    5. Edertal (Hemfurth)

      Nettonennleistung (MW)
      20
      Maschinen
      2
      Bundesland
      Hessen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      Uniper Kraftwerke GmbH
      Inbetriebnahme
      1915

      Kraftwerk mit zwei Maschinen von je 10 MW, die laut Kraftwerksliste seit 1915 in Betrieb sind.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    6. Heimbach (Eifel)

      Nettonennleistung (MW)
      16
      Maschinen
      2
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Generation Hydro GmbH
      Inbetriebnahme
      1905

      Kraftwerk mit zwei Maschinen von je 8 MW, die laut Kraftwerksliste seit 1905 in Betrieb sind.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    7. Attendorn

      Nettonennleistung (MW)
      14,4
      Maschinen
      3
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      BIGGE ENERGIE GmbH & Co. KG
      Inbetriebnahme
      1965

      Kraftwerk mit drei Generatoren von je 4,8 MW, betrieben von der Bigge Energie GmbH & Co. KG.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung
    8. Heimbach (Eifel)

      Nettonennleistung (MW)
      14
      Maschinen
      1
      Bundesland
      Nordrhein-Westfalen
      Betreiber laut Kraftwerksliste
      RWE Generation Hydro GmbH
      Inbetriebnahme
      1938

      Kraftwerk mit einer Maschine von 14 MW, die laut Kraftwerksliste seit 1938 in Betrieb ist.

      Quelle: Bundesnetzagentur: Kraftwerksliste (Datenstand Marktstammdatenregister 26.06.2026, veröffentlicht 10.07.2026), Energieträger „Wasser“, Technologie „Speicherwasseranlage“, eigene Auswertung

    Was heißt das für Ihr Gebäude?

    Die Liste zeigt, wer im Markt Maßstäbe setzt. Wie sich Erzeugung und Speicher auf einem eigenen Gebäude rechnen, lässt sich in wenigen Minuten prüfen:

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    Methodik

    So haben wir bewertet

    Die Reihenfolge ergibt sich ausschließlich aus veröffentlichten, nachprüfbaren Kennzahlen. Wir vergeben keine Noten, testen keine Produkte und treffen kein Qualitätsurteil über die Unternehmen.

    • Rangfolge ausschließlich nach der Nettonennleistung. Die Liste umfasst nur acht Standorte, weil es in Deutschland nur wenige Speicherwasserkraftwerke dieser Größe gibt; wir füllen sie nicht mit kleineren Anlagen oder anderen Technologien auf.
    • Reine Pumpspeicherkraftwerke (Technologie „Pumpspeicher“, z. B. Goldisthal) sind nicht enthalten, sie stehen in der Rangliste der größten Pumpspeicherkraftwerke. Laufwasserkraftwerke stehen in einer eigenen Rangliste.
    • Die Kraftwerksliste führt einzelne Maschinen. Wir haben sie zu einem Standort zusammengefasst, wenn sie unter demselben Kraftwerksnamen geführt werden: beim Walchenseekraftwerk die vier Maschinensätze der Stufe D (je 18 MW) und die vier der Stufe E (je 13 MW), beim Rudolf-Fettweis-Werk die fünf Murgwerk-Maschinen (je 4,4 MW) und die Maschine des Pumpspeicherwerks Schwarzenbach (21,5 MW), die in der Liste als Speicherwasseranlage geführt wird.
    • Das Speicherkraftwerk Hohenwarte (Maschinen A und B von 1959, Maschine C von 1941) ist ohne das benachbarte Pumpspeicherwerk Hohenwarte II gezählt. Roßhaupten umfasst zwei Maschinen mit je 22,75 MW.
    • Nicht aufgenommen sind Maschinen in Österreich, die in der Kraftwerksliste unter deutschen Gesellschaften (EnBW) geführt werden, etwa die illwerke-vkw-Werke Kops, Vermunt und Rodund: Die Liste weist sie mit dem Land Österreich aus.
    • Betreiber- und Eigentumsverhältnisse laut Kraftwerksliste; sie können sich nach dem Datenstand geändert haben. Die Inbetriebnahmejahre beziehen sich auf die einzelnen Maschinen; modernisierte Anlagen können früher in Betrieb gegangen sein.

    Nettonennleistung

    100 %

    Summe der elektrischen Nettonennleistung aller Maschinen eines Standorts mit der Technologie „Speicherwasseranlage“ und dem Status „in Betrieb“ laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026). Keine Schätzungen, keine Bruttowerte, keine Jahresarbeit.

    Unabhängigkeit und Transparenz

    Green Contracting betreibt keine Wasserkraftwerke und ist in diesem Markt nicht tätig. Mit keinem der genannten Unternehmen besteht eine Geschäftsbeziehung, die die Reihenfolge beeinflusst. Die Rangfolge ergibt sich ausschließlich aus den Daten der Bundesnetzagentur.

    Keine Platzierung ist bezahlt, es gibt keine Provisions- oder Affiliate-Links. Die Rangfolge beruht allein auf den oben genannten Kennzahlen zum Datenstand 2. November 2026; Unternehmen ohne veröffentlichte Kennzahl konnten wir nicht einordnen. Marken und Unternehmensnamen gehören ihren Inhabern und dienen nur der Identifikation.

    Eine Zahl ist veraltet oder falsch? Schreiben Sie uns mit Quelle an info@contracting.green – wir prüfen jede Meldung und korrigieren die Tabelle.

    Einordnung

    Speicherwasserkraftwerke sind in Deutschland ein kleines Segment: Die acht größten Standorte kommen zusammen auf rund 341 MW Nettonennleistung. Zum Vergleich: Ein einzelnes modernes Großkraftwerk liegt meist über 1.000 MW. Die Bedeutung dieser Anlagen liegt weniger in der Leistung als darin, dass sie Wasser über Monate speichern und Strom zeitlich verschieben können.

    Auffällig ist das Alter des Bestands. Fast alle Maschinen gingen zwischen 1905 und 1965 in Betrieb, das Walchenseekraftwerk bereits 1924. Neue Speicherwasserkraftwerke entstehen kaum, weil geeignete Standorte mit Talsperre bereits genutzt sind und neue Stauseen genehmigungsrechtlich kaum durchsetzbar wären.

    Für die Energiewende rückt deshalb die Flexibilität des Bestands in den Mittelpunkt. Wo Speicherwasser und Pumpspeicher zusammen betrieben werden, wie bei Hohenwarte, ergänzen sich beide Technologien; in der Kraftwerksliste sind sie getrennt geführt, in dieser Rangliste ebenfalls.

    Für Gebäudeeigentümer und Hausverwaltungen sind diese Kraftwerke vor allem indirekt relevant: Sie tragen zu einem Strommix mit hohem Anteil erneuerbarer Energien bei und stabilisieren das Netz. Wer den eigenen Wärme- und Strombezug plant, findet die Einordnung im Zusammenspiel mit Wärmepumpe und Eigenstrom in unseren Ratgebern.

    Green Contracting

    Ihre eigene Wärmeversorgung prüfen

    Die Rangliste zeigt den Markt – entscheidend ist, was für Ihr Gebäude zählt. Rechnen Sie das Green WärmeAbo durch oder lassen Sie Ihre aktuelle Wärmeversorgung kostenlos prüfen.

    Häufige Fragen

    Was ist das größte Speicherwasserkraftwerk Deutschlands?

    Nach der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur (Datenstand 26.06.2026) ist es das Walchenseekraftwerk in Bayern mit 124 MW Nettonennleistung, gefolgt vom Speicherkraftwerk Hohenwarte (63,7 MW) und Roßhaupten (45,5 MW).

    Was ist der Unterschied zwischen Speicherwasser- und Pumpspeicherkraftwerk?

    Ein Speicherwasserkraftwerk nutzt Wasser, das in einem natürlichen Zufluss gesammelt und aufgestaut wird. Ein Pumpspeicherkraftwerk pumpt Wasser mit Strom in ein Oberbecken und erzeugt später wieder Strom. Die Bundesnetzagentur führt beide Technologien getrennt.

    Warum stehen die Anlagen von illwerke vkw nicht in der Liste?

    Die Kraftwerksliste führt diese Maschinen zwar unter EnBW, weist aber das Land Österreich aus. Diese Rangliste umfasst nur Anlagen in Deutschland.

    Wie wurde die Leistung ermittelt?

    Wir haben die Nettonennleistung aller Maschinen eines Standorts mit der Technologie „Speicherwasseranlage“ und dem Status „in Betrieb“ aus der Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur addiert. Es gibt keine Schätzungen.

    Wie aktuell ist die Rangliste?

    Der Datenstand der Bundesnetzagentur ist der 26.06.2026, die Auswertung stammt vom 02.11.2026. Wir prüfen die Liste bei jeder neuen Veröffentlichung der Kraftwerksliste.