Was kostet eine 60-m²-Wohnung kalt in Deutschland?
Eine 60-m²-Wohnung kostet im Bestand bundesweit im Schnitt rund 437 € Kaltmiete (Zensus 2022, 7,28 €/m²). Am teuersten ist Hamburg mit rund 550 €, am günstigsten Sachsen-Anhalt mit rund 323 €. Wer 2026 neu mietet, zahlt laut ImmoScout24 im Schnitt 9,01 €/m², also rund 541 € für 60 m².
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Was kostet eine Sechzig-Quadratmeter-Wohnung in Deutschland? Am teuersten: Hamburg mit rund 550 Euro kalt – am günstigsten Sachsen-Anhalt mit gut 320. Aber Achtung: Wer heute neu mietet, zahlt im Schnitt schon über 540 Euro. Wie viel zahlst du? Schreib's in die Kommentare!
Wie hoch ist die Kaltmiete für 60 m² in den einzelnen Bundesländern?
Nach dem Zensus 2022 kostet eine 60-m²-Wohnung kalt: Hamburg rund 550 €, Bayern 524 €, Hessen 493 €, Baden-Württemberg 488 €, Berlin 460 €, Sachsen 343 €, Thüringen 339 € und Sachsen-Anhalt 323 €. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 437 €. Grundlage sind die amtlichen Nettokaltmieten je Quadratmeter.
Die Werte je Quadratmeter laut Destatis: Hamburg 9,16 €, Bayern 8,74 €, Hessen 8,21 €, Baden-Württemberg 8,13 €, Berlin 7,67 €, Deutschland 7,28 €, Sachsen 5,72 €, Thüringen 5,65 € und Sachsen-Anhalt 5,38 €. Für die 60-m²-Werte wurde jeweils mit 60 multipliziert und gerundet.
Für die übrigen Bundesländer liegt uns keine amtliche Einzelquelle vor. Deshalb nennen wir dort bewusst keine Zahlen. Schätzwerte aus Social-Media-Listen sind oft nicht nachprüfbar und werden hier nicht übernommen.
Was zahlt man bei einer Neuvermietung 2026?
Deutlich mehr als im Bestand. Laut ImmoScout24 WohnBarometer für das dritte Quartal 2026 (veröffentlicht 01.10.2026) liegt die Angebotsmiete für Bestandswohnungen bundesweit bei 9,01 €/m². Für 60 m² sind das rund 541 € kalt – mehr als der Zensus-Wert für Bayern und nur knapp unter dem für Hamburg.
Der Unterschied hat einen einfachen Grund: Der Zensus erfasst die Mieten aller bestehenden Mietverhältnisse, auch sehr alter Verträge. Angebotsmieten zeigen dagegen, was Vermieter in neuen Inseraten verlangen. Wer umzieht, bezahlt also in der Regel spürbar mehr als Nachbarn, die schon lange in ihrer Wohnung leben.
Für die eigene Planung ist deshalb wichtig, welche Zahl Sie vergleichen: Ihre laufende Miete passt zu den Zensus-Werten, eine neue Wohnung eher zur Angebotsmiete.
Was ist der Unterschied zwischen Bestandsmiete und Angebotsmiete?
Die Bestandsmiete ist das, was Mieter in laufenden Verträgen tatsächlich zahlen. Die Angebotsmiete ist das, was in neuen Inseraten verlangt wird. Der Zensus 2022 (Stichtag 15.05.2022) misst die Bestandsmiete, das ImmoScout24 WohnBarometer die Angebotsmiete. Beide Zahlen sind richtig, beschreiben aber verschiedene Dinge.
Bestandsmieten steigen langsamer, weil Mieterhöhungen in laufenden Verträgen gesetzlich begrenzt sind. Angebotsmieten reagieren schneller auf Nachfrage, etwa in Großstädten oder Universitätsstädten. Deshalb klafft gerade in gefragten Regionen eine Lücke zwischen beiden Werten.
Ein Hinweis zur Einordnung: Die Zensus-Daten stammen vom Mai 2022. Sie sind die genaueste amtliche Vollerhebung, aber nicht tagesaktuell. Die Angebotsmiete von ImmoScout24 ist aktueller, beruht jedoch auf Inseraten und nicht auf abgeschlossenen Verträgen.
Wo ist die Miete am teuersten und wo am günstigsten?
Unter den Ländern mit amtlichen Einzelwerten ist Hamburg am teuersten: 9,16 €/m², rund 550 € für 60 m². Am günstigsten ist Sachsen-Anhalt mit 5,38 €/m², rund 323 €. Auch Sachsen und Thüringen liegen mit 343 € und 339 € deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 437 €.
Das Muster ist bekannt: Stadtstaaten und wirtschaftsstarke Länder im Süden und Westen haben höhere Mieten, ostdeutsche Flächenländer niedrigere. Innerhalb eines Landes sind die Unterschiede aber oft größer als zwischen den Ländern. Eine Großstadt in einem günstigen Land kann teurer sein als eine Kleinstadt in einem teuren.
Landesdurchschnitte eignen sich deshalb als grobe Orientierung, nicht als Maßstab für eine konkrete Wohnung. Für eine Mietprüfung vor Ort ist der örtliche Mietspiegel die bessere Grundlage.
Kaltmiete oder Warmmiete: Was ist in den Zahlen enthalten?
Alle Werte auf dieser Seite sind Nettokaltmieten. Heizung, Warmwasser und weitere Nebenkosten wie Müllabfuhr, Wasser oder Hausreinigung kommen noch hinzu. Was Sie monatlich tatsächlich überweisen, die Warmmiete, liegt deshalb höher. Wie viel höher, hängt stark vom Gebäude und von der Heizung ab.
Gerade die Heizkosten schwanken: Ein gut gedämmtes Haus mit effizienter Heizung verursacht deutlich weniger Kosten als ein unsaniertes Gebäude mit alter Öl- oder Gasheizung. Wer eine Wohnung vergleicht, sollte deshalb nach dem Energieausweis und den letzten Nebenkostenabrechnungen fragen.
Aktuelle Strom- und Gaspreise, die in die Nebenkosten einfließen, finden Sie täglich aktualisiert in der Übersicht Energiepreise heute.
Wie prüfen Sie, ob Ihre Miete angemessen ist?
Vergleichen Sie Ihre Kaltmiete pro Quadratmeter mit dem passenden Wert: laufender Vertrag mit der Bestandsmiete, neue Wohnung mit der Angebotsmiete. Rechnen Sie dafür die Kaltmiete durch die Wohnfläche. Für Ihren Ort ist der Mietspiegel der Gemeinde die verlässlichste Vergleichsgröße, denn Landesdurchschnitte sagen wenig über einzelne Wohnungen.
Achten Sie beim Vergleich auf Ausstattung, Baujahr und Lage, denn diese Merkmale bestimmen den Mietspiegel. Prüfen Sie zusätzlich die Nebenkostenabrechnung: Ungewöhnlich hohe Heizkosten können auf ein ineffizientes Heizsystem hinweisen.
Wie Heiz- und CO₂-Kosten zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden, erklärt der Beitrag CO₂-Kostenaufteilung. Bei Fragen zu Ihrer konkreten Miete helfen Mietervereine oder eine Rechtsberatung weiter.
Bestand und Neuvertrag sind zwei Welten: Vergleichen Sie Ihre Miete immer mit der passenden Zahl – und denken Sie an die Nebenkosten.