Kostenloser Online-Rechner · ohne Anmeldung · Stand: September 2026

    Contracting-Angebote vergleichen: Wirtschaftlichkeit von Wärmecontracting-Verträgen

    Mit diesem Rechner können Sie Contracting-Angebote vergleichen, die auf den ersten Blick nicht vergleichbar sind: unterschiedliche Grundpreise in €/Monat oder €/kW·a, verschiedene Laufzeiten, Einmalzahlungen, Preisgleitklauseln und Endschaftsregeln. Der Wärmecontracting-Angebotsvergleich rechnet bis zu drei Angebote auf Vollkosten über die Laufzeit und einen Barwert je Kilowattstunde um, bildet ein Ranking und zeigt Warnhinweise zur Wirtschaftlichkeit des Contracting-Vertrags – neutral, ohne vorbelegten Anbieter.

    Kostenloser Schnellrechner

    Contracting-Angebote vergleichen

    Tragen Sie bis zu drei Wärmecontracting-Angebote ein. Der Rechner macht aus Grund-, Arbeits- und Messpreis, Preisgleitung, Einmalzahlungen und Endschaft vergleichbare Vollkosten über die Laufzeit – mit Ranking und Warnhinweisen zu Vertrag und Leistungsumfang.

    Ohne Anmeldung · Ergebnis sofort · kein Anbieter vorbelegt

    Gemeinsame Annahmen

    kWh/a
    kW

    Nur für Grundpreise in €/kW·a

    %
    % p. a.
    % p. a.

    Gleiche Wärmemenge und gleiche Index-Erwartung für alle Angebote – nur so ist der Vergleich fair. Vorbelegung: Beispielwerte, keine Marktpreise.

    Grundpreis angegeben in

    €/kW·a

    = 10.200 € pro Jahr

    ct/kWh
    €/a
    Jahre

    Preisgleitung

    % p. a.
    €

    Endschaft

    Leistungsumfang

    Grundpreis angegeben in

    €/Monat

    = 13.200 € pro Jahr

    ct/kWh
    €/a
    Jahre

    Preisgleitung

    %

    Rest 40 % Lohnindex; Index-Erwartung oben unter „Gemeinsame Annahmen“.

    €

    Endschaft

    €

    Leistungsumfang

    Grundpreis angegeben in

    €/kW·a

    = 12.750 € pro Jahr

    ct/kWh
    €/a
    Jahre

    Preisgleitung

    % p. a.
    €

    Endschaft

    €

    0 €, wenn der Contractor auf eigene Kosten zurückbaut.

    Leistungsumfang

    Günstigstes Angebot: Angebot A mit 15,78 ct/kWh

    Gerechnet als Barwert-Vollkosten je Kilowattstunde über die jeweilige Laufzeit (Zins 4,0 %). Angebot C liegt 1,25 ct/kWh darüber, das sind rund 3.752 € pro Jahr. Prüfen Sie vor der Entscheidung die Warnhinweise.

    Ranking der Contracting-Angebote
    RangAngebotØ ct/kWh (Barwert)Ø ct/kWh nominalVollkosten nominalBarwertDifferenz
    1.Angebot A10 J. · Jahr 1: 42.600 € · 2,5 % p. a.15,7815,91477.264 €384.027 €–
    2.Angebot C12 J. · Jahr 1: 43.350 € · 3,0 % p. a.17,0317,31623.224 €479.566 €+1,25 ct≈ +3.752 €/a
    3.Angebot B15 J. · Jahr 1: 48.300 € · 3,0 % p. a.20,6521,19953.328 €688.855 €+4,87 ct≈ +14.609 €/a

    Die Laufzeiten unterscheiden sich. Die Summen „nominal“ und „Barwert“ sind deshalb nicht direkt vergleichbar – das Ranking nutzt den Barwert je kWh, der unterschiedliche Laufzeiten fair gegeneinander stellt.

    Warnhinweise je Angebot

    Angebot A

    • Nicht enthalten: Förderabwicklung. Diese Kosten oder Risiken tragen Sie ggf. zusätzlich – vor dem Vergleich beziffern lassen.

    Angebot C

    • Laufzeit 12 Jahre: Bei vorformulierten Verträgen begrenzt § 32 AVBFernwärmeV die Erstlaufzeit auf höchstens 10 Jahre. Längere Laufzeiten nur per Individualvereinbarung (§ 1 Abs. 3) – im Einzelfall prüfen.
    • Preisgleitklausel ohne Marktelement: § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV verlangt Kosten- und Marktelement – eine Klausel ohne Marktelement kann unwirksam sein.

    Angebot B

    • Nicht enthalten: Instandsetzung/Reparatur, Verfügbarkeitsgarantie. Diese Kosten oder Risiken tragen Sie ggf. zusätzlich – vor dem Vergleich beziffern lassen.
    • Laufzeit 15 Jahre: Bei vorformulierten Verträgen begrenzt § 32 AVBFernwärmeV die Erstlaufzeit auf höchstens 10 Jahre. Längere Laufzeiten nur per Individualvereinbarung (§ 1 Abs. 3) – im Einzelfall prüfen.

    Rechenweg (Angebot A als Beispiel)

    1. Grundpreis pro Jahr: 60 €/kW·a × 170 kW = 10.200 €
    2. Kosten Jahr 1: 10.200 € + 300.000 kWh × 10,50 ct + 900 € = 42.600 €
    3. Kosten Jahr t: Kosten Jahr 1 × (1 + 2,5 %)^(t−1)
    4. Vollkosten nominal: Zuschuss + Σ Jahreskosten + Endschaftszahlung = 477.264 €
    5. Barwert: Zuschuss + Σ Kosten_t ÷ (1 + 4,0 %)^t + Endschaft ÷ (1 + 4,0 %)^n = 384.027 €
    6. Ø ct/kWh (Barwert): Barwert ÷ Σ Wärmemenge ÷ (1 + Zins)^t = 15,78 ct; nominal: Vollkosten ÷ (Wärmemenge × Laufzeit) = 15,91 ct
    Hinweis: Vereinfachte Szenariorechnung, keine Rechtsberatung. Die Preisgleitung wird als gleichmäßige Jahresrate auf die gesamte Jahresrechnung angesetzt; reale Klauseln passen Grund- und Arbeitspreis oft getrennt und zu Stichtagen an. Die Warnhinweise zu § 32 und § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV gelten für vorformulierte Verträge; für Industrieunternehmen (§ 1 Abs. 2) und Individualverträge (§ 1 Abs. 3) im Einzelfall prüfen. Endschaftszahlungen werden als Kosten angesetzt, auch wenn Sie dafür die Anlage erhalten. Vertiefung: Contracting-Vertrag, Preisgleitklausel, Contracting-Anbieter.
    Individuelles Angebot anfragen

    Ergebnis als PDF-Report

    Ihre Angaben und Ergebnisse übersichtlich als PDF – zum Ablegen, Weiterleiten oder für die nächste Besprechung. Wir senden Ihnen den Report zusätzlich per E-Mail.

    So funktioniert der Angebotsvergleich-Rechner

    Oben stehen die gemeinsamen Annahmen, die für alle Angebote gleich sein müssen. Darunter tragen Sie jedes Angebot in eine eigene Karte ein. Ranking, Tabelle und Warnhinweise aktualisieren sich sofort.

    Wärmebedarf, Anschlussleistung
    Gemeinsame Wärmemenge in kWh/a für alle Angebote; die Anschlussleistung wird nur für Grundpreise in €/kW·a gebraucht.
    Kalkulationszins
    Zins für den Barwert – etwa Ihre Finanzierungs- oder Opportunitätskosten. Voreinstellung 4 %.
    Energie- und Lohnindex
    Ihre Erwartung für die jährliche Entwicklung, gilt für alle Angebote mit Index-Gewichtung gleich.
    Grundpreis, Arbeitspreis, Messpreis
    Die Preisbestandteile aus dem Preisblatt, einheitlich netto oder brutto.
    Laufzeit
    Vertragslaufzeit in Jahren.
    Preisgleitung
    Pauschal als erwartete Steigerung in % p. a. oder als Gewicht des Energieindex (Rest Lohnindex). Dazu: Enthält die Klausel ein Marktelement? Ist es ein vorformulierter AVB-Vertrag?
    Zuschuss und Endschaft
    Einmaliger Investitions- oder Baukostenzuschuss zu Beginn sowie die Endschaft: Übernahme zum Restwert, kostenfreier Übergang oder Rückbau mit Kosten zu Ihren Lasten.
    Leistungsumfang
    Wartung, Störungsdienst 24/7, Instandsetzung, Abrechnung, Förderabwicklung, Verfügbarkeitsgarantie.

    Die Formel: so rechnet der Angebotsvergleich-Rechner

    Die Rechenschritte je Angebot (Q = Wärmebedarf, n = Laufzeit, i = Kalkulationszins, r = Preisgleitung p. a.):

    GrößeRechenweg
    Grundpreis pro Jahr€/Monat × 12 oder €/kW·a × Anschlussleistung
    Kosten Jahr 1Grundpreis pro Jahr + Q × Arbeitspreis + Messpreis
    Preisgleitung rpauschal: % p. a.; Index: Gewicht Energie × Energieindex + (1 − Gewicht) × Lohnindex
    Kosten Jahr tKosten Jahr 1 × (1 + r)^(t − 1)
    Vollkosten nominalZuschuss + Σ Kosten Jahr 1…n + Endschaftszahlung
    BarwertZuschuss + Σ Kosten_t ÷ (1 + i)^t + Endschaftszahlung ÷ (1 + i)^n
    Ø ct/kWh nominalVollkosten nominal ÷ (Q × n)
    Ø ct/kWh Barwert (Ranking)Barwert ÷ Σ Q ÷ (1 + i)^t
    Differenz zum günstigsten(Ø ct/kWh Barwert − Minimum) × Q ≈ € pro Jahr
    Fixkostenanteil(Grundpreis pro Jahr + Messpreis) ÷ Kosten Jahr 1; Hinweis ab 45 %

    Die Preisgleitung wird als gleichmäßige Rate auf die ganze Jahresrechnung angewandt; reale Klauseln passen Grund- und Arbeitspreis oft getrennt und zu Stichtagen an. Endschaftszahlungen gehen als Kosten ein, auch wenn Sie dafür die Anlage erhalten. Warnschwellen (hohe Endschaft > eine Jahresrechnung, Fixanteil > 45 %) sind Orientierungswerte des Rechners.

    Beispielrechnung mit dem Angebotsvergleich-Rechner

    Annahmen (Beispielwerte)

    • Wärmebedarf 300.000 kWh/a, Anschlussleistung 170 kW, Kalkulationszins 4 %, Energie- und Lohnindex je 3 % p. a.
    • Angebot A: 60 €/kW·a, 10,5 ct/kWh, 900 €/a, 10 Jahre, 2,5 % p. a., kostenfreier Übergang
    • Angebot B: 1.100 €/Monat, 11,5 ct/kWh, 600 €/a, 15 Jahre, Index 60 % Energie, 15.000 € Zuschuss, Restwert 40.000 €
    • Angebot C: 75 €/kW·a, 9,8 ct/kWh, 1.200 €/a, 12 Jahre, 3 % p. a., Rückbau 8.000 €, ohne Marktelement

    Rechenschritte

    1. A: Jahr 1 = 10.200 + 31.500 + 900 = 42.600 €; nominal 477.264 €; Barwert 384.027 € → 15,78 ct/kWh
    2. B: Jahr 1 = 13.200 + 34.500 + 600 = 48.300 €; nominal 953.328 €; Barwert 688.855 € → 20,65 ct/kWh
    3. C: Jahr 1 = 12.750 + 29.400 + 1.200 = 43.350 €; nominal 623.224 €; Barwert 479.566 € → 17,03 ct/kWh
    4. Ranking: A vor C (+1,25 ct/kWh ≈ 3.750 €/a) vor B (+4,87 ct/kWh ≈ 14.600 €/a)

    Angebot C hat den niedrigsten Arbeitspreis, landet aber nur auf Platz 2 – der höhere Grundpreis und die Rückbaukosten zehren den Vorteil auf. Zusätzlich warnt der Rechner bei C vor der Preisgleitklausel ohne Marktelement und bei B und C vor Laufzeiten über zehn Jahren bei vorformulierten Verträgen. Alle Werte sind Beispielannahmen, keine Marktpreise.

    Warnhinweise des Rechners

    AuslöserHinweisGrundlage
    Leistung nicht angehaktKosten/Risiko tragen Sie ggf. selbstLeistungsbeschreibung des Vertrags
    Vorformulierter Vertrag, Laufzeit > 10 J.Erstlaufzeit höchstens 10 Jahre§ 32 AVBFernwärmeV
    Klausel ohne MarktelementKlausel kann unwirksam sein§ 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV
    Endschaftszahlung > eine JahresrechnungRechenformel verlangen, verhandelnOrientierungswert
    Fixkostenanteil > 45 %Einsparungen wirken nur teilweiseOrientierungswert

    So interpretieren Sie das Ergebnis

    Das Ranking nutzt den Barwert je kWh, weil nur er Angebote mit unterschiedlicher Laufzeit, Einmalzahlungen und Endschaft fair vergleicht. Die nominalen Summen zeigen dagegen, wie viel Geld über die jeweilige Laufzeit insgesamt fließt.

    Ein Preisvorsprung von wenigen Zehntel Cent ist kein Entscheidungsgrund. Liegen Angebote knapp beieinander, entscheiden Leistungsumfang, Verfügbarkeitszusage, Preisgleitformel und Endschaft.

    Fehlende Leistungen verzerren den Vergleich: Ein Angebot ohne Instandsetzung wirkt günstiger, verlagert aber Reparaturrisiken auf Sie. Lassen Sie alle Anbieter auf denselben Leistungsumfang anbieten.

    Die Preisgleitung ist eine Annahme. Testen Sie mehrere Szenarien – etwa steigende Energiepreise –, um zu sehen, wie robust das Ranking ist.

    Häufige Fehler bei der Eingabe

    • Nur Arbeitspreise vergleichen und Grundpreis, Messpreis und Einmalzahlungen übersehen.
    • Angebote mit unterschiedlicher Wärmemenge oder Anschlussleistung vergleichen.
    • Summen über 10 und 15 Jahre direkt gegeneinanderstellen statt je kWh.
    • Endschaft und Rückbaukosten erst am Vertragsende entdecken.
    • Preisgleitklauseln nicht lesen und nur die heutigen Preise vergleichen.

    Rechtsgrundlage

    Preisänderungsklauseln in Wärmelieferverträgen nach der AVBFernwärmeV müssen nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV die Kostenentwicklung bei Erzeugung und Bereitstellung (Kostenelement) und die Verhältnisse auf dem Wärmemarkt (Marktelement) angemessen berücksichtigen und die Berechnungsfaktoren vollständig und verständlich ausweisen.

    Die Erstlaufzeit von Verträgen zu AVB-Bedingungen ist nach § 32 AVBFernwärmeV auf höchstens zehn Jahre begrenzt. Industrieunternehmen sind nach § 1 Abs. 2 ausgenommen; nach § 1 Abs. 3 sind Individualvereinbarungen möglich. Der Rechner gibt deshalb Hinweise, keine rechtliche Bewertung – im Einzelfall prüfen.

    Überschlägige Orientierung ohne Gewähr; ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung.

    Häufige Fragen zum Angebotsvergleich-Rechner

    Wie vergleiche ich Wärmecontracting-Angebote?

    Mit gleicher Wärmemenge, gleicher Anschlussleistung und gleichem Leistungsumfang: Rechnen Sie jedes Angebot auf Vollkosten über die Laufzeit inklusive Preisgleitung, Zuschuss und Endschaft um und vergleichen Sie den Barwert je kWh.

    Warum Barwert und nicht einfach die Summe?

    Weil Laufzeiten und Zahlungszeitpunkte verschieden sind. Eine Zahlung in 15 Jahren wiegt weniger als eine heute, und eine längere Laufzeit ergibt automatisch eine höhere Summe. Der Barwert je kWh gleicht beides aus.

    Wie prüfe ich die Wirtschaftlichkeit eines Contracting-Vertrags?

    Vergleichen Sie die Vollkosten je kWh mit Ihrer Eigenversorgung inklusive Wartung und Erneuerungsrücklage sowie mit anderen Angeboten. Prüfen Sie zusätzlich Preisgleitklausel, Laufzeit, Endschaft und Leistungsumfang.

    Ist eine Laufzeit über zehn Jahre zulässig?

    Bei vorformulierten Verträgen nach der AVBFernwärmeV ist die Erstlaufzeit nach § 32 auf zehn Jahre begrenzt. Individuell ausgehandelte B2B-Verträge können abweichen – das ist im Einzelfall zu prüfen.

    Was ist ein Marktelement in der Preisgleitklausel?

    Ein Bestandteil der Formel, der die Verhältnisse am Wärmemarkt abbildet, etwa ein Wärmepreisindex. § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV verlangt Kosten- und Marktelement; fehlt eines, kann die Klausel unwirksam sein.

    Werden meine Angebotsdaten gespeichert?

    Nein. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser. Nur wenn Sie den PDF-Report anfordern, werden Kontaktdaten, Eingaben und Ergebnisse gespeichert, um Ihnen den Report zu senden.

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