Einspar-Contracting-Rechner: Energieeinsparung und Aufteilung berechnen
Der Einspar-Contracting-Rechner zeigt, wie sich die garantierte Energieeinsparung eines Energiespar-Contractings (EPC) zwischen Contractor und Eigentümer aufteilt – während der Vertragslaufzeit und danach. Er berechnet die Energieeinsparung in Euro, die Rate an den Contractor und Ihren jährlichen Vorteil und prüft, ob sich das Modell mit der angesetzten Investition für den Contractor überhaupt trägt.

EPC-Rechner: Wie sich die garantierte Einsparung aufteilt
Beim Einspar-Contracting finanziert der Contractor die Maßnahme aus den Energiekosten, die er einspart. Der Rechner zeigt, wie viel während der Laufzeit bei Ihnen bleibt – und was passiert, wenn der Vertrag ausläuft.
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Ausgangslage
Wärme, Strom und Betriebskosten der Anlagentechnik im Referenzjahr – die vertraglich festgeschriebene Bezugsgröße.
Typisch sind 15–30 %. Der Contractor haftet für die Zusage: Wird sie verfehlt, zahlt er die Differenz.
Vertragsgestaltung
Aus diesem Anteil refinanziert der Contractor Investition, Betrieb und Garantierisiko.
Nach Vertragsende fällt die gesamte Einsparung Ihnen zu – die Laufzeit bestimmt, ab wann.
Ihr Kapitaleinsatz bleibt null. Die Zahl dient nur der Plausibilitätsprüfung des Modells.
Modell rechnet sich für den Contractor knapp nicht
Die Contractorrate deckt über 10 Jahre nur 76 % der Investition. Damit der Vertrag zustande kommt, braucht es eine längere Laufzeit, einen höheren Contractoranteil oder Fördermittel im Projekt.
Einsparung pro Jahr
105.000 €
25 % der Baseline
Ihr Anteil während Laufzeit
36.750 €
jährlich, ab Jahr 1
Ab Vertragsende
105.000 €
jährlich, ab Jahr 11
Ihr Kapitaleinsatz
0 €
Contractor investiert 900 T€
Ihre Energiekosten über 15 Jahre
Die Gesamthöhe bleibt die Baseline von heute. Entscheidend ist, wie sich der Betrag aufteilt.
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So funktioniert der Einspar-Contracting-Rechner
Der Einspar-Contracting-Rechner fragt die Ausgangslage und die Vertragsgestaltung ab. Das Diagramm zeigt die Energiekosten Jahr für Jahr, aufgeteilt in verbleibende Energiekosten, Rate an den Contractor und Ihren Vorteil.
- Energiekosten heute – Baseline (€/a)
- Wärme, Strom und Betriebskosten der Anlagentechnik im Referenzjahr. Sie ist die vertraglich festgeschriebene Bezugsgröße, an der die Einsparung gemessen wird.
- Garantierte Einsparung (%)
- Die Einsparquote, die der Contractor zusagt (im Rechner 5 bis 45 %). Wird sie verfehlt, trägt nach üblicher Vertragsgestaltung der Contractor die Differenz.
- Anteil des Contractors an der Einsparung (%)
- Aus diesem Anteil refinanziert der Contractor Investition, Betrieb und Garantierisiko.
- Vertragslaufzeit (Jahre)
- 5 bis 15 Jahre. Nach Vertragsende fällt die gesamte Einsparung dem Eigentümer zu.
- Investition des Contractors (€)
- Ihr Kapitaleinsatz bleibt null. Die Zahl dient nur der Plausibilitätsprüfung, ob die Raten die Investition decken.
Die Formel: so rechnet der Einspar-Contracting-Rechner
Der Einspar-Contracting-Rechner teilt die Einsparung auf und prüft die Tragfähigkeit.
| Größe | Rechenweg |
|---|---|
| Einsparung pro Jahr | Baseline × Einsparquote |
| Rate an den Contractor | Einsparung × Contractoranteil |
| Ihr Vorteil (während der Laufzeit) | Einsparung − Rate |
| Verbleibende Energiekosten | Baseline − Einsparung |
| Ihr Vorteil (nach Vertragsende) | volle Einsparung |
| Deckungsgrad | Rate × Laufzeit ÷ Investition (≥ 100 % = Modell trägt sich) |
Nominal, ohne Preissteigerung und Abzinsung. Der Deckungsgrad ist ein grober Check: Er vergleicht die Summe der Raten mit der Investition, ohne Betriebskosten, Garantierisiko und Finanzierungskosten des Contractors. Liegt er nur knapp über 100 %, ist ein Projekt in der Praxis meist noch nicht wirtschaftlich. Reale EPC-Verträge enthalten Anpassungsklauseln für Witterung, Belegung und Energiepreise.
Beispielrechnung mit dem Einspar-Contracting-Rechner
Annahmen (Beispielwerte)
- Baseline 400.000 €/a, garantierte Einsparung 25 %
- Contractoranteil 80 %, Laufzeit 12 Jahre
- Investition des Contractors 800.000 €
Rechenschritte
- Einsparung: 400.000 € × 25 % = 100.000 €/a
- Rate an den Contractor: 100.000 € × 80 % = 80.000 €/a
- Ihr Vorteil während der Laufzeit: 20.000 €/a, verbleibende Energiekosten 300.000 €/a
- Deckungsgrad: 80.000 € × 12 ÷ 800.000 € = 120 % → Modell trägt sich
- Vorteil über 12 Jahre: 240.000 €; ab Jahr 13: 100.000 € jährlich
- Über 17 Jahre (Laufzeit plus fünf): 240.000 € + 5 × 100.000 € = 740.000 €
Mit den Voreinstellungen des Rechners (420.000 € Baseline, 25 %, 65 % Contractoranteil, 10 Jahre, 900.000 € Investition) deckt die Rate dagegen nur rund 76 % der Investition – das Modell käme so nicht zustande. Stellschrauben sind Laufzeit, Contractoranteil oder Fördermittel im Projekt.
So interpretieren Sie das Ergebnis
Grün heißt: Die Raten decken die Investition, das Modell ist plausibel. Gelb heißt: Der Contractor käme mit diesen Parametern nicht auf seine Kosten – ein Angebot mit genau diesen Werten wäre nicht realistisch oder müsste an anderer Stelle anders rechnen.
Ihr Vorteil während der Laufzeit ist bewusst klein: Der größte Teil der Einsparung finanziert die Maßnahme. Der eigentliche Wert für den Eigentümer entsteht nach Vertragsende, wenn die volle Einsparung bleibt. Vergleichen Sie Angebote deshalb über Laufzeit plus Folgejahre, nicht nur über den jährlichen Vorteil.
Das Diagramm zeigt: Die Gesamthöhe Ihrer Energiekosten bleibt nominal auf Baseline-Niveau, solange der Vertrag läuft – Sie zahlen nicht mehr als heute, haben aber modernisierte Technik.
Entscheidend für die Qualität eines EPC-Vertrags sind Baseline, Messverfahren und Anpassungsregeln. Der Rechner setzt sie als gegeben voraus.
Häufige Fehler bei der Eingabe
- Die Baseline aus einem untypischen Jahr ableiten (Leerstand, Umbau, extremer Winter).
- Eine Einsparquote ansetzen, ohne dass Mess- und Nachweisverfahren feststehen.
- Nur den jährlichen Vorteil während der Laufzeit betrachten und die Jahre danach ignorieren.
- Contractoranteile verschiedener Angebote vergleichen, ohne die Laufzeiten zu berücksichtigen.
- Preisbedingte Kostenänderungen mit Einsparungen verwechseln – wie Preisänderungen behandelt werden, regelt der Vertrag.
Rechtsgrundlage
Einspar-Contracting ist nicht in einem eigenen Gesetz geregelt. Inhalt und Risikoverteilung ergeben sich aus dem Vertrag – insbesondere Baseline, Einspargarantie, Mess- und Nachweisverfahren sowie Anpassungsklauseln.
Wird im vermieteten Wohnungsbestand Wärme gewerblich geliefert, gelten für die Umlage auf Mieter die Regeln des § 556c BGB und der WärmeLV.
Überschlägige Orientierung ohne Gewähr; ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung.
Häufige Fragen zum Einspar-Contracting-Rechner
Was ist Einspar-Contracting?
Ein Modell, bei dem ein Contractor Effizienzmaßnahmen plant, finanziert und umsetzt und eine Energieeinsparung garantiert. Vergütet wird er aus einem vereinbarten Anteil der erzielten Einsparung; der Eigentümer investiert selbst nichts.
Wie viel spart Einspar-Contracting?
Das hängt vom Objekt und vom Zustand der Technik ab. Maßgeblich ist die im Vertrag garantierte Einsparquote gegenüber der Baseline. Der Rechner zeigt, was eine bestimmte Quote in Euro bedeutet und wie sie sich aufteilt.
Was passiert, wenn die garantierte Einsparung verfehlt wird?
Nach üblicher Vertragsgestaltung trägt der Contractor die Differenz zur garantierten Einsparung. Die genauen Regeln – Messung, Nachweis, Ausgleich – legt der Vertrag fest.
Was ist die Baseline?
Die vertraglich festgeschriebenen Energiekosten bzw. -verbräuche im Referenzzustand vor den Maßnahmen. An ihr wird jede spätere Einsparung gemessen; Anpassungsklauseln berücksichtigen Witterung, Belegung und Energiepreise.
Wie lange läuft ein Einspar-Contracting-Vertrag?
Die Laufzeit wird individuell vereinbart und richtet sich danach, wie schnell sich die Investition aus der Einsparung refinanziert. Der Rechner deckt 5 bis 15 Jahre ab.
Was unterscheidet Einspar-Contracting vom Energieliefer-Contracting?
Beim Energieliefer-Contracting, etwa Wärmecontracting, kaufen Sie Wärme zu einem Wärmepreis. Beim Einspar-Contracting wird der Contractor aus der erzielten Einsparung vergütet.
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